mic AG: Ende der Leidenszeit ?

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eröffnet am: 20.03.14 20:14 von: Raymond_James Anzahl Beiträge: 4082
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20.03.14 20:14 #1 mic AG: Ende der Leidenszeit ?
mic AG heute +9,17% in Frankfurt - die aktie hat die 3 € zurückerobert und einen dreifachboden herausgebildet, der sicherheit geben dürfte; käme es zu einem lukrativen exit, bekäme der kurs flügel !
 

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31.07.23 13:25 #4058 Q2 Zahlen
finde ich leider auf der Website nicht ? Hat die jemand ?  
31.07.23 18:29 #4059 Was von Kursprognosen zu halten ist
Am 11.8.2021 – also vor fast 2 Jahren - hatte SMC Research für die Aktie der Mic AG (da war die Umbenennung in Pyramid AG  noch nicht erfolgt) ein Kursziel von 6,00 € prognostiziert. Das war der Höchststand in den Prognosen. In die Prognose einbezogen war die für das 4. Quartal 2021 geplante Übernahme der faytech AG.

Alster Research benannte am 3.1.2022 in der Spitze ein Kursziel von 5,90 €.

In der Zwischenzeit haben alle Analysten ihre euphorischen Kursziele kontinuierlich reduziert –  SMC Research von vormals 4,80 € auf 4,20 € am 14.4.2023. Auf die kürzlich erfolgte Umsatzanpassung der Pyramid AG für das GJ 2023 hat SMC Research noch nicht reagiert.

Und Alster Research von 4,30 €  am 14.4.2023 auf nur noch 3,00 € am 27.7.2023 nach Bekanntwerden der Umsatzanpassung der AG. Gegenüber der Prognose vom Jan. 2022 ist das ein Abschlag von fast 50 Prozent.

Zum aktuellen Kursniveau der Aktie (1,565 € auf Tradegate um 17:27 Uhr) ist der Abschlag noch sehr viel größer: nämlich rund 73 Prozent. Womit wir einmal mehr in der Realität angekommen sind. Wie man sieht, können Anspruch und Wirklichkeit sehr weit auseinanderliegen.  
Was ich damit sagen will: Es ist als Orientierung gut und hilfreich, dass es die Analysen, Bewertungen und Expertisen von SMC Research und Anderen gibt. Man ist jedoch gut beraten, immer ganz genau lesen, was da berichtet und begründet wird und an welche Voraussetzungen die Kursprognosen geknüpft sind. Auch erweist es sich stets als hilfreich, darauf achten, was „zwischen den Zeilen“ so alles geschrieben steht. Was man sich also nicht direkt zu Ungunsten des Unternehmens in Worte zu fassen traut, sondern nur verklausuliert, damit die unguten oder weniger guten Nachrichten nicht so auffallen.  
Denn eines ist klar: Die Analystenhäuser sind  ja ständig in einer Zwickmühle, was seriöse Bewertungen und Empfehlungen anbelangt. Insbesondere natürlich dann, wenn sie für ihre Expertisen vom Unternehmen, das sie analysieren und bewerten, bezahlt werden. Frei nach dem Sprichwort: „Wes Brot ich ess, des Lied ich sing“.
 

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02.08.23 10:33 #4060 Kurszielanpassung auch durch SMC Research
Wie erwartet, reduziert heute auch SMC Research nach den von der Pyramid AG für das GJ 2023 korrigierten Zahlen das prognostizierte Kursziel. Und zwar von zuletzt 4,20 € auf jetzt 3,50 €. Die Empfehlung wird ebenfalls abgeschwächt – von „Buy“ auf „Speculative Buy“, weil eine erhöhte Prognose-Unsicherheit bestehe.  
Das ist immer noch sehr ambitioniert, müsste der aktuelle Kurs (1,52 € um 10:29 Uhr auf Tradegate) doch um satte 130 Prozent steigen, um das neue Kursziel zu erreichen. Wie üblich, wird offengelassen, in welchem Zeitrahmen das Kursziel als erreichbar gesehen wird. Ein Hellseher ist Holger Steffen halt auch nicht.    

