Wien (www.aktiencheck.de) - adidas-Aktienanalyse von der Raiffeisen Bank International AG:
Alexander Frank, Analyst der Raiffeisen Bank International AG (RBI), rät in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der adidas AG (ISIN: DE000A1EWWW0, WKN: A1EWWW, Ticker-Symbol: ADS, NASDAQ OTC-Symbol: ADDDF) nach wie vor zu kaufen.
Q1 2025: Im ersten Quartal 2025 sei der Umsatz von adidas um EUR 700 Mio. auf EUR 6,15 Mrd. gestiegen, womit dieser knapp unter den Erwartungen der Analyst:innen gelegen habe. Währungsbereinigt entspreche das einem Anstieg von 13%. Die Bruttomarge des Unternehmens habe sich um 0,9 Prozentpunkte auf 52,1% verbessert. Auch der operative Gewinn habe deutlich zugelegt und habe im ersten Quartal EUR 610 Mio. erreicht, was einer operativen Marge von 9,9% entspreche.
Steuerschaden: Steuerfahnder und Zollbeamte hätten die adidas-Zentrale sowie weitere Standorte wegen möglicher Verstöße gegen zoll- und steuerrechtliche Vorschriften durchsucht. Die Ermittlungen beträfen den Zeitraum von Oktober 2019 bis August 2024 und stünden im Zusammenhang mit der Einfuhr von Produkten nach Deutschland. Denn adidas lasse den Großteil seiner Produkte in asiatischen Ländern wie China, Vietnam und Bangladesch anfertigen. Das Unternehmen weise darauf hin, dass es sich um unterschiedliche Auslegungen der gesetzlichen Regelungen handele, arbeite eng mit den Behörden zusammen und erwarte keine signifikanten finanziellen Auswirkungen.
Formel 1: Mercedes schlage mit einer mehrjährigen Partnerschaft mit adidas ein neues Kapitel auf und beende damit die zwölf Jahre währende Zusammenarbeit mit Puma. Ab sofort werde adidas die Rennanzüge des Teams entwerfen und exklusive Kollektionen kreieren. adidas' CEO Björn Gulden freue sich über die Rückkehr der Marke in den Motorsport zu einer Zeit, in der die Formel 1 weltweit immer populärer werde. Der Erfolg von adidas stelle somit das nächste Kapitel in der langen Rivalität mit Puma dar, da beide Unternehmen von den Dassler Brüdern gegründet worden seien.
Zölle/Regionen: adidas habe im ersten Quartal starkes regionales Umsatzwachstum erzielt, insbesondere in Lateinamerika (+26%) und Schwellenländern, einschließlich Südostasien/Pazifik (+23%). Europa wachse um 14%, während China, Japan und Südkorea jeweils um 13% zugelegt hätten, sei der Umsatz in Nordamerika lediglich um 3% gestiegen. Da die USA nur rund 20% des Gesamtumsatzes ausmache, sehe adidas Schwächen in den USA durch Erfolge in anderen Märkten gut kompensiert. Dennoch zeige sich das Unternehmen besorgt über die US-Zölle, die erhebliche Unsicherheiten mit sich brächten. adidas habe frühzeitig reagiert und Lagerbestände vorzeitig abverkauft, Produktionslinien aus China verlagert sowie Preise überprüft. Preiserhöhungen seien derzeit nicht geplant, könnten aber folgen und würden laut CEO Gulden wahrscheinlich über den reinen Zollsatz hinausgehen, um die Margen zu sichern. Die derzeitige 90-tägige Aussetzung neuer US-Zölle laufe im Juli aus, weitere Erhöhungen könnten das Jahresergebnis belasten.
