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init: Bezahlen mit Hand? Aktienanalyse




30.01.20 10:34
Vorstandswoche.de

Haar (www.aktiencheck.de) - init-Aktienanalyse von "Vorstandswoche.de":

Die Aktienexperten von "Vorstandswoche.de" raten in einer aktuellen Aktienanalyse zum Kauf der Aktie der init innovation in traffic systems SE (ISIN: DE0005759807, WKN: 575980, Ticker Symbol: IXX, NASDAQ OTC-Symbol: IVTFF).

Der Karlsruher Anbieter von Telematik-Lösungen im öffentlichen Nahverkehr sollte die eigenen Erwartungen für das Jahr 2019 vollumfänglich erreicht haben. Das signalisiere den Experten Firmenchef Gottfried Greschner im Hintergrundgespräch. "Wir haben den positiven Trend aus den ersten drei Quartalen fortgesetzt. Unser 4. Quartal sollte traditionell stark ausgefallen sein". Nach neun Monaten hätten der Umsatz bei knapp 114 Mio. Euro und das EBIT bei 10,4 Mio. Euro gelegen.

Für das Gesamtjahr habe init einen Umsatz von 150 bis 160 Mio. Euro in Aussicht gestellt bei einem EBIT von rund 15 Mio. Euro. Netto würden die Experten mit einem Gewinn zwischen 10 und 12 Mio. Euro sowie einem Free Cashflow von mindestens 10 Mio. Euro rechnen. Mittelfristig strebe das Unternehmen einen Umsatz von mehr als 200 Mio. Euro und eine EBIT-Marge von 15% an. Somit wolle der CEO das operative Ergebnis gegenüber 2019 zügig verdoppeln. "Beim Umsatz bin ich recht optimistisch, dass wir zeitnah die Umsatzmarke von 200 Mio. Euro erreichen." Für das laufende Geschäftsjahr habe Greschner noch keine konkrete Prognose abgeben wollen. "Wir wollen in 2020 weiterwachsen und das Ergebnis verbessern. Die Details zur Planung werden wir demnächst veröffentlichen."

Mit Wirkung zum 1. Januar 2020 habe init die DResearch Fahrzeugelektronik Gruppe gekauft. Hierbei handle es sich um einen Spezialausstatter für Busse und Bahnen im Bereich der audiovisuellen und digitalen Anlagentechnik. Das Unternehmen erziele einen Umsatz von rund 15 Mio. Euro bei einer EBIT-Marge von 20%. "DResearch passt sehr gut zu uns. Wir haben zu einem fairen Preis gekauft, der sich bereits in 2020 positiv auf unser Wachstum auswirken wird", sage Greschner. Allerdings würden die Experten unterstellen, dass die Karlsruher in diesem Jahr nur moderat organisch wachsen würden. Inklusive der Übernahmen würden die Experten für 2020 einen Umsatz von rund 180 Mio. Euro schätzen. Das EBIT sei in diesem Jahr auch von Investitionen in das Produktportfolio geprägt, so dass die Experten das EBIT zwischen 17,5 und 18,5 Mio. Euro erwarten würden.

Laut Greschner entwickle sich das Geschäft in Europa und Nordamerika weiterhin auf einem sehr guten Niveau. Keine Neuigkeiten habe der CEO bezüglich des Aufbaus des Geschäfts in Asien. "Wir haben kleinere Orders. Aber der Durchbruch wird auf sich warten lassen." In Hong Kong sei init durch die dortige politische Entwicklung ausgebremst worden und in Singapore dauere alles ein wenig länger als einst geplant.

Der CEO gehe davon aus, dass init in 2020 wieder bei größeren Projekten zum Zuge komme. Insgesamt erwarte das Unternehmen Ausschreibungen mit einem Volumen von gut 1 Mrd. Euro. Demnächst könnte init Vollzug bei einem Projekt in den USA melden. "Hier haben wir gute Chancen." Schwer abschätzen lasse sich die Gewinnung von sehr großen E-Ticketing-Ausschreibungen, die ein Umsatzvolumen über den Zyklus von mehr als 100 Mio. Euro hätten. "Wir arbeiten an zwei bis drei großen Projekten. Wir können derzeit aber nicht sagen, ob wir ein solches Projekt in 2020 oder erst in 2021 gewinnen." Hinsichtlich der einstigen, problembehafteten Projekte sehe der CEO keine Gefahr mehr. "An der Stelle sind wir ebenfalls auf einem sehr guten Weg und auch zahlentechnisch sind diese Projekte in den Rückstellungen mehr als ausreichend berücksichtigt."

