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Kolumnist: Performaxx-Anlegerbrief

Trading-house.net: Ertragsexplosion noch nicht eingepreist




18.06.07 00:30
Performaxx-Anlegerbrief

Schon zwei Wochen nach der Aufnahme von Trading-house.net in das Langfristdepot des Performaxx-Anlegerbriefs, können sich unsere Leser über einen Kursgewinn von gut 10 % freuen. Sofern die Börse in nächster Zeit keine  schwerwiegende Korrektur durchläuft, dürfte dies aber erst der Anfang einer längeren Aufwärtsbewegung gewesen sein, denn auf dem aktuellen Niveau ist die Aktie des Berliner Unternehmens immer noch sehr günstig bewertet.


 


Spezialist für aktive Trader

 


Trading-house.net hat sich als Online-Broker auf Kunden mit hoher Handelsaktivität (aktive Trader) spezialisiert. Dieser Kundengruppe werden in Kooperation mit renommierten Banken professionelle Handelsplattformen zur Verfügung gestellt, über die zahlreiche Asset-Klassen wie Aktien, Derivate und Devisen gehandelt werden können. Ein Kernelement des Geschäftsmodells ist dabei der persönliche und individuelle Kundenservice, der über qualifizierte Mitarbeiter erbracht wird.


 


Als ergänzendes Angebot führt das Unternehmen mehrere vollautomatisierte Handelssysteme im Portfolio, die von erfolgreichen internationalen Tradingfirmen entwickelt wurden. Da sich die damit abgedeckten Strategien in der Vergangenheit als sehr lukrativ erwiesen haben, sieht das Unternehmen in der Bereitstellung dieser Tools ein wesentliches Abgrenzungsmerkmal gegenüber der Konkurrenz. Mittlerweile setzt etwa jeder dritte Trader die Systeme zumindest zeitweise ein. trading-house.net generiert daraus etwa 15 bis 20 % der Brokerage-Umsätze.


 


Für eine hohe Kundenbindung sorgt auch die firmeneigene Börsenakademie, in der regelmäßig Seminare und Workshops zu verschiedenen kapitalmarktrelevanten Fragestellungen durchführt werden. Bereits mehr als 9.000 Anleger haben an Veranstaltungen des Ablegers teilgenommen. Nach Unternehmensangaben wechseln nahezu 100 % der Teilnehmer kostenpflichtiger Seminare im Anschluss zu trading-house.net, während von den Besuchern der kostenlosen Road-Shows immer noch beachtliche 15 bis 20 % als Kunden gewonnen werden. 


 


Cross-Selling über Finanzportal und IPO-Geschäft

 


Um den Informationsbedarf der Kunden mit eigenen Lösungen zu bedienen und zudem die Erlöspotenziale aus verwandten Geschäftsfeldern zu nutzen, erfolgte im letzten Jahr der Einstieg in den Markt für Webportale. Als erstes Angebot wurde die Seite www.ad-hoc-news.de initiiert, über die auf eine breite Palette börsenrelevanter Nachrichten und Einschätzungen zurückgegriffen werden kann. Innerhalb von nur einem halben Jahr konnten hier die monatliche Besucherzahl (visits) von 20 Tsd. auf 350 Tsd. und die Seitenaufrufe (page impressions) auf rund 1,8 Mio. gesteigert werden.


 


Der vorerst letzte Schritt zur Komplettierung des Leistungsspektrums wird derzeit mit der Gründung der ipo finance AG vollzogen. Die neue Tochter wird als unabhängiges Investmenthaus für Börsengänge von kleinen und mittleren Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von 5 bis 50 Mio. Euro positioniert. Damit besetzt die Gesellschaft eine aussichtsreiche Nische zwischen nicht regulierten IPO-Consultern, die keine Aktien platzieren dürfen, und den Banken, die sich in der Regel auf größere Emissionen konzentrieren.


 


Geschäft brummt

 


Nachdem das Platzen der New-Economy-Blase und die nachfolgende Börsenrezession auch in den Geschäftszahlen von Trading-house.net tiefe Furchen hinterlassen hatte, befindet sich das Unternehmen in seiner jetzigen strategischen Ausrichtung wieder auf klarem Wachstumskurs. Schon im Januar konnte die Gesellschaft mit 174 Kunden (+228 Prozent zum Vorjahr) das Allzeithoch aus dem Jahr 2000 übertreffen. Auf Basis eines aktuell sehr hohen Nettozuwachses von 15 bis 20 Kunden pro Monat liegt die Kundenzahl derzeit sogar schon bei 231. Da zudem auch die Handelstätigkeit der einzelnen Trader deutlich zugenommen hat, konnte die Gesellschaft die Provisionserlöse im Brokerage kontinuierlich ausweiten. Wurden noch im 1. Halbjahr (endete 31.12.06) an jedem Handelstag rein rechnerisch etwa 2.500 Euro eingenommen, lag der Durchschnittserlös aus Handelsprovisionen im 3. Quartal bei rund 4.420 Euro.


