Wien (www.aktiencheck.de) - Zalando-Aktienanalyse von der Raiffeisen Bank International AG:
Manuel Stahl, Analyst der Raiffeisen Bank International AG (RBI), rät in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der Zalando SE (ISIN: DE000ZAL1111, WKN: ZAL111, Ticker-Symbol: ZAL) weiterhin zu kaufen.
Q3 25: Der Online-Händler habe seinen Umsatz um 26,5% auf EUR 3,0 Mrd. steigern können, angetrieben durch den Zusammenschluss mit ABOUT YOU. Damit seien auch die Erwartungen der Analyst:innen in Höhe von EUR 2,9 Mrd. übertroffen worden. Das Bruttowarenvolumen (GMV) habe sich mit einem Zuwachs von 21,6% auf EUR 4,2 Mrd. somit ebenfalls positiv entwickelt. Auf Pro-forma-Basis - als wäre ABOUT YOU im Vorjahreszeitraum bereits Teil der Gruppe gewesen - sei das GMV um 6,7% gestiegen, während der Umsatz um 7,5% zugelegt habe. Das bereinigte EBIT sei gegenüber dem Vorjahreswert von EUR 92,7 Mio. auf EUR 96,3 Mio. gewachsen, die entsprechende EBIT-Marge habe sich insbesondere aufgrund der Inklusion von ABOUT YOU und dem Wachstum der Outlet-Plattform Zalando Lounge hingegen um 0,7 Prozentpunkte auf 3,2% reduziert.
Zalando entwickle das B2C-Segment ständig weiter. Der auf den Verkauf von Mode und Lifestyle-Produkten ausgerichtete Bereich biete beispielsweise bereits in 22 Märkten mithilfe des KI-gesteuerten Discovery-Feeds ein personalisiertes und unterhaltsameres Einkaufserlebnis, das unter anderem die Erstellung von Boards, das Folgen von anderen User:innen und das Speichern von Inhalten umfasse. Mit dem Treueprogramm Zalando Plus und dem ebenfalls KI-gesteuerten Zalando Assistant zur Modeberatung sollten Kund:innen zusätzlich an die Einkaufsplattform gebunden werden. Darüber hinaus möchte sich das Unternehmen stärker auf das Wachstum im Sportgeschäft fokussieren. Gelingen solle dies nicht nur mit dem Schwerpunkt auf einzelne Sportarten, Promotions oder dem Sponsoring von Sport-Events, sondern auch mit einer fünfjährigen Partnerschaft mit dem DFB (Deutscher Fußball-Bund). Angetrieben von ABOUT YOU habe Zalando den Bereichs-Umsatz um 27,9% auf EUR 2,75 Mrd. steigern können, während das bereinigte EBIT um 11,6% zurückgegangen sei. Die EBIT-Marge habe sich im Jahresvergleich um 1,2 Prozentpunkte auf 2,8% reduziert.
Ähnlich dem B2C-Segment habe B2B rund um ZEOS (Zalando E-Commerce Operating System) mithilfe von ABOUT YOU bzw. dem damit verbundenen Logistiknetzwerk SCAYLE einen deutlichen Umsatzzuwachs von 15,6% erzielt. Das bereinigte EBIT habe sich nahezu verdreifacht bei einer um nun 4,3 Prozentpunkte höheren operativen Marge. Mit SCAYLE erweitere Zalando seine hauseigene Logistik-, Software- und Service-Infrastruktur, was signifikante Synergieeffekte mit sich bringen solle.
Die Aktie von Zalando könne gemäß sämtlicher Bewertungskennzahlen als unterbewertet eingestuft werden. So lägen die zukunftsgerichteten Preis-Multiples deutlich unter ihrem historischen Durchschnitt, während der Anteilsschein mit einem 12-Monats-Forward-KGV von unter 16 jüngst sogar einen neuen Tiefpunkt erreicht habe. Angesichts des positiven Gewinnmomentums sowie der Aussicht auf eine Verbesserung der Marge erscheine Stahl der derzeitige Bewertungs-Discount als klar überzogen.
Fast-Fashion-Plattformen wie Shein und Temu hätten sich zuletzt immer mehr auf dem europäischen Absatzmarkt etabliert. Der zunehmende Europa-Fokus habe sich zuletzt vor allem in den erhöhten digitalen Werbeausgaben geäußert, mit denen in erster Linie App-Downloads angekurbelt werden sollten. Nun wachse jedoch der regulatorische Druck vonseiten der EU auf die chinesischen Plattformen, sodass die De-Minimis-Zollbefreiung für Online-Einkäufe unter EUR 150 bereits mit Anfang 2026 (anstelle von 2028) aufgehoben werden solle. Die Wareneinfuhr aus China nach Europa würde so deutlich erschwert werden.
