Aktien des Tages

adidas: Bringt dich zum Laufen… an die Börse! Aktienanalyse

Wien (www.aktiencheck.de) - adidas-Aktienanalyse von der Raiffeisen Bank International AG:

Alexander Frank, Analyst der Raiffeisen Bank International AG (RBI), stuft in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der adidas AG (ISIN: DE000A1EWWW0, WKN: A1EWWW, Ticker-Symbol: ADS, NASDAQ OTC-Symbol: ADDDF) von "Halten" auf "Kauf" hoch.

Q1: Der Umsatz sei im Vergleich zum Vorjahresquartal währungsbereinigt um 8% auf EUR 5,46 Mrd. gewachsen. Damit seien Konsensschätzungen von im Schnitt EUR 5,40 Mrd. leicht übertroffen worden. Die Bruttomarge des Unternehmens habe sich um 6,4 Prozentpunkte auf 51,2% verbessert und das Betriebsergebnis habe von zuvor EUR 60 Mio. auf EUR 336 Mio. zulegen und so die Erwartungen von rund EUR 171 Mio. deutlich hinter sich lassen können.

Regionen: Das regionale Geschäft habe sich jüngst sehr gespalten entwickelt. Während der währungsbereinigte Umsatz in Südamerika erneut am besten abgeschnitten habe und um satte 22% angestiegen sei, sei dieser in Nordamerika um 16% gesunken. In der EMEA-Region (Europa, Mittlerer Osten, Afrika) sei es zu keiner nennenswerten Veränderung gekommen und in Asien habe der Konzern Zuwächse im hohen einstelligen Prozentbereich verzeichnen können.

Großevents: Die Olympischen Sommerspiele 2024 in Paris, die UEFA Europameisterschaft 2024 und die UEFA-Frauen-Europameisterschaft 2025 würden adidas die Möglichkeit bieten, Impulse zu setzen und die Marke im Rahmen bedeutender sportlicher Ereignisse weiter zu stärken. Diese Veranstaltungen seien nur einige Beispiele für die vielfältigen Gelegenheiten, bei denen adidas seine Präsenz und Einflussnahme ausbauen könne. So stelle das Unternehmen den offiziellen Matchball bei der bald anlaufenden EM zur Verfügung. Jedoch habe adidas in diesem Jahr einen harten PR-technischen Rückschlag hinnehmen müssen, nachdem die Partnerschaft mit der deutschen Nationalmannschaft beendet worden sei. Bis Ende 2026 bleibe adidas aber noch der Ausstatter des Teams.

Sparten: Der Umsatz mit Schuhen habe im ersten Quartal währungsbereinigt um 13% zugelegt. Dies spiegele die starke Markendynamik insbesondere in den Kategorien Originals und Fußball wider. Der Umsatz im Bereich Bekleidung sei in Q1 um 2% gestiegen. Obwohl adidas also im Bereich Bekleidung ebenfalls Verbesserungen verzeichnet habe, sei das Umsatzwachstum insbesondere bei Originals weiterhin niedriger als im margenstarken Schuhbereich gewesen, was sich auch in der verbesserten Gesamtrentabilität widerspiegele.

Ausblick: Aufgrund des besser als erwarteten Ergebnisses sei die Prognose für das Gesamtjahr 2024 angehoben worden. adidas erwarte nun einen währungsbereinigten Umsatzanstieg im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich (zuvor: Anstieg im mittleren einstelligen Prozentbereich). Beim Betriebsergebnis sei nun ein Wert von EUR 700 Mio. prognostiziert worden (zuvor: EUR 500 Mio.). Jedoch würden ungünstige Währungseffekte im Jahr 2024 die Profitabilität des Unternehmens erheblich belasten.

Aufgrund von unvorhergesehen besseren Entwicklungen im Schuhbereich habe adidas den Umsatz, sowie die Profitabilität steigern können. Zudem habe der Verkauf von Teilen des verbleibenden Yeezy Restbestands einen Umsatz in Höhe von rund EUR 150 Mio. im ersten Quartal generiert, was als sehr positiv zu werten sei, da dieser Restbestand das Unternehmen bereits seit mehreren Quartalen belaste. Zudem helle sich die Konjunktur weiter auf und die Inflation flache langsam ab, was eine steigende Nachfrage nach Sportartikeln hervorrufen könnte.

Frankly speaking, findet Alexander Frank, Analyst der Raiffeisen Bank International AG, dass sich adidas inzwischen hervorragend von der Schwächephase erholt hat. Daher erhöhe er sein Preisziel auf EUR 256,00 und verändere seine Empfehlung somit von "Halten" auf "Kauf". Das Kursziel ergebe sich mittels eines relativen Bewertungsansatzes, welcher basierend auf Multiples für die nächsten 12 Monate auch einen im historischen Vergleich angemessenen Bewertungsaufschlag zum breiten Markt berücksichtige. (Analyse vom 10.06.2024)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus:

Offenlegung von Umständen und Interessen, die die Objektivität der RBI gefährden könnten: www.raiffeisenresearch.com/disclosuresobjectivity

Börsenplätze adidas-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs adidas-Aktie:
230,00 EUR -0,39% (10.06.2024, 15:57)

Xetra-Aktienkurs adidas-Aktie:
230,50 EUR -0,22% (10.06.2024, 15:44)

ISIN adidas-Aktie:
DE000A1EWWW0

WKN adidas-Aktie:
A1EWWW

Ticker-Symbol adidas-Aktie:
ADS

NASDAQ OTC-Ticker-Symbol adidas-Aktie:
ADDDF

Kurzprofil adidas AG:

adidas' (ISIN: DE000A1EWWW0, WKN: A1EWWW, Ticker-Symbol: ADS, NASDAQ OTC-Symbol: ADDDF) Wurzeln liegen in Deutschland, doch man ist ein durch und durch globales Unternehmen. adidas beschäftigt weltweit über 62.000 Menschen. In der globalen Unternehmenszentrale in Herzogenaurach setzen sich die Teams von adidas aus über 100 verschiedenen Nationen zusammen. Allein schon diese Zahlen zeigen, dass adidas ein sehr großes und facettenreiches Unternehmen ist. Nichtsdestotrotz setzt man auf einfache, schlanke und schnelle Prozesse. (10.06.2024/ac/a/d)

Archivbeitrag vom 10.06.2024. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

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