Ausblick: Für 2025 werde ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich erwartet. Besonders starke Wachstumsimpulse würden aus Nordamerika, China, den Emerging Markets und Lateinamerika erwartet, aber auch in Europa und Japan/Südkorea rechne man mit soliden Zuwächsen. Das Betriebsergebnis solle sich auf EUR 1,7 Mrd. bis EUR 1,8 Mrd. verbessern, unterstützt durch eine höhere Bruttomarge und Effizienzsteigerungen. Nach dem vollständigen Abverkauf der Yeezy-Lagerbestände im Jahr 2024 würden ab 2025 keine Umsätze aus dieser Produktlinie mehr erwartet. adidas werde weiterhin in Marketing und Vertrieb investieren und sei bestrebt, Marktanteile zu gewinnen. Die weltweite Wahrnehmung der Marke sei positiv, jedoch könnten direkte und indirekte Auswirkungen von Zöllen, insbesondere auf dem US-Markt, das Geschäft belasten.
Im ersten Quartal 2025 habe adidas den Umsatz und die Profitabilität deutlich gesteigert. Besonders positiv hebe sich das starke Wachstum in Lateinamerika und den Schwellenländern hervor. Trotz laufender steuer- und zollrechtlicher Ermittlungen rechne das Unternehmen nicht mit wesentlichen finanziellen Auswirkungen und setze weiterhin auf Innovation und globale Expansion. Die neue Formel-1-Partnerschaft mit Mercedes sowie Margenverbesserungen und Effizienzsteigerungen würden den Ausblick stärken. Für das Gesamtjahr werde ein profitables Wachstum erwartet, auch wenn makroökonomische Risiken und US-Zölle weiterhin ein herausforderndes Umfeld darstellen würden.
Daher sieht Alexander Frank, Analyst der Raiffeisen Bank International AG, weiterhin Potenzial für die Aktie des deutschen Traditionsunternehmens. Er bestätige deshalb seine "Kauf"-Empfehlung für die adidas-Aktie mit einem Kursziel von EUR 240,00. Das Kursziel ergebe sich mittels eines relativen Bewertungsansatzes, welcher basierend auf Multiples für die nächsten zwölf Monate auch einen im historischen Vergleich angemessenen Bewertungsaufschlag zum breiten Markt berücksichtige. (Analyse vom 12.05.2025)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus:
Offenlegung von Umständen und Interessen, die die Objektivität der RBI gefährden könnten: www.raiffeisenresearch.com/disclosuresobjectivity (12.05.2025/ac/a/d)
Alexander Frank, Analyst der Raiffeisen Bank International AG (RBI), rät in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der adidas AG (ISIN: DE000A1EWWW0, WKN: A1EWWW, Ticker-Symbol: ADS, NASDAQ OTC-Symbol: ADDDF) nach wie vor zu kaufen.
Q1 2025: Im ersten Quartal 2025 sei der Umsatz von adidas um EUR 700 Mio. auf EUR 6,15 Mrd. gestiegen, womit dieser knapp unter den Erwartungen der Analyst:innen gelegen habe. Währungsbereinigt entspreche das einem Anstieg von 13%. Die Bruttomarge des Unternehmens habe sich um 0,9 Prozentpunkte auf 52,1% verbessert. Auch der operative Gewinn habe deutlich zugelegt und habe im ersten Quartal EUR 610 Mio. erreicht, was einer operativen Marge von 9,9% entspreche.
Steuerschaden: Steuerfahnder und Zollbeamte hätten die adidas-Zentrale sowie weitere Standorte wegen möglicher Verstöße gegen zoll- und steuerrechtliche Vorschriften durchsucht. Die Ermittlungen beträfen den Zeitraum von Oktober 2019 bis August 2024 und stünden im Zusammenhang mit der Einfuhr von Produkten nach Deutschland. Denn adidas lasse den Großteil seiner Produkte in asiatischen Ländern wie China, Vietnam und Bangladesch anfertigen. Das Unternehmen weise darauf hin, dass es sich um unterschiedliche Auslegungen der gesetzlichen Regelungen handele, arbeite eng mit den Behörden zusammen und erwarte keine signifikanten finanziellen Auswirkungen.
Formel 1: Mercedes schlage mit einer mehrjährigen Partnerschaft mit adidas ein neues Kapitel auf und beende damit die zwölf Jahre währende Zusammenarbeit mit Puma. Ab sofort werde adidas die Rennanzüge des Teams entwerfen und exklusive Kollektionen kreieren. adidas' CEO Björn Gulden freue sich über die Rückkehr der Marke in den Motorsport zu einer Zeit, in der die Formel 1 weltweit immer populärer werde. Der Erfolg von adidas stelle somit das nächste Kapitel in der langen Rivalität mit Puma dar, da beide Unternehmen von den Dassler Brüdern gegründet worden seien.