Der Ausblick: Der zuletzt zurückgeschraubte Jahresausblick sei nun bestätigt worden. Folglich prognostiziere das Unternehmen weiterhin ein Wachstum des Bruttowarenvolumens (GMV) sowie des Umsatzes zwischen 4% und 7% (auf Pro-forma-Basis). Das bereinigte EBIT solle sich auf EUR 550 Mio. bis EUR 600 Mio. belaufen. Langfristig erwarte die nun kombinierte Unternehmensgruppe bis 2028 weiterhin eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 5-10% (Ausgangsjahr 2023) hinsichtlich des Umsatzes als auch des Bruttowarenvolumens (GMV). Die bereinigte EBIT-Marge solle sich am Ende dieses Zeitraums auf ambitionierte 6-8% belaufen.
Zalando habe im Rahmen der Q3-Präsentation einen ersten Einblick gegeben, wohin die Reise mit der Übernahme von ABOUT YOU wohl gehen könnte. Allen voran sei das Bruttowarenvolumen (pro-forma) deutlich gesteigert worden und die angekündigten Synergieeffekte im B2B-Bereich seien bereits mit einer signifikant höheren Profitabilität sichtbar gemacht worden. Darüber hinaus entwickle der Online-Händler sein deutlich umsatzstärkeres B2C-Segment laufend weiter, um Kund:innen stärker an die eigene Plattform zu binden, während mitunter die jüngste Kooperation mit dem DFB vermehrt Sportbegeisterte an Bord holen solle. Nichtsdestotrotz hinke die Aktie nach Ansicht des Analysten weiterhin ihrem Kurspotenzial deutlich hinterher - das aktuell historisch niedrigste KGV des Unternehmens bei solidem Gewinnwachstum spreche für sich.
Dementsprechend bestätigt Manuel Stahl, Analyst der Raiffeisen Bank International AG, sein bisheriges Kursziel von EUR 32,00 als auch seine KAUF-Empfehlung für die Zalando-Aktie. Das Kursziel basiere auf einem Multiple-Ansatz und ist sowohl im Vergleich zur eigenen Historie als auch in Bezug auf den Sektor sowie Markt zu verstehen, wobei es sich bei den Zahlen um Konsens- und eigene Schätzungen handle. (Analyse vom 21.11.2025)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus:
Offenlegungen
7. Der zuständige Analyst oder eine sonstige an der Erstellung der Finanzanalyse mitwirkende natürliche Person oder eine sonstige natürliche Person von Raiffeisen Research besitzt Finanzinstrumente des von ihm analysierten Emittenten.
Offenlegung von Umständen und Interessen, die die Objektivität der RBI gefährden könnten: www.raiffeisenresearch.com/disclosuresobjectivity (21.11.2025/ac/a/d)
Manuel Stahl, Analyst der Raiffeisen Bank International AG (RBI), rät in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der Zalando SE (ISIN: DE000ZAL1111, WKN: ZAL111, Ticker-Symbol: ZAL) weiterhin zu kaufen.
Q3 25: Der Online-Händler habe seinen Umsatz um 26,5% auf EUR 3,0 Mrd. steigern können, angetrieben durch den Zusammenschluss mit ABOUT YOU. Damit seien auch die Erwartungen der Analyst:innen in Höhe von EUR 2,9 Mrd. übertroffen worden. Das Bruttowarenvolumen (GMV) habe sich mit einem Zuwachs von 21,6% auf EUR 4,2 Mrd. somit ebenfalls positiv entwickelt. Auf Pro-forma-Basis - als wäre ABOUT YOU im Vorjahreszeitraum bereits Teil der Gruppe gewesen - sei das GMV um 6,7% gestiegen, während der Umsatz um 7,5% zugelegt habe. Das bereinigte EBIT sei gegenüber dem Vorjahreswert von EUR 92,7 Mio. auf EUR 96,3 Mio. gewachsen, die entsprechende EBIT-Marge habe sich insbesondere aufgrund der Inklusion von ABOUT YOU und dem Wachstum der Outlet-Plattform Zalando Lounge hingegen um 0,7 Prozentpunkte auf 3,2% reduziert.
Zalando entwickle das B2C-Segment ständig weiter. Der auf den Verkauf von Mode und Lifestyle-Produkten ausgerichtete Bereich biete beispielsweise bereits in 22 Märkten mithilfe des KI-gesteuerten Discovery-Feeds ein personalisiertes und unterhaltsameres Einkaufserlebnis, das unter anderem die Erstellung von Boards, das Folgen von anderen User:innen und das Speichern von Inhalten umfasse. Mit dem Treueprogramm Zalando Plus und dem ebenfalls KI-gesteuerten Zalando Assistant zur Modeberatung sollten Kund:innen zusätzlich an die Einkaufsplattform gebunden werden. Darüber hinaus möchte sich das Unternehmen stärker auf das Wachstum im Sportgeschäft fokussieren. Gelingen solle dies nicht nur mit dem Schwerpunkt auf einzelne Sportarten, Promotions oder dem Sponsoring von Sport-Events, sondern auch mit einer fünfjährigen Partnerschaft mit dem DFB (Deutscher Fußball-Bund). Angetrieben von ABOUT YOU habe Zalando den Bereichs-Umsatz um 27,9% auf EUR 2,75 Mrd. steigern können, während das bereinigte EBIT um 11,6% zurückgegangen sei. Die EBIT-Marge habe sich im Jahresvergleich um 1,2 Prozentpunkte auf 2,8% reduziert.
