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Kolumnist: Performaxx-Anlegerbrief

Uranio: Schweizer Uran-Unternehmen startet an deutschen Börsen




25.06.07 00:30
Performaxx-Anlegerbrief

Der Lockruf des boomenden Rohstoffs Uran hat auch vor deutschen Börsen nicht Halt gemacht: Seit Mittwoch ist hier zu Lande die Uranio AG (WKN A0M KD4) als erster Schweizer Uran-Titel mit Erstlisting notiert. Mit dem Börsengang war kein öffentliches Angebot verbunden, es handelte sich also um eine reine Notierungsaufnahme.


 


Exploration und Beteiligungen

 


Unter den im Explorationsgeschäft tätigen Unternehmen muss man Uranio in der Untergruppe der Blue Sky-Explorateure einordnen. So hält das in Basel beheimatete Unternehmen über ihre vollständige Tochtergesellschaft Uranio del Sur S.A. mehr als 20 Lizenzgebiete zum Abbau von Uran in Argentinien, insgesamt mehr als 170.000 Hektar. Der überwiegende Teil der Gebiete in den zentral-argentinischen Provinzen La Rioja und San Luis gehört zum Panganzo-Becken, wo neben den bereits entdeckten Uranvorkommen mit weiteren gerechnet wird. Neben dem Erwerb zusätzlicher Konzessionen, will die Gesellschaft  nach Identifizierung Uran abbauen und schließlich über Beteiligung an viel versprechenden Uran-Projekten weiter am Uran-Boom profitieren.


 


Exzellentes Management

 


Das wichtigste im Explorationsgeschäft ist die Erfahrung des Management-Teams. Uranio hat mit Prof. Dr. Colin I. Godwin und Prof. Dr. Bernard Nicolet zwei international renommierte Geologen und Bergbauingenieure an Bord. Godwin ist emeritierter Professor an der Fakultät für Earth & Ocean Sciences der Universität von British Columbia. Als Gründer der International Geosystems war er maßgeblich an der Entwicklung des computergestützten Systems GEOLOG beteiligt, das zum Aufspüren von Bodenschätzen dient. Nicolet, Geowissenschaftler und Berater u.a. der UNO, ist für Strategie und Expansion von Uranio zuständig. CEO ist der Schweizer Rechtsanwalt Peter Goeggel.


 


 


Uranpreis: Richtung vorgezeichnet!

 


Nun scheint es auf den ersten Blick relativ einfach, den weiteren Verlauf des Uranpreises zu prognostizieren, der sich in den letzten Jahren auf derzeit über 100 US-$ mehr als verzehnfacht hat. Fast 440 Kernkraftwerke sind aktuell auf der ganzen Welt in Betrieb, weitere 200 sollen in den nächsten 20 Jahren ans Netz gehen. Das ist eine historisch nie da gewesene Ausweitung des Bestands, der entsprechend viel Uran benötigt. Letzteres lässt sich aber nicht einfach herbeizaubern, da schon heute ein Angebotsdefizit besteht. Die Differenz wird aus der Demontage älterer Kernwaffen beigesteuert, aus so genannten „strategischen Beständen“. Nach dem Preisverfall bis Anfang dieses Jahrhunderts konnten nur noch die rentabelsten Minen ausgebeutet werden, während es heute möglich ist, auch die weniger hochkonzentrierten Erzvorkommen anzugehen. Die größten Förderländer, Kanada und Australien, sind sehr auf umweltfreundlichen Abbau bedacht, zeigten sich in letzter Zeit aber etwas genehmigungsfreundlicher in Bezug auf Konzessionen. Die Uran-Industrie ist logischerweise die weltweit am meisten regulierte Industrie.


