Erweiterte Funktionen


Kolumnist: Redaktion boerse-frankfurt.de

Wochenausblick: Voller Zuversicht




19.04.21 11:40
Redaktion boerse-frankfurt.de

An den Aktienmärkten bleibt die Stimmung optimistisch. In überzeugenden Konzernergebnissen und einer starken Erholung der Wirtschaft in den USA sehen Analysten Treibstoff für weiteres Aufwärtspotenzial.



19. April 2021. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Nach dem Hoch ist vor dem Hoch. Nachdem Anleger vergangene Woche den gelungenen Start in die US-Berichtssaison mit neuen Höchstmarken an der Wall Street quittierten und auch dem MDAX und DAX neue Rekorde verschafften, eröffnet der deutsche Aktienindex am Morgen mit 15.496 Punkten erneut mit Gewinnen.


Nach Ansicht vieler Analysten ist damit das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht. Insbesondere die US-Wirtschaft unterstützt von Joe Bidens Konjunkturprogramm liefern demnach Gründe für anhaltenden Optimismus. In dieser Woche gewähren in den USA nach den Banken auch Konsumtitel und mit Intel und Apple die ersten großen Technologiewerte Einblick in ihre Bücher. „Wir rechnen insgesamt mit positiven Nachrichten und damit auch mit einer Fortsetzung der Rekordfahrt“, meint Chris-Oliver Schickentanz von der Commerzbank.


Die Wirtschaft zieht an


Aktien gelten für Investoren inzwischen als sichere Wette, wie Markus Reinwand von der Helaba feststellt. Dass gerade hierzulande die dritte Welle der Corona-Pandemie weitere Restriktionen nach sich ziehe, werde ausgeblendet. Schließlich deuteten weltweit massiv gestiegene Einkaufsmanagerindizes insbesondere im Verarbeitenden Gewerbe auf eine dynamische Konjunkturerholung. „Wenn es doch irgendwo klemmt, springen die Staaten mit massiven Konjunkturprogrammen in die Bresche.“ Außerdem hätten es weder die Federal Reserve noch die Europäische Zentralbank eilig, an ihrem ultralockeren geldpolitischen Kurs etwas zu ändern. Dass es an der Börse auch in die andere Richtung gehen kann, erwarteten inzwischen immer weniger Marktteilnehmer


Markus Reinwand

Reinwand


Gewinnerwartungen müssen stimmen


Für Reinwand sind US-Werte allerdings mittlerweile teuer. Etwa werde der S&P 500- derzeit ähnlich hoch bewertet wie zur Hochphase des New Economy-Booms im Jahr 2000. Die Rallye entwickele sich sogar dynamischer als die Hausse nach der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise nach 2008. Auf Basis der Gewinnschätzungen für die kommenden zwölf Monate sei der S&P 500 damals auf ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund zehn gekommen. Im März 2020 habe die Kennzahl etwa 15 betragen. Nach Ansicht Reinwands könnte die US-Berichtssaison ein wichtiger Indikator für aus fundamentaler Sicht weiteres Kurspotenzial sein. Dazu müssten die bereits hohen Gewinnerwartungen für die kommenden Jahre weiter nach oben revidiert werden. Andernfalls sollten Anleger mit Rücksetzern rechnen.


„Anzeichen von Schaum“ erkennbar


Wenn Aktien in luftige Höhen steigen, mehren sich in der Regel die Stimmen, die einen Crash prognostizieren. Blackrock-Stratege Martin Lück würde gegenwärtig nicht von einer Aktienblase sprechen. Im Rahmen eines Medieninterviews verweist der Experte auf die extrem tiefen Zinsen, weshalb die hohen Aktiennotierungen auch aus finanzmathematischer Sicht gerechtfertigt seien. Es gebe allerdings Anzeichen von Schaum. Der Begriff stamme vom ehemaligen US-Notenbankchef Alan Greespan und bezeichne die Gefahr, dass aufgrund der extrem niedrigen Zinsen das reichlich vorhandene Kapital für nicht produktive Zwecke verschwendet wird. Für Lück ist es daher wünschenswert, bald wieder zu Zeiten zurückzukehren, wo die Zinsen die Kapitalknappheit regeln.


