Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Peugeot-Aktienanalyse von "Der Aktionär":
Die Aktienexperten des Anlegermagazins "Der Aktionär" nehmen im aktuellen "Börsen.Briefing" die Aktie des Autobauers PSA Peugeot Citroën S.A. (ISIN: FR0000121501, WKN: 852363, Ticker-Symbol: PEU, EN Paris: UG, NASDAQ OTC-Symbol: PEUGF) unter die Lupe.
In Europa entstehe ein neuer Autokonzern: Stellantis werde die neue Nummer 4 in der Welt. Stellantis entstehe aus der Fusion des französischen Peugeot-Herstellers PSA mit dem Italo-US-Konzern Fiat Chrysler (FCA), was auf einer außerordentlichen Hauptversammlung heute mit 99%-iger Mehrheit gebilligt worden sei. Den Aktienkursen tue die Entscheidung gut.
Der Termin für den Zusammenschluss mit dem italienisch-amerikanischen FCA-Konzern solle sehr bald mitgeteilt werden, habe PSA-Konzernchef Carlos Tavares am Montagmittag gesagt. Konkreter sei er nicht geworden. Bisher sei davon die Rede gewesen, den milliardenschweren Deal bis Ende März abzuschließen.
Die EU-Wettbewerbshüter hätten der Autohochzeit "unter Gleichen" bereits im Dezember mit Auflagen zugestimmt. Der neue Verbund werde seine Zentrale in den Niederlanden haben - mit großen Standbeinen in Europa und in Nordamerika. Insgesamt würden 14 Marken geführt, darunter Opel, Peugeot, Citroën, Chrysler, Jeep, Alfa Romeo, Lancia, Abarth und Dodge. Die Marken sollten auch weiter Bestand haben.
Fiat Chrysler und PSA hätten vor der Corona-Krise zusammen rund 8,7 Mio. Fahrzeuge pro Jahr abgesetzt und hätten einen Umsatz von 170 Mrd. Euro gehabt. Nur noch Volkswagen, Toyota und der französisch-japanische Renault-Nissan-Verbund seien 2019 größer gewesen. Zu den führenden VW und Toyota bestehe allerdings ein großer Abstand.
Tavares habe frühere Aussagen bestätigt, wonach es jährlich Synergien im Umfang von 5 Mrd. Euro geben solle. Vor dem Ausbruch der Corona-Krise mit dramatischen Auswirkungen auf die Autobranche habe er versichert, es sollten keine Werke geschlossen werden.
Tavares habe gesagt, dass PSA und FCA gemeinsam besser aufgestellt seien. Die Branche sei mit einer Doppelbelastung aus Corona-Folgen und Technik-Umbruch konfrontiert, eine große Herausforderung sei z.B. die Elektromobilität.
Designierter Verwaltungsratschef des neuen Konzerns sei John Elkann (44), Enkel des legendären Fiat-Patriarchen Giovanni "Gianni" Agnelli (1921-2003). Wie die Regionalzeitung Le Parisien - Aujourd-hui en France berichtet habe, werde die Familie Agnelli mit rund 14,4% im neuen Konzern vertreten sein. Es folge demnach die Familie Peugeot mit 7,4%. Der französische Staat sei über eine Beteiligungsgesellschaft mit 6,1% im Boot. Etwa zwei Drittel der Anteile seien im Streubesitz.
Sowohl die Peugeot-Aktie als auch die von Fiat Chrysler hätten in freundlichem Umfeld deutlich zugelegt, so die Aktienexperten des Anlegermagazins "Der Aktionär" im aktuellen "Börsen.Briefing". (Analyse vom 04.01.2021)
(Mit Material von dpa-AFX)
Börsenplätze Peugeot-Aktie:
Tradegate-Aktienkurs Peugeot-Aktie:
23,15 EUR +2,34% (04.01.2021, 15:18)
Euronext Paris-Aktienkurs Peugeot-Aktie:
23,32 EUR +4,25% (04.01.2021, 15:04)
ISIN Peugeot-Aktie:
FR0000121501
WKN Peugeot-Aktie:
852363
Ticker-Symbol Peugeot-Aktie:
PEU
Euronext - Paris Ticker-Symbol Peugeot-Aktie:
UG
NASDAQ OTC Ticker-Symbol Peugeot-Aktie:
PEUGF
Kurzprofil PSA Peugeot Citroën S.A.:
PSA Peugeot Citroën S.A. (ISIN: FR0000121501, WKN: 852363, Ticker-Symbol: PEU, EN Paris: UG, NASDAQ OTC-Symbol: PEUGF) ist ein französischer Autokonzern mit den Marken Peugeot und Citroën. Der Konzern gehört zu den größten Automobilhersteller in Europa. Zum PSA-Konzern gehören neben Peugeot und Citroën auch folgende Unternehmen: Faurecia (ein Zulieferer für Sitze, Cockpits, Abgassystee und andere Komponenten), Banque PSA Finance (Finanzdienstleister mit den Zweigniederlassungen Peugeot Bank und Citroën Bank), Peugeot Motocycles, (Hersteller für Roller und Motorräder), Peugeot Citroën Moteurs (PCM) (Verkaufsunternehmen für Motoren) sowie Process Conception Ingénierie (PCI) (Unternehmen für die Konstruktion, Fertigung und Inbetriebnahme von Industrieanlagen). Der größte Aktionär von PSA Peugeot Citroën ist mit 25,4% die Familie Peugeot. (04.01.2021/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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