Aktien des Tages

Zumtobel Aktie: Solide Q2-Zahlen enthielten einige Einmalfaktoren

Wien (www.aktiencheck.de) - Zumtobel-Aktienanalyse von der Raiffeisen Bank International AG:

Markus Remis, Analyst der Raiffeisen Bank International AG (RBI), nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der Zumtobel Group AG (ISIN: AT0000837307, WKN: A0JLPR, Ticker-Symbol: T9Z, Wiener Börse-Symbol: ZAG) unter die Lupe.

Zumtobel habe heute die Zahlen zum 2. Geschäftsquartal präsentiert. Die Ergebnisse hätten einige Einmalfaktoren enthalten, hätten aber in Summe weitgehend den Analystenerwartungen entsprochen. Die Finanzziele seien insgesamt bestätigt worden, der Margenausblick jedoch präzisiert.

Zumtobel habe für das 2. Quartal 2024/25 weitgehend im Rahmen liegende Ergebnisse gemeldet, die jedoch mehrere einmalige Posten enthalten hätten. Der stagnierende Umsatz von EUR 289 Mio. entspreche den Analysten- und den Konsensprognosen. Das Lighting-Segment habe stabile Umsätze von EUR 230 Mio. erzielt, während der Bereich Components um 3% auf EUR 77 Mio. zugelegt habe. Regional stehe dem Wachstum in Nord- und Westeuropa (+9%) und DACH (+4%) ein Rückgang im hohen einstelligen Bereich in Süd- und Osteuropa, APAC und Amerika gegenüber.

Das bereinigte EBIT von EUR 21 Mio. sei etwas besser als angenommen (RBI-Schätzung: EUR 18,5 Mio.), was abgesehen von einem Einmalertrag von EUR 1 Mio. aus einem Lieferantenvergleich auf eine stärkere Deflation der (Roh-)Materialkosten zurückzuführen scheine, die insbesondere dem Gewinn im Segment Components Rückenwind verliehen habe. Darüber hinaus habe das Segment von einem geringfügig positiven Effekt aus der Neubewertung der Lagerbestände (EUR 0,3 Mio. im 2. Quartal nach EUR 3 Mio. im 1. Quartal) profitiert. Remis weise außerdem darauf hin, dass der Vorjahresvergleich auf Konzernebene durch einen unterschiedlichen Zeitpunkt des Eingangs von F&E-Subventionen verzerrt werde. Während Zumtobel diese im Vorjahr im zweiten Quartal verbucht habe, würden sie im Geschäftsjahr 24/25 wieder (wie üblich) im dritten Quartal verbucht.

Darüber hinaus wolle das Unternehmen, zusätzlich zur bereits angekündigten Einstellung der Produktion im französischen Werk in Les Andelys (85 Mitarbeiter), auch das Leuchtenmontagewerk in Sydney/AUS (31 Mitarbeiter) schließen. In Q2 seien dafür Belastungen von knapp über EUR 9 Mio. verbucht worden. Dadurch liege der Nettogewinn mit EUR 5,6 Mio. rund 50% unter der Vergleichsperiode.

Ausblick: Das Management habe die Finanzziele für das Geschäftsjahr 2024/25 bekräftigt und rechne mit einem Umsatz, der zumindest leicht über dem des Vorjahres liege. In der Telefonkonferenz habe sich Zumtobel zuversichtlich gezeigt, dass die Projektpipeline im Bereich Lighting und der solide Auftragseingang beim Segment Components das prognostizierte Wachstum sichern sollten. In Bezug auf die bereinigte EBIT-Marge liege die Spanne weiterhin bei 3% bis 6%. In der Telefonkonferenz habe sich das Management jedoch zuversichtlich gezeigt, den "höheren Bereich der oberen Hälfte" zu erreichen.

Die letzte Empfehlung zur Aktie von Zumtobel lautete "Halten", so Markus Remis, Analyst der Raiffeisen Bank International AG. (Analyse vom 05.12.2024)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus:

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Offenlegung von Umständen und Interessen, die die Objektivität der RBI gefährden könnten: www.raiffeisenresearch.com/disclosuresobjectivity (05.12.2024/ac/a/a)

Archivbeitrag vom 05.12.2024. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

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