München (www.aktiencheck.de) - adidas-Aktienanalyse von "AnlegerPlus":
Thomas G. Wunder, Redakteur bei "AnlegerPlus", nimmt in einer aktuellen Analyse die Aktie der adidas AG (ISIN: DE000A1EWWW0, WKN: A1EWWW, Ticker-Symbol: ADS, NASDAQ OTC-Symbol: ADDDF) unter die Lupe.
Der DAX habe sich in der vergangenen Handelswoche schwach, ingsegsamt ging es 1,16% auf 23.958 Punkte nach unten gezeigt. Das passe zur Stimmung in der deutschen Wirtschaft. Wie die aktuelle Konjunkturumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft zeige, wolle jeder dritte Betrieb 2026 Personal abbauen. Auch bei den Investitionen seien die Unternehmen zurückhaltend.
Optimistischer seien die Händler in New York gewesen. Für den Dow Jones sei es zumindest 0,75% auf 47.562 Zähler nach oben gegangen. Der NASDAQ 100 habe, getrieben von Technologiewerten, auf Wochensicht 1,97% zugelegt und sei so bei 25.858 Punkten gelandet.
Adidas: Rekordquartal mit starkem Wachstum
Während in den USA Tech-Konzerne wie Amazon.com und Alphabet im Fokus gestanden hätten, habe hierzulande der Sportbekleidungshersteller adidas mit seinem Quartalsbericht für Aufsehen gesorgt. Mit einem Umsatz von 6,63 Milliarden Euro habe er das höchste Quartalsergebnis seiner Unternehmensgeschichte erzielt. Die Marke sei währungsbereinigt um 12% gewachsen, das operative Ergebnis sei um 23% auf 736 Millionen Euro gestiegen. Auch die operative Marge habe sich um 1,8 Prozentpunkte auf 11,1% verbessert, während die Bruttomarge leicht auf 51,8% zugenommen habe.
Regional sei das Unternehmen in allen wichtigen Märkten gewachsen: Europa habe um 12%, China um 10% und Lateinamerika sogar um 21% zugelegt. In Nordamerika, wo zuletzt Zölle und Lagerbestände belastet hätten, sei der Umsatz um 8% gestiegen.
Prognose kräftig angehoben
Auf Basis der starken Entwicklung habe adidas seine Prognose für das Gesamtjahr angehoben. Der operative Gewinn solle nun rund 2,0 Milliarden Euro erreichen (zuvor 1,7 bis 1,8 Milliarden Euro). Das Management erwarte ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von etwa 9%.
Trotz dieser positiven Zahlen hätten die Märkte heftig reagiert: Die Aktie sei am Tag der Veröffentlichung um mehr als 10% auf rund 164 Euro gefallen und notiere damit etwa 37% unter dem Jahreshoch von 261 Euro. Auch im Wochenverlauf habe sich der Abwärtstrend fortgesetzt, insgesamt sei die adidas-Aktie 12,59% ins Minus gerutscht.
Markbeobachter hätten die Kursverluste vor allem auf Aussagen des Managements zum US-Markt zurückgeführt. In der Telefonkonferenz habe CEO Bjørn Guldenauf eine vorsichtige Orderpolitik amerikanischer Einzelhändler hingewiesen. Auch die fortbestehenden Zollbelastungen - mit geschätzten Kosten von rund 120 Millionen Euro im laufenden Jahr - hätten für Skepsis gesorgt.
adidas-Aktie: Analysten würden optimistisch bleiben
Analysten würden die Reaktion des Marktes allerdings als übertrieben ansehen. Adam Cochrane von der Deutschen Bank habe den Kurseinbruch als "nicht gerechtfertigt" bezeichnet und sein "buy"-Rating mit einem Kursziel von 280 Euro bekräftigt. Auch die UBS bleibe optimistisch: Robert Krankowski halte an einem Kursziel von 274 Euro fest und verweise auf "positive Signale für die Markendynamik". Die DZ BANK zeige sich ähnlich zuversichtlich. Analyst Thomas Maul sehe den fairen Wert der adidas-Aktie bei 240 Euro und betone, dass die fundamentale Stärke von adidas vom Markt unterschätzt werde. Zwar bestünden Unsicherheiten im US-Geschäft, den "ausgeprägten Pessimismus" der Investoren teile man jedoch nicht.
Ob der Kursrutsch nur eine Überreaktion oder ein Warnsignal für eine bevorstehende Abkühlung gewesen sei - das werde sich im kommenden Jahr zeigen, wenn adidas seinen Ausblick bis 2026 konkretisiere. Fest stehe: Operativ präsentiere sich der Konzern so stark wie seit Jahren nicht. (Analyse vom 02.11.2025)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link. (03.11.2025/ac/a/d)
Thomas G. Wunder, Redakteur bei "AnlegerPlus", nimmt in einer aktuellen Analyse die Aktie der adidas AG (ISIN: DE000A1EWWW0, WKN: A1EWWW, Ticker-Symbol: ADS, NASDAQ OTC-Symbol: ADDDF) unter die Lupe.
