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OTS: McKinsey & Company / Modeindustrie: Führende Marken und Händler planen ...




04.05.22 12:54
dpa-AFX

Modeindustrie: Führende Marken und Händler planen eine Verdopplung


ihrer Technologieausgaben


London/Düsseldorf (ots) - Im kommenden Jahrzehnt wird die Welt mehr


technologischen Fortschritt erleben als in den vergangenen 100 Jahren. Die


Modebranche erlebt bereits eine Beschleunigung technologischer Innovationen über


die gesamte Wertschöpfungskette hinweg. Das ist das Kernergebnis der Studie The


State of Fashion: Technology (https://www.mckinsey.com/industries/retail/our-ins


ights/state-of-fashion-technology-report-2022) von The Business of Fashion (BoF)


und McKinsey & Company. Sie analysiert, warum Modeunternehmen diese Dynamik


nutzen müssen, um ihre strategischen Prioritäten neu zu ordnen,


Herausforderungen in Chancen umzuwandeln und um sich neue technologiegestützte


Wettbewerbsvorteile zu sichern.



Wie die Studie zeigt, ist davon auszugehen, dass Modeunternehmen ihre


Investitionen in Technologie von 1,6 bis 1,8 % des Umsatzes im Jahr 2021 auf 3,0


bis 3,5 % im Jahr 2030 steigern werden.



Derzeit fließt bereits Kapital in Technologien, die den Modehandel flexibler,


nachhaltiger und für Kund:innen attraktiver machen. Im Jahr 2021 stieg der Wert


der Top-50-Investitionen in Technologie in der Modeindustrie verglichen mit dem


Jahr 2019 um 66% und belief sich laut einer McKinsey-Analyse basierend auf Daten


der Business-Information-Plattform Crunchbase auf insgesamt 16,2 Mrd. US-Dollar.


Diese Investitionen flossen entweder in Modehändler oder Unternehmen, die


Produkte oder Dienstleistungen an Modefirmen verkaufen, statt in Modemarken.


Etwa 55 % der Investitionen entfielen auf den E-Commerce, der von der


pandemiebedingten Zunahme des Online-Shoppings profitiert hat. Der Rest entfiel


größtenteils auf Zahlungstechnologien, einschließlich "Jetzt kaufen, später


zahlen"-Unternehmen, in Social Commerce und Resale, gefolgt von Lieferketten-


und Logistikunternehmen und Unternehmen, die im NFT-Bereich oder bei


Virtual-Reality-Technologien tätig sind.



Derzeit haben nur wenige Marken Technologien erfolgreich und


wettbewerbsorientiert eingeführt, aber jene, die investieren, könnten den


positiven Effekt in ihren Gewinnen sehen. Unternehmen, die bereits


KI-Technologien für ihr Geschäft nutzen, um die operative Effizienz zu steigern


und die Kundenbindung zu verbessern, könnten bis 2030 einen kumulierten


Cashflow-Anstieg von 118% verbuchen. Der Cashflow von Organisationen, die jetzt


erst mit KI-Nutzung beginnen, könnte bis 2030 um 13% ansteigen.



Investitionen in Technologie und Innovationen wirken sich auf alle Segmente der


Modeindustrie aus, von Fast Fashion bis hin zum Luxussegment, wenn auch in ganz


unterschiedlicher Art und Weise. Im Luxussegment beispielsweise, wo etwa 80


Prozent der Verkäufe bereits von digitalen Kontaktpunkten beeinflusst werden,


steht weiterhin der persönliche, direkte Service nach wie vor im Mittelpunkt des


Kauferlebnisses. Allerdings können Clienteling-Apps und andere Tools


Mitarbeiter:innen in den Geschäften helfen, die Interaktion mit ihren


Käufer:innen zu verbessern.



Der Technologiefokus verlagert sich: von einem kundenzentrierten Element am Ende


der Lieferkette hin zur Revolutionierung der internen Prozesse im Unternehmen,


um den allgemeinen Nutzen zu maximieren. Die Analyse zeigt die wichtigsten drei


Bereiche auf, in die Führungskräfte aus der Modeindustrie von heute bis 2025


investieren wollen: Personalisierung, Technologien für Ladenlokale und


End-to-end-Management der Wertschöpfungskette. Technologie steht auch für


Unternehmensleiter:innen bei der Festlegung ihrer strategischen Ziele für die


kommenden Jahre weit oben auf der Agenda. Führungskräfte aus der Branche


glauben, dass die Integration digitaler Prozesse in ihre Organisationen bis 2025


zu den obersten fünf Prioritäten gehören wird.



