Aktien des Tages

adidas: Korruptionsvorwürfe - Aktienanalyse

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - adidas-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Thomas Bergmann vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt die Aktie der adidas AG (ISIN: DE000A1EWWW0, WKN: A1EWWW, Ticker-Symbol: ADS, NASDAQ OTC-Symbol: ADDDF) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.

Trotz EM-Euphorie im eigenen Land notiere die Aktie des Herzogenauracher Sportartikelausrüsters am Montag deutlich im Minus. Der Grund: Laut einem Bericht der "Financial Times" habe adidas eine Untersuchung wegen Vorwürfen groß angelegter Bestechung in China eingeleitet. Zu allem Überfluss drohe noch technisches Ungemach.

In dem Bericht heiße es, dass der Sportartikelausrüster eine Whistleblower-Beschwerde erhalten habe, in der leitende Mitarbeiter beschuldigt würden, Millionen Euro" veruntreut zu haben. Die "Financial Times" beruft sich dabei auf mit der Angelegenheit vertraute Personen, die zwar keine handfesten Beweise für ihre Korruptionsvorwürfe vorlegten, doch laut Adidas-Insidern über hochsensible und vertrauliche interne Angelegenheiten gut informiert zu sein scheinen, so Thomas Bergmann vom Anlegermagazin "Der Aktionär".

Angeblich hätten adidas-Mitarbeiter Schmiergelder von externen Dienstleistern angenommen, die Aufträge von dem DAX-Konzern bekommen hätten. Einem zweiten hochrangigen Manager aus einer anderen Abteilung in China werde vorgeworfen, "Millionen in bar von Lieferanten und Sachwerte wie Immobilien" erhalten zu haben.

adidas habe bestätigt, ein Schreiben bekommen zu haben, das auf "potenzielle Compliance-Verstöße in China" aufmerksam gemacht habe.

Bei den Anlegern fänden die Korruptionsvorwürfe durchaus Gehör - die Aktie verliere zum Wochenauftakt mehr als drei Prozent. Durch den Rücksetzer werde die wichtige 50-Tage-Linie (223,26 Euro) sowie die Unterstützung bei 220 Euro unterschritten und damit ein neues Verkaufssignal generiert.

Aus technischer Sicht drohe deshalb eine Korrektur bis mindestens 210 Euro. Dort liege die obere Kante, des Aufwärtsgaps von Mitte April. Sollte auch diese Marke unterschritten werden, könnte die Konsolidierung bis 200 Euro fortgesetzt werden.

China sei auch für die Sportartikelbranche ein wichtiger Markt. Deshalb würden die Anleger so sensibel auf die Nachricht reagieren. Kurzfristig würden weitere Rücksetzer drohen. Der Stoppkurs liegt aber noch reichlich weit weg, so Thomas Bergmann von "Der Aktionär" zur adidas-Aktie. (Analyse vom 17.06.2024)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.

Börsenplätze adidas-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs adidas-Aktie:
218,60 EUR -2,800% (17.06.2024, 17:06)

XETRA-Aktienkurs adidas-Aktie:
218,70 EUR -2,76% (17.06.2024, 16:50)

ISIN adidas-Aktie:
DE000A1EWWW0

WKN adidas-Aktie:
A1EWWW

Ticker-Symbol adidas-Aktie:
ADS

NASDAQ OTC-Symbol adidas-Aktie:
ADDDF

Kurzprofil adidas AG:

adidas' (ISIN: DE000A1EWWW0, WKN: A1EWWW, Ticker-Symbol: ADS, NASDAQ OTC-Symbol: ADDDF) Wurzeln liegen in Deutschland, doch man ist ein durch und durch globales Unternehmen. adidas beschäftigt weltweit über 62.000 Menschen. In der globalen Unternehmenszentrale in Herzogenaurach setzen sich die Teams von adidas aus über 100 verschiedenen Nationen zusammen. Allein schon diese Zahlen zeigen, dass adidas ein sehr großes und facettenreiches Unternehmen ist. Nichtsdestotrotz setzt man auf einfache, schlanke und schnelle Prozesse. (17.06.2024/ac/a/d)

Archivbeitrag vom 17.06.2024. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

Märkte im Blick
Weiterlesen
Börsenradar