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03.04.24 14:43
Lufthansa: Starke Forderungen der Ufo - Aktienanalyse

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Lufthansa-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Carsten Kaletta vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der Deutsche Lufthansa AG (ISIN: DE0008232125, WKN: 823212, Ticker-Symbol: LHA, NASDAQ OTC-Symbol: DLAKF) unter die Lupe.

Das Thema "Tarifstreit" stehe bei der Lufthansa weiter oben auf der Agenda. Im Luftverkehr gehe nämlich das Ringen um die Gehälter und Arbeitsbedingungen verschiedener Berufsgruppen noch in dieser Woche weiter. Zeitnah werde es zu Verhandlungen zwischen dem MDAX-Konzern und der Gewerkschaft kommen. Die Lufthansa-Aktie gebe leicht nach.

Konkret würden die Lufthansa und die Gewerkschaft Ufo, welche die Interessen von rund 19.000 Flugbegleiterinnen und Flugbegleitern vertrete, am morgigen Donnerstag zusammenkommen. Am Freitag beginne zudem die Schlichtung für die rund 25.000 Beschäftigten der privaten Sicherheitsdienstleister, die an den Flughäfen außerhalb Bayerns Passagiere, Gepäck, Fracht und Personal kontrollieren würden.

In der vergangenen Woche habe eine Schlichtung unter Leitung des Thüringer Ministerpräsidenten Bodo Ramelow und des früheren Arbeitsagentur-Chefs Frank-Jürgen Weise ein Tarifergebnis für die rund 25.000 Bodenbeschäftigten der Lufthansa gebracht. Sie sollten Gehaltssteigerungen von durchschnittlich 12,5 Prozent innerhalb von zwei Jahren sowie 3.000 Euro Inflationsausgleichsprämie erhalten. Die Einigung stehe noch unter dem Vorbehalt einer Befragung der Verdi-Mitglieder, die sich in einer Urabstimmung bereits für einen unbefristeten Streik ausgesprochen hätten.

Die Spartengewerkschaft Ufo habe für die etwa 18.000 Kabinenbeschäftigten der Lufthansa und die knapp 1.000 Kräfte der Regionaltochter Lufthansa Cityline im Kern 15 Prozent mehr Geld bei einer Vertragslaufzeit von 18 Monaten gefordert. Außerdem wolle die Gewerkschaft eine Inflationsausgleichsprämie von 3.000 Euro sowie höhere Zulagen erreichen.

Nach einer erfolgreichen Urabstimmung habe es bereits einen Streik des Kabinenpersonals gegeben. Über die Ostertage habe Ufo den Druck nicht erhöhen wollen und auf einen weiteren Streikaufruf verzichtet. Zumindest für die Muttergesellschaft würden die Gespräche an diesem Donnerstag fortgesetzt, habe es in Gewerkschaftskreisen geheißen.

Die Lufthansa-Aktie verliere zur Wochenmitte rund 0,5 Prozent auf 7,07 Euro. Aus charttechnischer Sicht wäre es wichtig, dass die psychologisch wichtige 7-Euro-Marke halte. Sonst würden Abgaben bis zur Horizontalen bei 6,90 Euro drohen - schlimmstenfalls könnte das 52-Wochen-Tief bei 6,51 Euro nochmal getestet werden. Mit Blick gen Norden sei die nächste wichtige Hürde der GD50 (aktuell: 7,29 Euro).

Bei der Lufthansa bleibe es spannend. Idealerweise würden sich die Tarifpartner kurzfristig einigen und es würden (weitere) Streiks - und die daraus resultierenden finanziellen Belastungen - vermieden. Das würde der Lufthansa Aufwind verleihen, so Carsten Kaletta von "Der Aktionär". (Analyse vom 03.04.2024)

(Mit Material von dpa-AfX)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.

Börsenplätze Deutsche Lufthansa-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs Deutsche Lufthansa-Aktie:
7,10 EUR -0,03% (03.04.2024, 14:26)

XETRA-Aktienkurs Deutsche Lufthansa-Aktie:
7,104 EUR +0,03% (03.04.2024, 14:10)

ISIN Deutsche Lufthansa-Aktie:
DE0008232125

WKN Deutsche Lufthansa-Aktie:
823212

Ticker-Symbol Deutsche Lufthansa-Aktie:
LHA

NASDAQ OTC-Symbol Deutsche Lufthansa-Aktie:
DLAKF

Kurzprofil Deutsche Lufthansa AG:

Die Lufthansa Group (ISIN: DE0008232125, WKN: 823212, Ticker-Symbol: LHA, NASDAQ OTC-Symbol: DLAKF) ist ein weltweit operierender Luftverkehrskonzern. In ihrem Heimatmarkt Europa nimmt sie eine führende Rolle ein. Mit 96.677 Mitarbeiter:innen erzielte die Lufthansa Group im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz von 35.442 Mio. EUR.

Die Lufthansa Group setzt sich aus dem Geschäftsfeld Passagier-Airlines und den Aviation Services zusammen.

Zum Geschäftsfeld Passagier-Airlines zählen zum einen die Netzwerk-Airlines Lufthansa Airlines, SWISS, Austrian Airlines und Brussels Airlines, die ihren Fluggästen im Rahmen der Multi-Hub-Strategie ein umfangreiches Flugangebot über die globalen Hubs in Frankfurt, München und Zürich sowie die nationalen Hubs in Wien und Brüssel bieten. Eng verbunden mit Lufthansa Airlines sind auch die Regionalfluggesellschaften Lufthansa CityLine, Lufthansa City Airlines und Air Dolomiti sowie Discover Airlines, der Ferienflieger der Lufthansa Group. Edelweiss, die führende Schweizer Ferienfluggesellschaft, ist eine Schwestergesellschaft von SWISS.

Zum anderen gehört Eurowings zum Geschäftsfeld Passagier-Airlines. Die Airline stellt ein umfassendes Angebot an Punkt-zu-Punkt-Verbindungen auf der europäischen Kurz- und Mittelstrecke bereit, insbesondere aus den deutschsprachigen Ländern heraus.

Zu den Aviation Services zählen die Geschäftsfelder Logistik und Technik sowie die weiteren Gesellschaften, zu denen insbesondere Lufthansa Aviation Training und Lufthansa Systems gehören. Für AirPlus wurde im Jahr 2023 eine Vereinbarung zum Verkauf abgeschlossen. Auch die Konzernfunktionen werden diesem Geschäftsfeld zugerechnet. (03.04.2024/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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