Zölle/Regionen: adidas habe im ersten Quartal starkes regionales Umsatzwachstum erzielt, insbesondere in Lateinamerika (+26%) und Schwellenländern, einschließlich Südostasien/Pazifik (+23%). Europa wachse um 14%, während China, Japan und Südkorea jeweils um 13% zugelegt hätten, sei der Umsatz in Nordamerika lediglich um 3% gestiegen. Da die USA nur rund 20% des Gesamtumsatzes ausmache, sehe adidas Schwächen in den USA durch Erfolge in anderen Märkten gut kompensiert. Dennoch zeige sich das Unternehmen besorgt über die US-Zölle, die erhebliche Unsicherheiten mit sich brächten. adidas habe frühzeitig reagiert und Lagerbestände vorzeitig abverkauft, Produktionslinien aus China verlagert sowie Preise überprüft. Preiserhöhungen seien derzeit nicht geplant, könnten aber folgen und würden laut CEO Gulden wahrscheinlich über den reinen Zollsatz hinausgehen, um die Margen zu sichern. Die derzeitige 90-tägige Aussetzung neuer US-Zölle laufe im Juli aus, weitere Erhöhungen könnten das Jahresergebnis belasten.
Ausblick: Für 2025 werde ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich erwartet. Besonders starke Wachstumsimpulse würden aus Nordamerika, China, den Emerging Markets und Lateinamerika erwartet, aber auch in Europa und Japan/Südkorea rechne man mit soliden Zuwächsen. Das Betriebsergebnis solle sich auf EUR 1,7 Mrd. bis EUR 1,8 Mrd. verbessern, unterstützt durch eine höhere Bruttomarge und Effizienzsteigerungen. Nach dem vollständigen Abverkauf der Yeezy-Lagerbestände im Jahr 2024 würden ab 2025 keine Umsätze aus dieser Produktlinie mehr erwartet. adidas werde weiterhin in Marketing und Vertrieb investieren und sei bestrebt, Marktanteile zu gewinnen. Die weltweite Wahrnehmung der Marke sei positiv, jedoch könnten direkte und indirekte Auswirkungen von Zöllen, insbesondere auf dem US-Markt, das Geschäft belasten.
Im ersten Quartal 2025 habe adidas den Umsatz und die Profitabilität deutlich gesteigert. Besonders positiv hebe sich das starke Wachstum in Lateinamerika und den Schwellenländern hervor. Trotz laufender steuer- und zollrechtlicher Ermittlungen rechne das Unternehmen nicht mit wesentlichen finanziellen Auswirkungen und setze weiterhin auf Innovation und globale Expansion. Die neue Formel-1-Partnerschaft mit Mercedes sowie Margenverbesserungen und Effizienzsteigerungen würden den Ausblick stärken. Für das Gesamtjahr werde ein profitables Wachstum erwartet, auch wenn makroökonomische Risiken und US-Zölle weiterhin ein herausforderndes Umfeld darstellen würden.
Daher sieht Alexander Frank, Analyst der Raiffeisen Bank International AG, weiterhin Potenzial für die Aktie des deutschen Traditionsunternehmens. Er bestätige deshalb seine "Kauf"-Empfehlung für die adidas-Aktie mit einem Kursziel von EUR 240,00. Das Kursziel ergebe sich mittels eines relativen Bewertungsansatzes, welcher basierend auf Multiples für die nächsten zwölf Monate auch einen im historischen Vergleich angemessenen Bewertungsaufschlag zum breiten Markt berücksichtige. (Analyse vom 12.05.2025)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus:
Offenlegung von Umständen und Interessen, die die Objektivität der RBI gefährden könnten: www.raiffeisenresearch.com/disclosuresobjectivity (12.05.2025/ac/a/d)
Archivbeitrag vom 12.05.2025. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.