Greschner investiere auch in diesem Jahr weiter in die Produkte von init. Hierzu wolle der CEO beispielsweise in 2020 ein Highlight präsentieren. init habe über die Tochter iris eine Technologie in der Pipeline, welche den Bezahlvorgang mit der Hand ermöglicht. Science-Fiction? Man sollte jüngste Berichte von Amazon lesen. Der US-Konzern gehe derzeit der Frage nach, wie man das Bezahlen in der Zukunft noch komfortabler machen könne. Greschner prüfe derzeit, ob Amazon mit dem Vorhaben nicht vielleicht ein Patent seines Unternehmens verletze. "Bezahlen per Hand wird in der Zukunft darstellbar sein. Wir können das System für unser Geschäft sehr gut nutzen. Aber wir haben damit auch ein riesiges Potenzial in anderen Märkten", so Greschner.

Mit iris habe init einen starken Sensorhersteller in im Portfolio, der möglicherweise früher oder später auch interessant für den Kapitalmarkt wäre. "Wir schauen uns das durchaus an. Aktuell ist es aber zu früh, um über einen Börsengang von iris zu sprechen", so Greschner. Die Technologie wäre auch für Bankautomaten sinnvoll oder gar für Schulbusse. Spätestens in 2022 wolle Greschner einen Piloten für das Bezahlen mit der Hand am Markt haben. Interessant sei zudem eine Lösung, die den Passagierstrom über die Fahrtgastzählung besser messe. Auch für diese Lösung befinde sich init in vielfältigen Gesprächen mit Kunden. In Megastädten sei eine bessere Verteilung der Fahrgäste in überfüllten Zügen das Ziel. Die Lösung liefere exakte Informationen über die tatsächliche Fahrgastlast jedes Zugwagens in Echtzeit und übertrage sie an die Bahnsteigtüren der nächsten Stationen, wo angezeigt werde, in welchen Zugwagen noch Platz sei. Die Karlsruher seien zudem ein Profiteur der Bedeutsamkeit der E-Mobility im ÖPNV. Mit der Software von init könne die Routenplanung über die Reichweitenvorhersage, das Management und die Überwachung der Ladeprozesse gelesen würden, was dem Fahrer helfe, sehr effizient zu sein.

Die Aktienexperten von "Vorstandswoche.de" sehen sich in ihrer Kaufempfehlung aus dem Sommer 2019 bei Kursen von 18 Euro mehr als bestätigt. Kursschwächen seien bei der init-Aktie Kaufchancen. (Analyse vom 30.01.2020)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.

Börsenplätze init-Aktie:

XETRA-Aktienkurs init-Aktie:
22,20 EUR -0,89% (29.01.2020, 17:36)

Tradegate-Aktienkurs init-Aktie:
22,20 EUR -0,45% (29.01.2020, 22:26)

ISIN init-Aktie:
DE0005759807

WKN init-Aktie:
575980

Ticker-Symbol init-Aktie:
IXX

NASDAQ OTC Ticker-Symbol init-Aktie:
IVTFF

Kurzprofil init innovation in traffic systems SE:

init (ISIN: DE0005759807, WKN: 575980, Ticker Symbol: IXX, NASDAQ OTC-Symbol: IVTFF) ist weltweit führender Anbieter für IT-Lösungen im öffentlichen Nahverkehr. Das Unternehmen versteht die spezifischen Bedürfnisse und Herausforderungen, denen sich seine Kunden täglich stellen genau. Um sie bestmöglich zu unterstützen, deckt init alle Betriebsprozesse in einem vollintegrierten Telematiksystem ab und bietet ihnen eine große Servicevielfalt an. (30.01.2020/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.







 
 
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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
33,40 € 33,40 € -   € 0,00% 07.08./17:30
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0005759807 575980 37,80 € 15,25 €
Metadaten
Ratingstufe:kaufen
Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
 
Tradegate (RT)
33,50 € +0,60%  07.08.20
Frankfurt 33,90 € +2,73%  07.08.20
Hamburg 32,70 € +2,51%  07.08.20
Berlin 33,30 € +2,15%  07.08.20
Düsseldorf 33,80 € +2,11%  07.08.20
München 33,30 € +0,60%  07.08.20
Xetra 33,40 € 0,00%  07.08.20
Stuttgart 33,10 € -0,60%  07.08.20
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