Ähnlich dem B2C-Segment habe B2B rund um ZEOS (Zalando E-Commerce Operating System) mithilfe von ABOUT YOU bzw. dem damit verbundenen Logistiknetzwerk SCAYLE einen deutlichen Umsatzzuwachs von 15,6% erzielt. Das bereinigte EBIT habe sich nahezu verdreifacht bei einer um nun 4,3 Prozentpunkte höheren operativen Marge. Mit SCAYLE erweitere Zalando seine hauseigene Logistik-, Software- und Service-Infrastruktur, was signifikante Synergieeffekte mit sich bringen solle.
Die Aktie von Zalando könne gemäß sämtlicher Bewertungskennzahlen als unterbewertet eingestuft werden. So lägen die zukunftsgerichteten Preis-Multiples deutlich unter ihrem historischen Durchschnitt, während der Anteilsschein mit einem 12-Monats-Forward-KGV von unter 16 jüngst sogar einen neuen Tiefpunkt erreicht habe. Angesichts des positiven Gewinnmomentums sowie der Aussicht auf eine Verbesserung der Marge erscheine Stahl der derzeitige Bewertungs-Discount als klar überzogen.
Fast-Fashion-Plattformen wie Shein und Temu hätten sich zuletzt immer mehr auf dem europäischen Absatzmarkt etabliert. Der zunehmende Europa-Fokus habe sich zuletzt vor allem in den erhöhten digitalen Werbeausgaben geäußert, mit denen in erster Linie App-Downloads angekurbelt werden sollten. Nun wachse jedoch der regulatorische Druck vonseiten der EU auf die chinesischen Plattformen, sodass die De-Minimis-Zollbefreiung für Online-Einkäufe unter EUR 150 bereits mit Anfang 2026 (anstelle von 2028) aufgehoben werden solle. Die Wareneinfuhr aus China nach Europa würde so deutlich erschwert werden.
Der Ausblick: Der zuletzt zurückgeschraubte Jahresausblick sei nun bestätigt worden. Folglich prognostiziere das Unternehmen weiterhin ein Wachstum des Bruttowarenvolumens (GMV) sowie des Umsatzes zwischen 4% und 7% (auf Pro-forma-Basis). Das bereinigte EBIT solle sich auf EUR 550 Mio. bis EUR 600 Mio. belaufen. Langfristig erwarte die nun kombinierte Unternehmensgruppe bis 2028 weiterhin eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 5-10% (Ausgangsjahr 2023) hinsichtlich des Umsatzes als auch des Bruttowarenvolumens (GMV). Die bereinigte EBIT-Marge solle sich am Ende dieses Zeitraums auf ambitionierte 6-8% belaufen.
Zalando habe im Rahmen der Q3-Präsentation einen ersten Einblick gegeben, wohin die Reise mit der Übernahme von ABOUT YOU wohl gehen könnte. Allen voran sei das Bruttowarenvolumen (pro-forma) deutlich gesteigert worden und die angekündigten Synergieeffekte im B2B-Bereich seien bereits mit einer signifikant höheren Profitabilität sichtbar gemacht worden. Darüber hinaus entwickle der Online-Händler sein deutlich umsatzstärkeres B2C-Segment laufend weiter, um Kund:innen stärker an die eigene Plattform zu binden, während mitunter die jüngste Kooperation mit dem DFB vermehrt Sportbegeisterte an Bord holen solle. Nichtsdestotrotz hinke die Aktie nach Ansicht des Analysten weiterhin ihrem Kurspotenzial deutlich hinterher - das aktuell historisch niedrigste KGV des Unternehmens bei solidem Gewinnwachstum spreche für sich.
Dementsprechend bestätigt Manuel Stahl, Analyst der Raiffeisen Bank International AG, sein bisheriges Kursziel von EUR 32,00 als auch seine KAUF-Empfehlung für die Zalando-Aktie. Das Kursziel basiere auf einem Multiple-Ansatz und ist sowohl im Vergleich zur eigenen Historie als auch in Bezug auf den Sektor sowie Markt zu verstehen, wobei es sich bei den Zahlen um Konsens- und eigene Schätzungen handle. (Analyse vom 21.11.2025)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus:
Offenlegungen
7. Der zuständige Analyst oder eine sonstige an der Erstellung der Finanzanalyse mitwirkende natürliche Person oder eine sonstige natürliche Person von Raiffeisen Research besitzt Finanzinstrumente des von ihm analysierten Emittenten.
Offenlegung von Umständen und Interessen, die die Objektivität der RBI gefährden könnten: www.raiffeisenresearch.com/disclosuresobjectivity (21.11.2025/ac/a/d)
Archivbeitrag vom 21.11.2025. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.