 


Atomstrom spielt wieder eine Rolle

 


In den unterexplorierten Ländern Mittel- und Südamerikas sowie Asiens, eventuell auch Afrikas, werden weitere relevante Vorkommen vermutet. Viel Explorationsarbeit von externen Spezialisten ist hier noch vonnöten. Spezialisten für Uran gibt es jedoch auch nicht mehr wie Sand am Meer, nachdem die Branche in den 90ern praktisch tot war. Uran wurde keine Chance mehr eingeräumt, künftig eine Rolle bei der Energieversorgung zu spielen – ein folgenschwerer Irrtum, den man erst bemerkte, als plötzlich wieder Klimaschutzgründe auf den Plan traten. Ein weiterer Fakt ist, dass der Anteil des Rohstoffs Uran bei der Stromerzeugung fast vernachlässigbar ist: Auch wenn der Uranpreis noch höher steigt, macht das nur einen geringen Anteil der Gesamtkosten von Atomstrom aus. Bau-, Instandhaltungs- und Sicherheitskosten sind die ungleich größeren Posten im Etat eines Kernkraftwerkbetreibers, oder anders ausgedrückt: Wenn das Kraftwerk erst einmal läuft, dann läuft es. Auch kann ein Atomkraftwerk bei höheren Uranpreisen nicht einfach abgestellt werden. Einen anderen Verwendungszweck gibt es nicht, so dass das Werk bei Uranpreisen von 25, 50, 100 oder auch 200 US-$ betrieben werden kann und muss.


 


Gute Nachrichten vorprogrammiert?

 


Blue Sky-Exploration ist sicherlich der riskanteste Teil eines Investments in ein Rohstoffunternehmen. Ob sich auf oder unter dem Land Uran befindet, weiß heute noch niemand (Blue Sky = Blauer Himmel = „nichts weiter vorhanden als Land“). Bis dato besitzt Uranio Liegenschaften, hierbei hat man Konzessionen zur Exploration/zum Abbau von Uran. Noch ist unbekannt, ob Uranio diese benötigen wird. Jedoch liegt die Vermutung sehr nahe, dass dort, wo in der näheren Umgebung oder geologisch ähnlichen Struktur zuvor schon erfolgreich Vorkommen identifiziert worden waren, weitere vorhanden sein sollten. Die nächsten Schritte sind die üblichen Identifizierungsmethoden, wobei sich ein Blue Sky-Explorateur auf die viel versprechendsten Liegenschaften konzentrieren wird. Bevor es zu Bohrungen kommt, die viel Kapital verschlingen, werden günstigere Voruntersuchungen vorgenommen. Auf den Erfolg versprechendsten Liegenschaften kommt es dann später zu Bohrungen, zu deren Finanzierung sich die Schweizer zweifellos des Kapitalmarktes bedienen werden. Daher auch das Listing am vergangenen Mittwoch. Bis zur Einleitung von Kapitalmaßnahmen sollte guter Newsflow erwartet werden, denn ohne positive Ergebnisse wird kein Zugriff auf Kapital möglich und auch notwendig sein.


 


Fazit

 


Die Beteiligung an einer Blue Sky-Exploration gleicht einem Optionsschein auf den stetig steigenden Uranpreis. Selbstverständlich mit allen Vor- und Nachteilen (inklusive Totalverlust). Sollte jedoch nur eine (!) der 22 gegenwärtigen Liegenschaften tatsächlich nennenswerte Uranvorkommen beherbergen, entfaltet sich der Hebel nach oben. Risikoarme Anleger beobachten die Nachrichtenlage, spekulativere Anleger kaufen jetzt, bevor Testergebnisse vermeldet werden. Durch den anhaltenden Uran-Boom sowie den Bekanntheitsgrad des Managementteams, welches für die internationale Entwicklung des Aufspürsystems für Uranvorkommen verantwortlich zeichnet, könnte der Wert bereits im Vorfeld der Testergebnisse ein Selbstläufer werden.


 


Für die Inhalte ist die Redaktion des Performaxx-Anlegerbriefs verantwortlich. Der Performaxx-Anlegerbrief zählt mit einer Musterdepotperformance von über 771 % seit 1.1.2001 zu Deutschlands erfolgreichsten Börsenbriefen.


 


Weitere Informationen finden Sie unter


www.performaxx-anlegerbrief.de/neuanmeldung.php.  
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