The State of Fashion: Technology identifiziert fünf Kernthemen, die Unternehmen


aus allen Segmenten bei der Weiterentwicklung ihrer Technologiestrategien


berücksichtigen müssen.



1. Reality Check des Metaverse: virtuelle Güter und Extended Reality



Zwar steigen die Ausgaben für virtuelle Güter von Jahr zu Jahr, aber der Erfolg


der Branche im Metaversum hängt noch sehr stark davon ab, wie schnell es


allgemein an Akzeptanz gewinnt. Marken könnten in den kommenden zwei bis fünf


Jahren bis zu 5% ihres Umsatzes mit Geschäftsmöglichkeiten rund um das


Metaversum erwirtschaften.



2. Hyperpersonalisierung: daten- und KI-gestütztes Marketing und E-Commerce



Der Wettbewerb um die Gunst der Kundschaft verschärft sich und die


Konversionskosten steigen angesichts neuer Datenschutzbestimmungen und


Einschränkungen bei der Datenerfassung durch Dritte. Marken jedoch haben Zugriff


auf immer mehr Personalisierungstools und -technologien und daher viele


Möglichkeiten, ihre Beziehungen zu Kund:innen zu personalisieren und individuell


zu gestalten. Führungskräfte können Big Data und KI gezielt nutzen, um


persönliche Erlebnisse zu schaffen, die entscheidend für langfristige


Kundenbindungen sind.



3. Connected Stores: Kundenerlebnis in Ladenlokalen durch mobile Apps und


Microfulfilment



Der unaufhaltsame Anstieg von E-Commerce hat Modeunternehmen dazu gezwungen, die


Rolle der Filialen zu überdenken. Trotz des beschleunigten Trends hin zu


Onlinekäufen zeigen Forschungsergebnisse, dass Kund:innen noch immer gerne in


Filialen einkaufen, damit sie die Produkte vor dem Kauf in Ruhe begutachten und


auch anfassen können. Modeunternehmen können von Verbraucher:innen wahrgenommene


Schwachstellen durch Technologie adressieren. So können sie beispielsweise das


Kauferlebnis in den Filialen durch mobile Apps erweitern und


Microfulfilment-Technologien einsetzen, um ihre physischen Einzelhandelsnetze


auch sinnvoll für die Quick-Commerce-Ära zu nutzen.



4. End-to-End Upgrade: KI-gestützte Integration in die Wertschöpfungskette



Digitale Tools und Analytics haben die Kernelemente der Mode-Wertschöpfungskette


verändert. Häufig jedoch erfolgen solche Verbesserungen in Organisationen nur


siloartig und punktuell: Das Potenzial für funktionsübergreifende Optimierungen


wird dadurch geschmälert. Viele Führungskräfte aus der Modebranche planen jetzt


eine End-to-end-Integration in die Wertschöpfungskette, um die Abläufe


effizienter und profitabler zu gestalten. Maschinelles Lernen und Cloud


Computing gehören zu den wichtigsten Technologien, mit denen Marken dieses Ziel


erreichen können.



5. Nachverfolgbarkeit: Blockchain- und Supply-Chain-Tracking-Technologien



Viele Marken sind nicht gut dafür gerüstet, ihre Lieferketten auf Einhaltung


sozial- und umweltverträglicher Praktiken zu überprüfen und bei Verstößen


gegenzusteuern. Wenn Modemarken jedoch ihre Nachhaltigkeitsziele - von einer


besseren Materialbeschaffung über optimierte Einhaltung der gesetzlichen


Vorgaben bis hin zur Reduzierung von Emissionen - erreichen wollen, sollten sie


sich einen vollständigen Überblick über den gesamten Produktionsablauf


verschaffen. Nachverfolgungssysteme auf Basis von Tracking-Software und Big Data


können Modenmarken dabei unterstütze, den Überblick über ihre Lieferketten zu


behalten.



Achim Berg, Senior Partner und globaler Leiter von Apparel, Fashion & Luxury bei


McKinsey : "Im vergangenen Jahr investierten Modeunternehmen zwischen 1,6 und


1,8 % ihres Umsatzes in Technologie. Wir sind davon überzeugt, dass sich diese


Zahl bis 2030 verdoppeln wird, denn Technologie kann Modemarken dabei helfen,


einen Wettbewerbsvorteil zu erlangen, und zwar sowohl bei kundenorientierten


Aktivitäten - auf die sich die Unternehmen bisher meist konzentriert haben - als


auch in zunehmendem Maße bei ihren Operations. Noch wichtiger ist, dass


Technologie Unternehmen dabei unterstützen kann, nachhaltiger zu werden."