Der DAX habe sich in der vergangenen Handelswoche schwach, ingsegsamt ging es 1,16% auf 23.958 Punkte nach unten gezeigt. Das passe zur Stimmung in der deutschen Wirtschaft. Wie die aktuelle Konjunkturumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft zeige, wolle jeder dritte Betrieb 2026 Personal abbauen. Auch bei den Investitionen seien die Unternehmen zurückhaltend.
Optimistischer seien die Händler in New York gewesen. Für den Dow Jones sei es zumindest 0,75% auf 47.562 Zähler nach oben gegangen. Der NASDAQ 100 habe, getrieben von Technologiewerten, auf Wochensicht 1,97% zugelegt und sei so bei 25.858 Punkten gelandet.
Adidas: Rekordquartal mit starkem Wachstum
Während in den USA Tech-Konzerne wie Amazon.com und Alphabet im Fokus gestanden hätten, habe hierzulande der Sportbekleidungshersteller adidas mit seinem Quartalsbericht für Aufsehen gesorgt. Mit einem Umsatz von 6,63 Milliarden Euro habe er das höchste Quartalsergebnis seiner Unternehmensgeschichte erzielt. Die Marke sei währungsbereinigt um 12% gewachsen, das operative Ergebnis sei um 23% auf 736 Millionen Euro gestiegen. Auch die operative Marge habe sich um 1,8 Prozentpunkte auf 11,1% verbessert, während die Bruttomarge leicht auf 51,8% zugenommen habe.
Regional sei das Unternehmen in allen wichtigen Märkten gewachsen: Europa habe um 12%, China um 10% und Lateinamerika sogar um 21% zugelegt. In Nordamerika, wo zuletzt Zölle und Lagerbestände belastet hätten, sei der Umsatz um 8% gestiegen.
Prognose kräftig angehoben
Auf Basis der starken Entwicklung habe adidas seine Prognose für das Gesamtjahr angehoben. Der operative Gewinn solle nun rund 2,0 Milliarden Euro erreichen (zuvor 1,7 bis 1,8 Milliarden Euro). Das Management erwarte ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von etwa 9%.
Trotz dieser positiven Zahlen hätten die Märkte heftig reagiert: Die Aktie sei am Tag der Veröffentlichung um mehr als 10% auf rund 164 Euro gefallen und notiere damit etwa 37% unter dem Jahreshoch von 261 Euro. Auch im Wochenverlauf habe sich der Abwärtstrend fortgesetzt, insgesamt sei die adidas-Aktie 12,59% ins Minus gerutscht.
Markbeobachter hätten die Kursverluste vor allem auf Aussagen des Managements zum US-Markt zurückgeführt. In der Telefonkonferenz habe CEO Bjørn Guldenauf eine vorsichtige Orderpolitik amerikanischer Einzelhändler hingewiesen. Auch die fortbestehenden Zollbelastungen - mit geschätzten Kosten von rund 120 Millionen Euro im laufenden Jahr - hätten für Skepsis gesorgt.
adidas-Aktie: Analysten würden optimistisch bleiben
Analysten würden die Reaktion des Marktes allerdings als übertrieben ansehen. Adam Cochrane von der Deutschen Bank habe den Kurseinbruch als "nicht gerechtfertigt" bezeichnet und sein "buy"-Rating mit einem Kursziel von 280 Euro bekräftigt. Auch die UBS bleibe optimistisch: Robert Krankowski halte an einem Kursziel von 274 Euro fest und verweise auf "positive Signale für die Markendynamik". Die DZ BANK zeige sich ähnlich zuversichtlich. Analyst Thomas Maul sehe den fairen Wert der adidas-Aktie bei 240 Euro und betone, dass die fundamentale Stärke von adidas vom Markt unterschätzt werde. Zwar bestünden Unsicherheiten im US-Geschäft, den "ausgeprägten Pessimismus" der Investoren teile man jedoch nicht.
Ob der Kursrutsch nur eine Überreaktion oder ein Warnsignal für eine bevorstehende Abkühlung gewesen sei - das werde sich im kommenden Jahr zeigen, wenn adidas seinen Ausblick bis 2026 konkretisiere. Fest stehe: Operativ präsentiere sich der Konzern so stark wie seit Jahren nicht. (Analyse vom 02.11.2025)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link. (03.11.2025/ac/a/d)
Archivbeitrag vom 03.11.2025. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.