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16.08.23 18:36 #4061 Kursflaute hält an
Um das von SMC Research neu ausgerufene „angepasste“ Kursziel von 3,50 € zu erreichen, müsste der Aktienkurs vom aktuellen Niveau bei ca. 1,515 € (Taxkurs Stuttgart von 16:04 Uhr)  um satte 131 % zulegen – sich also weit mehr als verdoppeln !
Zugegeben: Ausgeschlossen oder undenkbar ist das nicht. Man hat ja gesehen, in welch kurzer Zeit es möglich war, dass der Kurs der marktengen Aktie von ca.1,65 € Mitte März 2023 auf ca. 2,57 € Mitte Mai 2023 gestiegen ist. Und das, obwohl es – soweit mir das bekannt ist - keinerlei Unternehmens-nachrichten gab, die das gerechtfertigt hätten. Letztere kamen wenig später dann doch. Aber sie waren schlecht und ließen den Kurs in relativ kurzer Zeit wieder auf ein Niveau zwischen 1,50 € und 1,60 € zurückgefallen. Das unterstreicht einmal mehr, wie schwankungsintensiv  (volatil) der Titel ist. Nichts für schwache Nerven. Stabilität sieht anders aus.
Natürlich ist es verlockend, erneut – wie schon das letzte Mal - auf einen zwischenzeitlichen nachrichtenlosen Hype zu setzen und jetzt einzusteigen oder zu verbilligen. Das wäre m.E. in der gegenwärtigen unsicheren Lage aber nichts anderes als vogelwilde Zockerei.
Gleichwohl stellen sich natürlich auch die Anleger, die mit Zockerei nichts am Hut haben, die Frage, wie realistisch es wohl ist, dass der Kurs bis in absehbarer Zeit – sagen wir in einem Jahr – dauerhaft auf das prognostizierte Niveau von mindestens  3,50 € gestiegen sein wird ?
Die Antwort liegt auf der Hand: Das wird wohl ganz entscheidend davon abhängen, ob und bis wann einige der Großkunden ihre Zurückhaltung bei der Auftragsvergabe aufgeben bzw. ob und bis wann es dem Management planmäßig gelingt, die Neukundengewinnung zu forcieren. Hier muss Vorstand Peter Trosien noch unter Beweis stellen, ob er als verantwortlich Handelnder für das operative Geschäft der Pyramid Gruppe wirklich besser und kompetenter ist als der vor einem Jahr in die Wüste geschickte Josef Schneider.  
Sehr bedenklich scheint mir zu sein, dass es Vorstand Trosien offenbar bisher nicht gelungen ist, ausgerechnet im Riesenreich China, wo ein Großteil der Produkte bzw. Produktkomponenten hergestellt wird, auch für die eigenen Produktpalette ausreichend Abnehmer zu finden, worauf man ja große Hoffnung gesetzt hatte. Die Kauf- bzw. Auftragszurückhaltung scheint also international zu sein. Oder es gibt dafür andere, mir nicht bekannte Gründe.  

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22.08.23 15:18 #4062 2023 ist ein Übergangsjahr
kommentierte gestern Johannes Stoffels von 4investors die Situation bei der Pyramid AG. Eine nette Umschreibung eines Dilemmas, das aus nicht erfüllten bzw. nicht erfüllbaren Erwartungen und Prognosen resultiert. Kann es sein, dass das Management zu hoch gepokert hat ? Und niemand weiß, ob und wieviele sogen. Übergangsjahre noch folgen werden.
Jedoch bedarf es wohl dringend einiger Erfolgsmeldungen, um die verbliebenen Anleger weiter bei der Stange zu halten und/oder neue zu gewinnen.  

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07.09.23 11:12 #4064 Erneute Kurskorrektur
und zwar laut der heutiger Meldung von SMC Research von zuvor 3,50 € am 2.8.2023 auf jetzt nur noch 2,80 €.
Die Reduzierung der Kursprognosen in immer kürzeren Zeitabständen verheißt nichts Gutes  - und gibt gleichzeitig Aufschluss über die tatsächliche fundamentale Lage im operativen Bereich der Pyramid AG, wie sie von Analysten zukünftig eingeschätzt werden.

https://www.finanznachrichten.de/...pfad-in-2024-gut-moeglich-500.htm  

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09.09.23 10:55 #4065 Welche Entwicklungen
werfen hier Ihre Schatten voraus?
Wenn selbst die bezahlten Steigbügelhalter Ihre Kursfantasie freiwillig um 20% kürzen.
Gibt es da etwa bald eine weitere Reduzierung der Jahresprognose?

Bin froh nur ein paar Aktien gekauft zu haben. An ein Aufstocken denke ich bei der
Geschäftsentwicklung nicht.
 
12.09.23 16:03 #4066 Boden scheint gefunden
Im kurzfristigen Chart (Tradegate) bewegt sich der Kurs seit 1 ½ Monaten um die 1,50 €. D.h. auf diesem Niveau halten sich Verkäufe und Käufe die Waage – sofern überhaupt Umsätze zu verzeichnen sind. Kurzum: sowohl die noch investierten als auch die potentiellen Anleger warten auf bessere Zeiten. Doch die kommen - möglicherweise – erst ab nächstem Jahr.  

