Westerburg, 8. Juni 2006 (aktiencheck.de AG) - Die Deutsche Telekom AG (ISIN DE0005557508 / WKN 555750) drückt bei der Integration der Tochter T-Online International AG (ISIN DE0005557706 / WKN 555770) aufs Tempo und will die rückläufige Umsatzentwicklung stoppen.
"In den nächsten drei bis vier Monaten werden wir beginnen, den Integrationsfahrplan umzusetzen", erklärte der Chef der Festnetzsparte T-Com Walter Raizner am Donnerstag nach Angaben der "Financial Times Deutschland" in Darmstadt. Die ersten gemeinsamen Produkte sollen laut dem Bericht schon im vierten Quartal auf den Markt kommen. Die Verschmelzung von T-Online auf die Deutsche Telekom ist nach Ansicht des Konzernchefs Kai-Uwe Ricke notwendig, um sich am Markt durchsetzen zu können. Dabei will man vor allem bei schnellen DSL-Internetanschlüssen Boden gegenüber der Konkurrenz gutmachen. In einem ersten Schritt werde die Telekom ihren Kunden deshalb bereits in Kürze erste Bündelangebote mit schnellem Internetzzugang und Telefon anbieten, so Ricke. Durch diese Maßnahmen geht der Konzernchef von einer stärkeren Kundenbindung sowie einer Eindämmung des derzeit rückläufigen Umsatzes im Festnetzgeschäft aus. Weitere integrierte Angebote, wie etwa Internet, Festnetzanschluss, Mobilfunk und Unterhaltung wie Internet-TV oder Fußballübertragungen aus einer Hand sollen im vierten Quartal folgen.
Der Konzern will für die T-Online-Integration knapp 60 Millionen eigene Aktien aufkaufen. "Dies wird in Zukunft geschehen", sagte Ricke. Das Unternehmen kontrolliert bereits 90,1 Prozent von T-Online und will den Rest in Telekom-Aktien tauschen. Pro 25 Anteilsscheine von T-Online sollen die Aktionäre in den kommenden sechs Wochen 13 Telekom-Titel erhalten.
Die Aktie der Deutschen Telekom notiert aktuell mit einem Plus von 0,23 Prozent bei 12,93 Euro.
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