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YOC Aktie: Rohertragsmarge als zentrales Thema - GB bestätigt Sondercharakter der Belastungen

Hamburg (www.aktiencheck.de) - YOC-Aktienanalyse von der Montega AG:

Ingo Schmidt, Aktienanalyst der Montega AG, rät in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der YOC AG (ISIN: DE0005932735, WKN: 593273, Ticker-Symbol: YOC) weiterhin zu kaufen.

Der am 28.04. veröffentlichte Geschäftsbericht 2025 bestätige im Wesentlichen die bereits kommunizierten Eckdaten, liefere aber wichtige Zusatzinformationen zu Segmentergebnissen, Cashflow und den Ursachen der Margenbelastung.

Ergebnisüberblick: Umsatz (37,1 Mio. EUR) und EBITDA (2,4 Mio. EUR) würden den Vorabveröffentlichungen entsprechen. Die Rohertragsmarge (gerechnet auf den Umsatz) habe mit 45,4% deutlich unter Vorjahr (50,5%) gelegen. Auf Segmentebene zeige sich eine Zweiteilung: Das nationale Geschäft habe ein EBITDA von 5,3 Mio. EUR (Vj. 7,0 Mio. EUR) bei leicht rückläufigem Umsatz (-1,3%) erzielt. Das Internationale Segment sei umsatzseitig um 16% yoy auf 17,7 Mio. EUR gewachsen, sei jedoch durch Anlaufkosten des schwedischen Markteintritts von rund 0,8 Mio. EUR auf ein EBITDA von 1,7 Mio. EUR (Vj. 2,0 Mio. EUR) gedrückt worden.

Qualitative Einordnung: Das Management benenne drei klar abgrenzbare Belastungsfaktoren der Rohertragsmarge: (1) gestiegene Agenturrückvergütungen, deren Verbindlichkeiten bilanziell auf 4,4 Mio. EUR (Vj. 2,9 Mio. EUR) angestiegen seien, (2) erhöhte Betriebskosten der VIS.X®-Plattform in H1/25 infolge der Angebotsflächenausweitung sowie (3) ein temporäres OMP-Volumenprojekt mit bewusster Margenreduktion, das nicht den gewünschten Zweck erfüllt habe und entsprechend beendet worden sei. Hinzu komme ein USD-Abwertungseffekt von rund -0,5 Mio. EUR. Der explizite Einmalcharakter der letztgenannten Faktoren sei nach Erachten von Schmidt positiv zu werten. Positiv stimme zudem, dass der operative Cashflow trotz des deutlichen Ergebnisrückgangs bei 3,9 Mio. EUR (Vj. 4,1 Mio. EUR) stabil geblieben sei. Die Liquidität sei mit 4,1 Mio. EUR Cash plus 1,5 Mio. EUR freien Kreditlinien solide. Ein weiterer strategischer Meilenstein: Der Einstieg in Connected TV (CTV) als neuen Kanal sei erfolgreich vollzogen worden und solle mit der Erweiterung der VIS.X® Identity Intelligence zur Erschließung neuer Umsatzpotenziale beitragen.

Der nun vorliegende Geschäftsbericht untermauere nach Erachten von Schmidt die These, dass die operative Delle des Vorjahres primär auf klar abgrenzbare Sondereffekte zurückzuführen sei. Während das nationale Geschäft nach der Bereinigung um margenschwache Volumenprojekte vor einer Erholung stehe, unterstreiche die zweistellige Wachstumsdynamik im internationalen Segment die Skalierbarkeit des VIS.X-Modells in neuen Märkten. Mit dem Wegfall der Einmalbelastungen und einer prognostizierten Normalisierung der Rohertragsmarge sei nach Erachten des Analysten der Weg für einen signifikanten Gewinnhebel geebnet. Angesichts einer soliden Cash-Position und der attraktiven Bewertung mit einem EV/EBITDA 2026e von ca. 5,4x sehe Schmidt das Chance Risiko-Profil weiterhin als hochattraktiv an.

Ingo Schmidt, Analyst der Montega AG, bekräftigt seine "kaufen"-Empfehlung für die YOC-Aktie mit einem Kursziel von 15,00 EUR. (Analyse vom 29.04.2026)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link. (29.04.2026/ac/a/nw)

Archivbeitrag vom 29.04.2026. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

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