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23.09.23 12:52 #4067 Weiterhin Tristesse
Der Aktienkurs dümpelt – bei zumeist fehlenden Umsätzen an allen Börsenplätzen - weiter um die 1,50 €. Die meisten Kurse sind anscheinend von den Maklern mangels Umsätzen nur taxiert. Welcher Maßstab dabei angelegt wird, weiß ich nicht.
Der Meister des Public Relations – Andreas Empl – (das ist durchaus sarkastisch gemeint) hält sich mit Unternehmensnachrichten vornehm zurück: er schweigt beharrlich. Es gibt derzeit offenbar einfach nichts Bedeutsames zu berichten.    

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28.09.23 11:45 #4068 Lock-up-Frist läuft in 4 Monaten aus
Zu den Unwägbarkeiten im in- und ausländischen Marktumfeld kommt eine weitere Unsicherheit hinzu. Nämlich, dass für 6.704.464 im Besitz der PVB Beteiligungs-GmbH & Co. KG befindlichen Aktien der Pyramid AG  am 28.1.2024 der Aktien-Lock-up ausläuft.

Für weitere 1.516.433 ebenfalls im Besitz der PVB befindlichen bzw. befindlich gewesenen Aktien der Pyramid AG , die nicht dem Lock-up unterfallen, besteht die Beschränkung, dass sie bis zum 28.1.2024 nur mittels professioneller Partner „umplatziert“ werden dürfen. Ob das bereits geschehen ist bzw. was unter „Umplazieren“ zu verstehen ist, konnte ich noch nicht recherchieren. Ich gehe b.a.w. mal davon aus, dass diese Anteile noch von der PVB gehalten werden. Jedenfalls würden nach Ablauf des 28.1.2024  auch diese Anteile keiner Lock-up-Beschränkung mehr unterfallen.

Der Sprecher der Unternehmensgruppe – Vorstand Andreas Empl – hat sich in dieser Angelegenheit bislang nicht geäußert.

Die ursprünglich 2-jährige Lock-up-Frist für sämtliche 8.220.897 Aktien im Besitz der PVB (das sind laut WebSite  39 % der insgesamt ausgegebenen Aktien) wäre Ende Mai 2023 ausgelaufen.
Jedoch war am 3.11.2022 eine Verlängerung bis zum 28.1.2024 vereinbart worden – also 7 Monate vor Ablauf der ursprünglichen Frist.  
Nimmt man diese 7 Monate als Maßstab, so wäre es also längst an der Zeit, dass das Management erneut für Klarheit sorgt, ob der Großaktionär dem Management auch über den 28.1.2024 hinaus das Vertrauen weiter ausspricht und die Lock-up-Frist erneut verlängert.
Sollte die PVB dies nicht tun, wäre das ein klares Indiz, dass man sich nach Ablauf der Sperrfrist die Option offen halten will, sich vorbehaltslos und ggf. auch kurzfristig von den Anteilen ganz oder teilweise trennen zu können. Das muss aber nicht zwangsläufig zum Nachteil der Unternehmens-gruppe sein.
 

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05.10.23 10:14 #4069 Verlängerung wäre folgerichtig
Eigentlich rechne ich fest mit einer Verlängerung der Lock-up-Frist durch die PVB – und zwar bis mindestens Ende 2024. Denn gerade in 2024 erwarten ja sowohl das Management als auch die Analysten ein dynamisches Wachstum bei den Aufträgen der beiden großen Tochterunternehmen.
Das wäre dann die Umsetzung des Plan A, der mit reichlicher Verzögerung greift, an dem die PVB durch höhere Aktienkurse dann doch noch partipizieren könnte, um zumindest auf ihren Einstandspreis zu kommen.
Verkäufe durch die PVB unter 3,00 € pro Aktie, was dem ehemaligen Ausgabepreis entspricht, wären hingegen mit mehr oder weniger großen Verlusten verbunden.

Der mit dem erwarteten Wachstum bewirkte Umsatzschub und das dann viel bessere EBITDA würden den Aktienkurs sicherlich beflügeln und endlich auf mindestens das Niveau hieven, das die Analysten zuletzt prognostiziert haben (SMC Research = 2,80 € bzw. Alster Research = 3,00 €).  

Ob sich die optimistischen Erwartungen von Management und Analysten für 2024 erfüllen, steht allerdings wie immer in den Sternen. Absichtsbekundungen und Prognosen gab es schon viele, die durch die Realität immer wieder ins Abseits gestellt wurden.
Wie schon öfters angemerkt: Es gilt das Prinzip  H o f f n u n g  – und das Zauberwort heißt nach wie vor  G e d u l d.

