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q.beyond Aktie: Q4-Preview: Erfolgreicher Jahresabschluss erwartet - 2025 dürfte weitere Margenausweitung bringen

Hamburg (www.aktiencheck.de) - q.beyond-Aktienanalyse von der Montega AG:

Christoph Hoffmann und Kai Kindermann, Analysten der Montega AG, stufen die Aktie der q.beyond AG (ISIN: DE0005137004, WKN: 513700, Ticker-Symbol: QBY, NASDAQ OTC-Symbol: QSCGF) weiterhin mit "kaufen" ein.

q.beyond werde Anfang März die vorläufigen Zahlen für das vergangene Jahr berichten. Dabei dürfte die FY-EBITDA-Guidance am oberen Ende erreicht werden. Auch über 2024 hinaus dürfte QBY das hohe operative Momentum fortsetzen, sodass die Analysten in 2025 ein EBITDA-Wachstum im mittleren zweistelligen Prozentbereich erwarten.

Im Jahresverlauf habe das Unternehmen die ursprüngliche Guidance für 2024 von Umsätzen i.H.v. 192,0 - 198,0 Mio. EUR und einem EBITDA-Wachstum von 40% auf 8,0 - 10,0 Mio. EUR konkretisiert. Im Rahmen der Veröffentlichung der Q3-Zahlen sei ein Umsatz von "eher rund" 192 Mio. EUR sowie ein EBITDA-Wachstum von deutlich mehr als 40% auf 8,0 - 10,0 Mio. EUR in Aussicht gestellt worden. Ende November sei das EBITDA mit einer geplanten Marge von rd. 5% weiter präzisiert worden. Unter der Annahme, dass QBY eine EBITDA-Marge von 5,0% bei einem Umsatz von 192,0 Mio. EUR erzielt hätte, würde sich ein EBITDA i.H.v. 9,6 Mio. EUR ergeben.

Umsatzseitig würde die Guidance auch mit einem leichten Rückgang im Vergleich zum Vorjahresquartal erreicht werden. In den ersten drei Quartalen habe jeweils ein Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Bereich erzielt werden können (9M/24: Umsatz +2,1% yoy), wobei die Analysten aufgrund des aktuellen konjunkturellen Gegenwinds ein nahezu konstantes Umsatzniveau im Schlussquartal erwarten würden (MONe: +0,2% yoy). Auf Ergebnisebene betrage das EBITDA nach 9M 6,4 Mio. EUR, sodass in Q4 noch 3,2 Mio. EUR zum Erreichen einer EBITDA-Marge von 5,0% benötigt würden. Der berichtete Vorjahreswert i.H.v. 5,8 Mio. EUR sei durch Einmaleffekte wie eine positive Finanzamt-Entscheidung verzerrt gewesen, sodass sich operativ ein EBITDA von 2,4 Mio. EUR ergeben habe (oper. EBITDA-Marge in Q4/23: 4,7%). Dementsprechend würden die Analysten auch in Q4/24 eine signifikante Margenexpansion i.H.v. 1,8PP erwarten.

Weitere Margensteigerung avisiert: Das Unternehmen habe zuletzt eine Zielmarge von 7,0 - 8,0% für 2025 sowie eine mittelfristige Ziel-EBITDA-Marge i.H.v. 10,0% kommuniziert, was selbst bei stagnierendem Umsatz zu einer Verdopplung des EBITDA führen würde. Die avisierten Margensteigerungen sollten einerseits durch organisationsweite Produktivitätssteigerungen (u.a. Einsatz von KI-Tools, Optimierung der Auslastung der bestehenden Consultants) und andererseits durch die Konzentration auf die fünf Fokusbranchen sowie den vermehrten Ausbau von Personal außerhalb Deutschlands erzielt werden. Die Near- und Offshoring-Quote solle im nächsten Jahr auf 20% und mittelfristig auf 30% steigen.