Anita Balchandani, Senior Partnerin und Leiterin EMEA von Apparel, Fashion &


Luxury bei McKinsey : "Ein Großteil der Investitionen in die Modetechnologie in


den letzten zehn Jahren floss in kundenorientierte Innovationen. Für das nächste


Jahrzehnt erwarten wir, dass dies durch Innovationen ergänzt wird, die das


operative Rückgrat der Modeunternehmen verändern von der intelligenten


Preisgestaltung über die Identifizierung von Bestsellern bis hin zur


Verringerung von Retouren. Dabei werden Algorithmen und KI in der gesamten


Wertschöpfungskette eine Rolle spielen. Europa, wo die Hälfte der 20 größten


Modeunternehmen der Welt ansässig ist, ist gut aufgestellt, um diese Innovation


zu fördern und zu beschleunigen, die ein profitableres Modell für


Modeunternehmen schaffen könnte."



Imran Amed, Gründer und CEO von The Business of Fashion: "Die Pandemie hat die


tragende Rolle von Technologie in der Modeindustrie zementiert, insbesondere im


Hinblick auf die Akzeptanz von E-Commerce. Aber in den kommenden Jahren wird


sich die Industrie noch viel stärker auf Technologien stützen, da Unternehmen


mehr als nur mit dem Metaversum experimentieren, sondern vollständig


digitalisierte Arbeitsabläufe in ihren Organisationen einführen oder in Tools


für bessere Nachverfolgbarkeit investieren wollen, um die Nachhaltigkeitsziele


zu erreichen. Die Entscheidungen von Führungskräften in der Modeindustrie über


die Priorisierung und Investitionen in diese Technologien könnten darüber


entscheiden, ob ihre Unternehmen zu den Vorreitern oder zu den Nachzüglern in


der Industrie gehören."



The State of Fashion: Technology ist die neueste Veröffentlichung einer Reihe


von Sonderpublikationen, die die jährlichen "State of Fashion"-Reports von The


Business of Fashion und McKinsey & Company ergänzen. Hier kann der Bericht


heruntergeladen werden. (https://www.mckinsey.com/industries/retail/our-insights


/state-of-fashion-technology-report-2022)



HINWEIS FÜR JOURNALISTEN



Zitate



Zitate aus " The State of Fashion: Technology " müssen auf "The Business of


Fashion and McKinsey & Company" verweisen.



ÜBER MCKINSEY & COMPANY



McKinsey ist eine weltweit tätige Unternehmensberatung, die Organisationen dabei


unterstützt, nachhaltiges, integratives Wachstum zu erzielen. Wir arbeiten mit


Klienten aus dem privaten, öffentlichen und sozialen Sektor zusammen, um


komplexe Probleme zu lösen und positive Veränderungen für alle Beteiligten zu


schaffen. Wir kombinieren mutige Strategien und transformative Technologien, um


Unternehmen dabei zu helfen, Innovationen nachhaltiger zu gestalten, dauerhafte


Leistungssteigerungen zu erzielen und Belegschaften aufzubauen, die für diese


und die nächste Generation erfolgreich sein werden. In Deutschland und


Österreich hat McKinsey Büros in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg,


Köln, München, Stuttgart und Wien. Weltweit arbeiten McKinsey Teams in mehr als


130 Städten und 65 Ländern. Gegründet wurde McKinsey 1926, das deutsche Büro


1964. Globaler Managing Partner ist seit Juli 2021 Bob Sternfels. Managing


Partner für Deutschland und Österreich ist seit März 2021 Fabian Billing.


Erfahren Sie mehr unter: https://www.mckinsey.de/uber-uns



ÜBER "THE BUSINESS OF FASHION"



"The Business of Fashion" ist ein Medienunternehmen der nächsten Generation, das


weltweit für seine zuverlässige, analytische Sichtweise auf die globale


Modeindustrie mit einem Gesamtwert von 2,5 Billionen USD bekannt ist. BoF


betreut Mitglieder aus mehr als 125 Ländern und kombiniert unabhängigen,


agendaprägenden Journalismus mit praktischer Geschäftsberatung,


Online-Schulungen, karrierefördernden Tools und immersiven Veranstaltungen und


Erlebnissen, um die globale Fashion-Community zu öffnen, zu informieren und zu


vernetzen. http://www.businessoffashion.com



Presseanfragen richten Sie bitte an:



Adriana Clemens, McKinsey & Company


mailto:Adriana_Clemens@mckinsey.com


Tel.: 0211 136 4503


Max Tobias, Camron PR für The Business of Fashion


mailto:Max.Tobias@camronpr.com



Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/14454/5213187


OTS: McKinsey & Company









 
 

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