By the Way: Vorstand Andreas Empl hatte ja mal angedeutet, dass er für alle Fälle dann noch einen Plan B, Plan C und Plan D in der Hinterhand hat. Über diese „Wundertüten“ wurde ja bisher noch gar nix kommuniziert. Wir sind gespannt, ob und wann Herr Empl diese „Raketen“ noch zündet !  

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13.10.23 12:16 #4070 Sollte die Lock-up-Frist
wider Erwarten doch nicht verlängert werden, wäre das – wie schon angesprochen - , ein klares Indiz, dass sich die PVB Beteiligungs-GmbH & Co. KG die Option eröffnen will, sich von ihren insgesamt 8.220.897 Anteilen an der Pyramid AG nach Ablauf des 28.1.2024 ganz oder teilweise zu trennen.
Vorausgesetzt, es findet sich ein neuer „Ankerinvestor“. Denn in Anbetracht der großen Menge an Aktien müsste es ja wieder ein Großinvestor sein - ggf. auch 2 oder 3 davon.
Für die Pyramid AG könnte das perspektivisch durchaus Vorteile bringen, denn damit wäre ja vermutlich eine längere, weil Lock-up-unabhängige, Planungssicherheit verbunden (mögliche Schlagzeile: neuer Großinvestor stärkt mittel- und langfristige Perspektiven der Unternehmens-gruppe).
Vielleicht ist ein solcher Großinvestor ja bereits gefunden (z.B. in China ??) - und man hält eine offizielle Info darüber noch unter Verschluss.
Natürlich ist das alles nur reine Spekulation. Die sich aber sofort in Luft auflöst und den Fakten Platz macht, würde sich Vorstandssprecher Andreas Empl veranlasst sehen, sich zu der Thematik alsbald mal zu äußern.
 

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07.11.23 11:55 #4071 Pipeline für neue Aufträge so groß wie noch.
was dem Unternehmen im nächsten Jahr einen Schub geben könnte - analysiert SMC Research in ihrer heutigen Expertise zur Pyramid AG, belässt das Kursziel jedoch bei bescheidenen 2,80 €.  
Eine große Pipeline garantiert große Durchflussmengen. Aber sie ist halt noch kein Garant dafür, dass da auch mal entsprechend große Mengen an Aufträgen durchfließen werden – um es bildhaft auszudrücken.    
Holger Steffen versucht ja wirklich das Maximale, um seinen Auftraggeber in möglichst gutem Licht erscheinen zu lassen, ist aber mit seiner Formulierung „könnte“ weiter sehr vorsichtig und zurückhaltend in seinen Prognosen. Gut so ! Die euphorischen Zeiten, was das Kursziel und die Unternehmensbewertung  anbelangt, sind anscheinend passe´ und haben endlich der nüchternen Realität Platz gemacht.  
By the Way: In Sachen Aktien Lock up scheint noch immer keine Entscheidung gefallen zu sein, ob die Frist von der PVB Beteiligungs-GmbH & Co. KG doch noch mal verlängert wird oder nicht. Wie lange wohl wird sich damit noch Zeit gelassen ?
 

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28.11.23 16:35 #4072 Lock-Up-Frist läuft in 2 Monaten aus
und immer noch keine Information vom Unternehmenssprecher Andreas Empl, ob der Mehrheitsaktionär – die PVB Beteiligungs-GmbH & Co. KG – gewillt ist, die Frist erneut zu verlängern und der Pyramid AG weiterhin ihr Vertrauen auszusprechen.

Es wird allmählich höchste Zeit, hier Klarheit zu schaffen.  

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12.12.23 17:58 #4073 Status Quo
Ein zuverlässiger Indikator, wie es um ein Unternehmen operativ und überhaupt steht, ist stets der Aktienkurs („The market is always right“). Und der hat sich im 3-Jahreschart (hier auf Xetra) seit dem Höchststand Anfang Juni 2021 bei ca. 3,40 Euro nicht in die in der Folge prognostizierten Höhen von 5,90 Euro bzw. 6,00 Euro bewegt, sondern leider in die entgegengesetzte Richtung bis auf aktuell um die 1,40 Euro – Tendenz weiter fallend.
Darüber enttäuscht oder verwundern sein werden jedoch nur Diejenigen, die sich von den über längere Zeit viel zu optimistischen Expertisen und Kursprognosen der Analysten haben blenden lassen und vielleicht geglaubt haben, das Geschäftsmodell der Pyramid AG sei ein „Selbstläufer.“ Es hat sich gezeigt, dass dem nicht so ist - im Gegenteil.
Man muss wohl kein großer Prophet oder Analyst sein, um selber drauf zu kommen: Es wird harter Arbeit und weiterer großer Anstrengungen bedürfen, um die gesteckten Ziele auch nur annähernd zu erreichen.  Demzufolge haben die Analysten ihre früheren Kursprognosen inzwischen halbiert. Und liegen damit trotzdem noch um das Doppelte – also 100 % - über dem aktuellen Kurs.
 

