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adidas: Ende einer Ära nach über 70 Jahren - Aktienanalyse

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - adidas-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Nikolas Kessler vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt die Aktie der adidas AG (ISIN: DE000A1EWWW0, WKN: A1EWWW, Ticker-Symbol: ADS, NASDAQ OTC-Symbol: ADDDF) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.

Paukenschlag beim DFB! Die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft werde ab 2027 nicht mehr in Trikots von adidas auflaufen. Das habe der Verband am Donnerstag völlig überraschend verkündet. Es sei das Ende einer Ära, denn der fränkische Sportartikelhersteller kleide das Nationalteam bereits seit mehr als 70 Jahren ein. Die Aktie reagiere entsprechend.

Der Deutsche Fußball-Bund lasse den Vertrag mit Dauerpartner adidas auslaufen und werde ab 2027 vom US-Rivalen Nike ausgestattet. Diese endgültige und vollkommen unerwartete Entscheidung habe der DFB am Donnerstag verkündet. "Die künftige Partnerschaft ermöglicht es dem DFB, auch in der kommenden Dekade zentrale Aufgaben mit Blick auf eine umfassende Entwicklung des Fußballs in Deutschland wahrzunehmen", so Präsident Bernd Neuendorf.

Die Partnerschaft mit dem US-Sporthersteller solle im Januar 2027 beginnen und bis 2034 dauern. Nike solle in dieser Zeitspanne alle Nationalteams ausrüsten. "Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Nike und über das in uns gesetzte Vertrauen", habe Neuendorf angefügt.

Das kontroverse lila-pinke Auswärtstrikot für die WM 2024 werde eins der letzten aus dem Hause adidas für den DFB bleiben. Der Verband lasse den Ausrüstervertrag Ende 2026 auslaufen.

Über 70 Jahre lang seien der DFB und adidas Partner gewesen. Etliche Erfolgsgeschichten seien mit dem Sportausstatter aus dem fränkischen Herzogenaurach verbunden. Diese Ära werde nun Ende 2026 auslaufen. Die Entscheidung gegen adidas und pro Nike sei offensichtlich auch von wirtschaftlichen Gesichtspunkten getrieben gewesen. "Wir sind dankbar, aufgrund des von Nike zugesagten Engagements als Verband wieder in eine wirtschaftlich stabile Zukunft blicken zu können", so DFB-Schatzmeister Stephan Grunwald.

Kurz nach der WM 2006 habe es bereits eine Multi-Millionen-Offerte des US-Konzerns gegeben. Damals habe sich der DFB für Dauerpartner adidas entschieden - und gegen einen Wechsel.

Diesmal sei es anders gekommen. Holger Blask, Vorsitzender der Geschäftsführung der DFB GmbH & Co. KG, habe erklärt: "Nike hat das mit Abstand beste wirtschaftliche Angebot abgegeben und zudem mit seiner inhaltlichen Vision überzeugt, die auch ein klares Bekenntnis für die Förderung des Amateur- und Breitensports sowie die nachhaltige Entwicklung des Frauenfußballs in Deutschland beinhaltet."

"Die Vergabe an den künftigen Ausrüsterpartner Nike ist das Ergebnis einer transparenten und diskriminierungsfreien Ausschreibung", so Blask weiter.

Für adidas ist das Auslaufen des Ausrüstervertrags mit dem DFB insbesondere unter Prestige-Aspekten ein Nackenschlag. Im ansonsten freundlichen DAX habe die Aktie von adidas nach der überraschenden Entscheidung rund ein Prozent verloren und komme damit etwas vom Zwölf-Monats-Hoch aus der Vorwoche bei 208,80 Dollar zurück. Insgesamt bleibe das Chartbild aber aussichtsreich.

Die Papiere von Nike seien in New York derweil um gut 1,2 Prozent gestiegen. Der US-Konzern werde nach Handelsschluss an der Wall Street am Abend noch die Zahlen für das dritte Geschäftsquartal vorlegen.

Die gute Nachricht für "Aktionär"-Leser: Beide Sportartikel-Aktien sind derzeit laufende Empfehlungen, so Nikolas Kessler. (Analyse vom 21.03.2024)

Mit Material von dpa-AFX

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.

Börsenplätze adidas-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs adidas-Aktie:
198,20 EUR -0,24% (22.03.2024, 09:23)

XETRA-Aktienkurs adidas-Aktie:
197,20 EUR -1,00% (22.03.2024, 09:09)

ISIN adidas-Aktie:
DE000A1EWWW0

WKN adidas-Aktie:
A1EWWW

Ticker-Symbol adidas-Aktie:
ADS

NASDAQ OTC-Symbol adidas-Aktie:
ADDDF

Kurzprofil adidas AG:

adidas' (ISIN: DE000A1EWWW0, WKN: A1EWWW, Ticker-Symbol: ADS, NASDAQ OTC-Symbol: ADDDF) Wurzeln liegen in Deutschland, doch man ist ein durch und durch globales Unternehmen. adidas beschäftigt weltweit über 62.000 Menschen. In der globalen Unternehmenszentrale in Herzogenaurach setzen sich die Teams von adidas aus über 100 verschiedenen Nationen zusammen. Allein schon diese Zahlen zeigen, dass adidas ein sehr großes und facettenreiches Unternehmen ist. Nichtsdestotrotz setzt man auf einfache, schlanke und schnelle Prozesse. (22.03.2024/ac/a/d)

Archivbeitrag vom 22.03.2024. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

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