Von einem aktuellen Level i.H.v. 13,0% (Stand: Q3 2024) ausgehend, würde eine Near- und Offshoring-Quote von 20% eine Margensteigerung von 1,4PP und eine Quote von 30% eine Steigerung i.H.v. 3,4PP implizieren. Dadurch würde die von den Analysten erwartete EBITDA-Marge von 5,0% in 2024 auf 6,4% bzw. auf 8,4% steigen und bereits den Großteil der angestrebten Profitabilitätsverbesserung abdecken. Vor dem Hintergrund des zuletzt langsameren Anstiegs der Quote (von 11% auf 13% in den letzten drei Quartalen) erschiene den Analysten zwar das avisierte Ausbautempo ambitioniert, das absolute Zielniveau sei ihres Erachtens jedoch mittelfristig erreichbar. Insgesamt würden die Analysten auch die mittelfristige Ziel-EBITDA-Marge von 10% in beiden Segmenten von QBY für realistisch halten. So habe der Wettbewerber DATAGROUP (ähnliches Geschäftsmodell wie QBY-Segment Managed Services) zuletzt eine EBITDA-Marge von 15,2% (FY 23/24) erzielt. Im Bereich Consulting würden beispielsweise adesso oder Nagarro EBITDA-Margen von 6,9% bzw. 13,9% (je 9M/24) und weitere Peers ebenfalls EBITDA-Margen im Bereich von 10% erzielen.

Insgesamt seien die Analysten von der Fortsetzung des operativen Momentums und den internen Effizienzmaßnahmen überzeugt und würden in 2025 eine Margensteigerung um 2,2PP auf 7,2% (aktuelle Unternehmens-Guidance: 7-8%) erwarten. Ebenfalls würden die Analysten ab 2025 einen positiven Jahresüberschuss erwarten, der einen wichtigen Schritt in Richtung Dividendenfähigkeit des Unternehmens darstelle.

Erneut positiver Free Cashflow erwartet: 2023 sei bereits ein positiver Free Cashflow berichtet worden (1,7 Mio. EUR), der ursprünglich erst für 2024 angestrebt worden sei. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr dürfte QBY mit einem positiven FCF abgeschlossen haben (MONe: 3,2 Mio. EUR) und diesen in 2025 auch dank des Cash-Zuflusses aus der positiven Finanzamtentscheidung (siehe Comment vom 13.03.2024) deutlich auf 8,8 Mio. EUR ausbauen können.

Schnelleren Turnaround in Prognosen reflektiert: Aufgrund der erwarteten starken Margensteigerung in 2024 und des sich schneller abzeichnenden Turnarounds hätten die Analysten ihre mittelfristigen Profitabilitätserwartungen erhöht. So prognostizierten die Analysten in 2026 eine EBITDA-Marge i.H.v. 8,0% (zuvor: 7,1%) und 8,6% in 2027 (zuvor: 7,6%). Zudem hätten die Analysten eine TV-EBITDA-Marge i.H.v. 9,5% abgebildet, die auf dem ihres Erachtens langfristig erzielbaren Margenniveau der Branche liege.

Die von den Analysten prognostizierte Erreichung der konkretisierten Guidance, die sich ergebnisseitig deutlich in der oberen Hälfte des ursprünglichen Ausblicks befinde, dürfte das Anlegervertrauen weiter stärken. Auch wenn die Analysten vorerst keine zweistelligen EBITDA-Margen prognostizieren würden, würden sie das Unternehmen mit einem EV/EBITDA i.H.v. 4,0 für 2025 für unterbewertet halten.

Christoph Hoffmann und Kai Kindermann, Analysten der Montega AG, bekräftigen ihre Kaufempfehlung für die q.beyond Aktie mit einem erhöhten Kursziel i.H.v. 1,20 EUR. (Analyse vom 31.01.2025)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link. (31.01.2025/ac/a/nw)

Archivbeitrag vom 31.01.2025. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

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