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20.12.23 16:36 #4074 Window Dressing
nennt man das wohl, was die Kursbewegungen heute und in den vergangenen Tagen bewirkt hat (Bilanzkosmetik, Silvesterputz).
Man verkauft zum Jahresende die Aktien, die schlecht oder nicht so gut gelaufen sind. Weil man jedoch gewisse Potentiale sieht, was die  künftige Performance anbelangt, kauft man sie auf niedrigerem Kursniveau umgehend zurück.
Letzteres ist für die Aktie der Pyramid AG prinzipiell kein schlechtes Zeichen, möchte man meinen.

 

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28.12.23 17:36 #4075 Lock-Up-Frist läuft in einem Monat aus
Andreas Empl, Vorstand der Pyramid AG, kommentierte am 4.11.2022 die Verlängerung der Lock-Up-Frist bis zum 28.1.2024 wie folgt: „Wir freuen uns über das weitere Engagement und das starke Commitment unseres Großaktionärs PVB und sehen uns durch die neue Lock-up-Vereinbarung gestärkt. Es ist ein deutliches Signal unseres Großaktionärs, den weiteren Wachstumskurs der neu aufgestellten Pyramid AG strategisch zu unterstützen....“
Leider ist das Schnee von gestern. Fakt ist, dass in einem Monat die verlängerte Lock-Up-Frist abgelaufen ist, ohne dass eine erneute Verlängerung der Frist kommuniziert wurde. Ich bin wirklich sehr gespannt, ob sich da „auf den letzten Drücker“ doch noch was tut.  

Sollte die PVB die Frist nicht verlängern, kann das im Umkehrschluss als Gegenteil von dem interpretiert werden, was A. Empl am 4.11.2022 noch positiv kommentiert hatte. Nämlich dass die PVB  den Wachstumskurs der Pyramid AG strategisch nicht weiter unterstützt, was natürlich einer Schwächung der AG gleichkommen würde.
Für Außenstehende ist indessen schwer bzw. gar nicht zu durchschauen, worin das Kalkül der beiden Inhaber der PVB – Frieder Hansen und Niko Hensler – künftig liegt. Verkaufen sie ihre Anteile nach dem 28.1.2024 ganz oder teilweise an einen neuen Großinvestor ? Oder nutzen sie sukzessive evtl. Kurserholungen in 2024, um ihre Anteile abzustoßen ? Letzteres wäre für den Aktienkurs natürlich fatal.  

 

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02.01.24 13:41 #4076 Nicht im SCALE 30
Die Pyramid AG gehört nicht zu den 30 Gesellschaften, die im  Börsensegment „SCALE 30“ gelistet sind. Obwohl sie gemessen an ihrer Marktkapitalisierung (z. Zt. 26,2 Mio. €) eigentlich dazu gehört.
Denn es gibt derzeit 4 AG´s, die kapitalschwächer sind (Noratis mit 25 Mio €, Veganz Group mit  23 Mio. €, Helma Eigenheimbau mit 17 Mio. €, Advanced Blockcain mit 16 Mio.€).
Wenn es zunächst mal gelänge, den Kurs auf einem höheren Niveau zu stabilisieren (z.B. 1,80 € oder besser noch 2,00 €), bestünde für die Pyramid AG wegen der dann viel besseren Marktkapitalisierung die realistische Chance, sich dauerhaft einen Platz im SCALE 30 zu sichern. Immerhin wäre die Unternehmensgruppe dann „sichtbarer“, was für die Handelbarkeit ihrer Aktie ja nicht ganz unwichtig ist. Wenn operativ dann noch die Zahlen stimmen, wäre der Weg nach oben endlich frei – möchte man meinen.