 


Das Finanzportalgeschäft dürfte das Wachstum im Brokerage noch deutlich überflügeln. Obwohl das Portal erst im Frühjahr 2006 gestartet wurde, erreicht es nach den Daten des Webinformationsdienstes Alexa.com aktuell mehr als die Hälfte der Nutzer von wallstreet-online.de und hat den etablierten Anbieter Ariva.de zuletzt sogar überholt. Gemäß Alexa.com gehört www.ad-hoc-news.de nach aktuellen Zahlen sogar zu den 1.200 am meisten frequentierten Seiten in Deutschland. Durch das starke Wachstum der Nutzerzahl konnte im Februar die Vermarktung der Internetseite mit verschiednen Werbeformaten erfolgreich aufgenommen werden. Während damit im Februar Erlöse von 18.000 Euro erzielt wurden, summierten sich die Umsätze im Folgemonat bereits auf 33.000 Euro.


 


Verdoppelung realistisch

 


Mit Blick auf die zuletzt explosive Entwicklung rechnen wir für das laufende Geschäftsjahr (endet 30.06.07) mit einer Steigerung der Umsätze um über 250 % auf 1,2 Mio. Euro. Ertragsseitig dürfte die enorme Personalaufstockung – von 5 Mitarbeitern per Ende 04/05 auf aktuell 21 – noch zu einem negativen Jahresergebnis führen. Da aber schon auf Quartalsbasis in den ersten drei Monaten 2007 bei weiter starkem Umsatzwachstum (+357 %) der Turn-around geschafft und allein im April mit 50 Tsd. Euro eine satte Nettorendite von gut 30 % erzielt wurde, sollte im kommenden Geschäftsjahr 07/08 selbst unter sehr konservativen Annahmen ein Umsatz von 2,9 Mio. Euro und ein Gewinn von 400 Tsd. Euro bzw. 0,92 Euro je Aktie herausspringen, woraus sich ein – verglichen mit dem Ertragswachstum – moderates KGV von 14 errechet.


 


Die Pointe ist aber, dass Trading-house.net bei anhaltend dynamischer Geschäftsentwicklung schon im kommenden Jahr ganz andere Gewinndimensionen erreichen kann. Dafür sollte neben dem robusten Wachstum im Brokerage-Bereich insbesondere der Auf- und Ausbau der Portalvermarktung sorgen; noch gar nicht berücksichtigt sind zudem etwaige Erlöse aus der IPO-Platzierung. Unter der (durchaus plausiblen) Annahme etwa, dass das Unternehmen im kommenden Geschäftsjahr einen durchschnittlichen Monatsgewinn von 75 Tsd. Euro erzielen kann, ergäbe sich beispielsweise bereits ein Ergebnis je Aktie von 2,1 Euro. Damit würde das KGV 07/08 auf nur noch 6 schrumpfen – während das branchenübliche Gewinnmultiple für Online-Broker bei etwa 20 liegt. In einem realistischen Wachstumsszenario hätte die Trading-house-Aktie demnach das Potenzial zur Verdoppelung, wenn nicht zur Verdreifachung.


 


Fazit

 


Bei Trading-house.net ist auch nach dem zuletzt starken Kursanstieg die sich andeutende Ertragsexplosion noch nicht annähernd eingepreist. Sofern dem Unternehmen nicht eine schwere Baisse in die Quere kommt, sollten auf Jahressicht Kurse weit jenseits der 20 Euro realistisch sein. Bitte beachten Sie aber die Marktenge und Volatilität des Titels. Orders sollten daher nur streng limitiert erteilt werden.


 


Für die Inhalte ist die Redaktion des Performaxx-Anlegerbriefs verantwortlich. Der Performaxx-Anlegerbrief zählt mit einer Musterdepotperformance von über 786 % seit 1.1.2001 zu Deutschlands erfolgreichsten Börsenbriefen.


 


Weitere Informationen finden Sie unter www.performaxx-anlegerbrief.de/neuanmeldung.php.


 



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