https://www.boerse.de/marktkapitalisierung/...EUR-Aktien/DE000A2J0PW5  

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03.01.24 11:45 #4077 Vergleich SCALE 30 mit DAX 40
Darunter hatte und hat zweifellos auch die Aktie der Pyramid AG zu leiden: Im Gegensatz zum Leitindex DAX 40, der letztes Jahr um 20 % zulegte und am 14.12.23 ein neues Allzeithoch bei 17.000 € verbuchte, hat sich der SCALE 30, der im Spätsommer 2021 seinen bisherigen Höchststand bei ca. 1.707 € hatte, im Kurs halbiert und ist im Begriff, neue Tiefststände auszuloten (Kursniveau derzeit bei ca. 863 €).
Über die Hintergründe für diese eklatante Diskrepanz in der Performance zwischen DAX 40 und SCALE 30 kann trefflich spekuliert werden. Es ist offenbar so, dass der Anleger in unsicheren Zeiten eher in große, etablierte Börsenwerte investiert. Weil er darin die viel geringeren Risiken sieht als bei einer Wachstumsfinanzierung in kleine und mittlere Unternehmen, wie sie im Marktsegment SCALE angesiedelt sind, und wo ungewiss ist, wann und wie dauerhaft Gewinne geschrieben werden.
Eine der Börsenweisheiten besagt immerhin, dass es i.d.R. nicht lange dauert, bis die nachgeordneten Börsensegmente dem Leitindex DAX 40 nacheifern, was ihre Performance angeht. Ob das auch auf den SCALE 30 zutrifft, kann auf Grund der negativen Kursentwicklung bezweifelt werden, bleibt aber natürlich abzuwarten. Und damit wären wir wieder beim oft zitierten Zauberwort.
 

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23.01.24 13:57 #4078 An den eigenen Ansprüchen gescheitert ?
So stellt sich mittlerweile die Gretchenfrage, wenn es um die Ziele der Unternehmensgruppe Pyramid AG und deren Umsetzung geht und darum, wie weit man damit seit der Restrukturierung gekommen ist - oder eben nicht.
Vorstandssprecher Andreas Empl sprach anlässlich der Veröffentlichung am 30.8.2023 der vorläufigen Konzernzahlen für das 1. HJ 2023 ja selbst von „ambitionierten“  Expansions-zielen, die man realisieren will. Womit er die Chance, diese Ziele zu erreichen, deutlich relativierte.
Bei der Veröffentlichung der konkreten Halbjahreszahlen am 30.10.2023 sprach er dann davon abweichend nicht mehr von „ambitionierten“ sondern von „ehrgeizigen“ Expansionszielen. Begrifflich kommt das fast aufs Gleiche raus.

Ich hab´ beide Begriffe mal gegoogelt. Bezogen auf ein Projekt oder Vorhaben bedeutet „ambitioniert“: anspruchsvoll, herausfordernd, hoch gegriffen, schwierig, vielleicht nicht machbar. Damit ist über die Risiken im Prinzip alles gesagt.
Der Begriff „ehrgeizig“ kann synonym (sinnverwandt) für ambitioniert, aufstrebend, erfolgshungrig, karrierebewusst, strebsam oder zielstrebig verwendet werden.

Die Äußerung von A. Empl am 30.8.2023 hatte SMC Research-Analyst Holger Steffen in seiner Expertise vom 7.9.2023 dann auch prompt zum Anlass genommen, sich sehr vorsichtig und zurückhaltend auszudrücken, indem er schrieb, er sehe „gute Chancen für eine Rückkehr auf einen dynamischen Expansionskurs  in 2024“. Und gleichzeitig aber das Kursziel auf bescheidene 2,80 Euro weiter reduzierte.
Nicht optimistischer auch Steffens letztes Update vom 7.11.2023  seiner Expertise vom 7.9.2023, in dem er das Kursziel von 2,80 Euro bestätigte. Große Zuversicht sieht wohl anders aus, möchte man da anmerken. Andererseits muss man sehen, dass es – ausgehend vom gegenwärtigen Kursniveau
(1,31 Euro auf Tradegate) - ja einer gewaltigen Steigerung von fast 114 Prozent bedarf, um auch nur das reduzierte Kursziel zu erreichen. So gesehen wäre das, sollte es gelingen, dann schon als großer Erfolg zu werten.  

 

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30.01.24 11:09 #4079 Lock-Up-Frist vorgestern endgültig abgelaufen
Halten wir fest: Die PVB musste bis vorgestern ihr Paket von 39 % der Aktien der Pyramid AG halten, weil diese zu einem Großteil direkt und zu einem kleineren Teil indirekt (Umplazierungen waren möglich) dem Lock-Up unterstanden (ich hatte dazu Info´s gepostet). Dieses freiwillig eingegangene, verlängerte Verkaufsverbot ist seit vorgestern für sämtliche Anteile - das sind 8.220.897 Aktien – aufgehoben. Dies birgt zusätzliche Risiken für den Aktienkurs.

Wäre die Sperrfrist vom Großaktionär PVB Beteiligungs-GmbH &. Co. KG erneut verlängert worden, wäre dies von Vorstandssprecher Andreas Empl wie beim letzten Mal längst werbewirksam kommuniziert worden. Doch es gab diesmal kein (Achtung Wortspiel) Sterbenswörtchen dazu. Schlechte Nachrichten lassen sich halt schlecht verkaufen.
Ob es nachträglich doch noch zu einer erneuten Verlängerung kommt, ist unwahrscheinlich. Denn das Für und Wider ist von den Beteiligten mit Sicherheit schon zuvor ausgiebig und kontrovers abgewogen worden.

Dass das Management der PVB an einer erneuten Verlängerung der Lock-Up-Frist offenbar kein Interesse hat, kann als Signal gedeutet werden, dass es zukünftig nicht mehr bereit ist, bedingungslos die Pyramid AG strategisch als Ankeraktionär zu unterstützen. Und dies wiederum kann man als Zweifel an der Kompetenz und den Fähigkeiten des Managements der AG interpretieren. Muss man nicht – kann man aber, zumal die Hintergründe bisher nicht bekannt bzw. offengelegt wurden. Kann mir gut vorstellen, dass da hinter den Kulissen auf den Führungsetagen verbal schon die Fetzen geflogen sind. Der desaströse Aktienkurs wird dabei dann wohl auch eine Rolle gespielt haben.

Es liegt nahe, dass wegen dieser zusätzlich unsicheren Lage damit gerechnet werden muss, dass der Aktienkurs weiter Schaden nimmt, weil sowohl der Großaktionär PVB als auch vermehrt andere Anleger die Faxen dicke haben könnten und  „von der Fahne gehen“.
Als eine der Hauptaufgaben von Vorstandssprecher A. Empl kann man nun sehen, dieser Gefahr konsequent entgegenzuwirken und sich im Zuge einer guten Public Relations zeitnah dazu äußert, warum die PVB die Sperrfrist nicht erneut verlängern will bzw. wie sich die Pyramid-Gruppe künftig strategisch ausrichten will und wird.
Nur Stillschweigen und Aussitzen wäre jedenfalls ein schlechtes Handling !

 

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05.02.24 09:48 #4080 Erweist sich China als Problem ?
Bekanntermaßen lassen die Unternehmenstöchter Pyramid Computer GmbH und faytech AG ihre Erzeugnisse bzw. wesentliche Komponenten dazu primär an Produktionsstätten fertigen, die sich in der autokratisch regierten Volksrepublik China befinden.
Der Strong-buy-Aktivist vom benachbarten Thread hatte dazu kürzlich ja auch einen anschaulichen Link ins Netz gestellt.
Wegen dieser Chinalastigkeit und des damit zusammenhängenden niedrigen Lohnniveaus mögen die Produktions- bzw. Herstellungskosten zwar niedrig sein. Es ist jedoch sehr fraglich, ob dieser Wettbewerbsvorteil nicht durch den strategischen Nachteil mehr als aufgewogen wird, dass man infolge politischer Abhängigkeiten und Unsicherheiten sowie anderer globaler Mißstände (Stichwort Blockierung und Behinderung von Schifffahrtswegen) dem ständigen Risiko von Lieferketten-problemen und/oder Verteuerungen ausgesetzt ist.
Dass es diese Probleme spartenübergreifend - also allgemein - schon seit Längerem gab und gibt, wird niemand ernsthaft bestreiten. Klickt man mal auf der amazon faytech-WebSite die Angebots- und Produktpalette durch, fallen 2 Dinge auf: Viele Produkte sind „momentan nicht verfügbar“.  Und was verfügbar ist, hat – vorsichtig ausgedrückt - sehr stolze Preise (siehe z.B. die Touch Screen Monitore aller Art).  
Verfügbarkeitsprobleme sind logischerweise stets Umsatzkiller, denn die Kunden – Klein- wie Großkunden - legen großen Wert auf Zuverlässigkeit und Berechenbarkeit. Und da liegt wohl der Hase im Pfeffer. Oder anders gesagt die Pekingente in der Grütze.

https://www.amazon.com/stores/faytech/faytech/...37-A6F3-01AF0326D387
 

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06.02.24 11:53 #4081 Sind denn die Erwartungen für 2024 erfüllbar.
Vermutlich sind ja gerade die globalen Lieferkettenprobleme der Grund dafür, dass einige der Großkunden der Pyramid AG mit Folgeaufträgen zögerlich und zurückhaltend sind und es außerdem mit der Akquise von Neukunden anscheinend auch nicht wesentlich voran geht, sonst hätte man die Umsatzprognosen für das Geschäftsjahr 2023 nicht Ende Juli 2023 derart drastisch kappen müssen.

Das kann aber nur   e i n  Teil der Wahrheit sein. Denn Lieferkettenprobleme kann es ja landesintern in China für dort hergestellte Produkte bzw. Produktkomponenten kaum geben. So dass eigentlich im Zuge der avisierten Produktoffensive der faytech AG  insbes. die Akquise von Neukunden in China schon längst den Umsatzzuwachs hätte bringen müssen, den sich das Management vorgestellt hat. Das ist aber offenbar nicht der Fall, sonst wäre das firmenseitig schon kommuniziert worden. Wenn es aber selbst in China sehr schwierig zu sein scheint, die eigenen Produkte zu verkaufen, - wo ist dann der Haken ? Liegt es vielleicht an den Produktpreisen ?  

By the Way: Was soll sich denn bitteschön an den Verhältnissen in 2024 ändern ?
Die politischen und sonstigen Unwägbarkeiten bestehen ja weiterhin und könnten sich ungünstigen-falls noch verschlechtern.  
Man muss jetzt den Teufel nicht an die Wand malen. Aber wenn  d a s  gute Voraussetzungen sind, um dem als Übergangsjahr titulierten, bescheidenen Geschäftsjahr 2023 ein besonders umsatzstarkes Geschäftsjahr 2024 folgen zu lassen, freß ich einen Besen.  
Anscheinend setzt man in Führungsetage der Pyramid AG vieles oder gar alles auf das Prinzip Hoffnung. Diese Hoffnung ist in Anbetracht der Umstände jedoch sehr trügerisch.
 

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19.02.24 13:55 #4082 Was plant die PVB mit ihren Anteilen ?
Es blieb mangels entspr. Info´s bislang völlig offen, was die Inhaber des Ankerinvestors - PVB Beteiligungs-GmbH &. Co. KG - nach der abgelaufenen Lock-Up-Frist mit ihren Aktien im Sinn haben. Will man sie halten - oder aber an einen anderen Großinvestor verkaufen ?

Der Zeitpunkt für Letzteres scheint allerdings auf Grund des aktuellen Aktienkurses äußerst ungünstig zu sein. Denn ein möglicher Interessent würde wahrscheinlich die derzeitige Kursschwäche als Verhandlungsmasse ausnützen wollen. Ob die Firmeninhaber Frieder Hansen und Niko Hensler ihre Anteile aber signifikant unter ihrem Einstandskurs von 3,00 Euro pro Aktie (entspricht dem Ausgabepreis) abgeben würden, ist eher unwahr-scheinlich. Aber wer weiß – vielleicht ja doch.
Darauf deuten jedenfalls seit dem 6.2.2024 vermehrt Umsätze insbes. auf Tradegate in höheren Stückzahlen als zuvor hin  – bei  zumeist fallenden Kursen. Möglicherweise stoßen da Hansen und Hensler eine gewisse Menge ihrer Anteile bereits ab. Genug davon haben sie ja. Wegen der Marktenge der Aktie drücken diese Verkäufe den Kurs jedoch sofort weiter in den Keller.  
Vermutlich wird man auch deshalb die alternative Option favorisieren, den Großteil der Anteile zu halten und auf eine Erholung des Aktienkurses zu setzen, um die Aktien dann später situativ zu einem viel besseren Kurs zu veräußern – vorzugsweise im Paket an einen – bisher nicht bekannten - anderen Großinvestor.

Die Krux bei allen Optionen ist halt, dass man realistischerweise eine nennenswerte Erholung des Aktienkurses nur dann sehen wird, wenn nachzuweisen ist, dass die Pyramid-Gruppe operativ die für 2024 erwarteten bzw. ausgerufenen Ziele verwirklicht. Und das gewährleistet man am besten dadurch, dass man sukzessive – also Zug um Zug - fundamental unterlegte good news liefert. Gute Public Relations ist also gefragt. Dann könnte im Verlauf des Geschäftsjahres 2024 die Kursrakete mal so richtig zünden.

Apropos Rakete: Auf eine Präsentation von Plan B, Plan C oder Plan D, den Vorstand  Andreas Empl laut eigenen Angaben vom 12. Juli 2023 in der Schublade hat, wartet man bis heute vergeblich. Fürchtet er weitere Fehlzündungen ? Oder setzt er ganz und gar auf das späte Gelingen von Plan A ?  

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