Sparguthaben schmelzen


Davon sind wir noch weit entfernt. Dabei führen steigende Preise zu einem realen Wertverlust der Sparguthaben, den Andreas Lipkow von Comdirect allein für die ersten drei Monate dieses Jahres in Deutschland mit 8,1 Milliarden Euro beziffert. Das entspreche 97 Euro pro Einwohner. Zu diesen Ergebnissen kommt der quartalsweise erscheinende Comdirect-Realzins-Radar, der gemeinsam mit Barkow Consulting ermittelt werde. Demnach lagen die Zinssätze für Einlagen im Schnitt bei 0,11 Prozent und die Inflation bei 1,36 Prozent. Real ergebe sich daraus ein Minuszins von 1,25 Prozent.


Wichtige Konjunktur- und Wirtschaftsdaten


Donnerstag 22. März


13.45 Uhr. Euroraum: EZB Zinsentscheid. Die Notenbanken dies- und jenseits des Atlantiks bleiben bei ihrer sehr expansiven Geldpolitik. Analysten erwarten, dass die Europäische Zentralbank das Corona-Programm PEPP bis März 2022 voll ausschöpfen und im Herbst noch einmal erhöhen wird. EZB-Präsidentin Lagarde werde den Effekt des Pandemic Emergency Purchase Programm aller Voraussicht nach loben. Die Zentralbank habe so einer Straffung der Finanzierungsbedingungen erfolgreich entgegengewirkt. Den jüngsten deutlichen Preisauftrieb würden die Ratsmitglieder weiterhin als vorübergehend einstufen.


Freitag, 23. April


10.00 Uhr. Euroraum: Einkaufsmanagerindizes, April. Nach 53,2 Punkten im März liegt der Konsens für April bei 53,3 Punkten. Die schleppende Pandemiebewältigung in Europa bremse die konjunkturelle Erholung im Dienstleistungssektor nach wie vor aus: Nach 49,6 Punkten im Vormonat kommt die Umfrage für April auf 49,1 Punkte. Die Industrie strotze hingegen vor Kraft und werde mit 62,5 Punkten nur leicht unter dem guten März erwartet.


von: Iris Merker


19. April 2021, © Deutsche Börse AG




Disclaimer Inhalte des Onlineangebots Die hierin enthaltenen Angaben und Mitteilungen sind ausschließlich zur Information bestimmt. Keine der hierin enthaltenen Informationen begründet ein Angebot zum Verkauf oder die Werbung von Angeboten zum Kauf eines Terminkontraktes, eines Wertpapiers oder einer Option, die zum Handel an der Eurex Deutschland oder der FWB® Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen sind oder eines sonstigen Terminkontraktes, einer Emission oder eines hierin erläuterten Produktes. 

Die Deutsche Börse AG, Eurex Deutschland, Eurex Frankfurt AG, Eurex Clearing AG, FWB Frankfurter Wertpapierbörse und Börse Frankfurt Zertifikate AG haften nicht dafür, dass die folgenden Informationen vollständig oder richtig sind. Infolgedessen sollte sich niemand auf die hierin enthaltenen Informationen verlassen. Die Deutsche Börse AG, Eurex Deutschland, Eurex Frankfurt AG, Eurex Clearing AG, FWB Frankfurter Wertpapierbörse und Börse Frankfurt Zertifikate AG haften nicht für Schäden aufgrund von Handlungen, die ausgehend von den auf dieser oder einer der nachfolgenden Seiten enthaltenen Informationen vorgenommen werden. 

Zum Handel an der FWB zugelassene Wertpapiere sowie Eurex-Derivate (mit Ausnahme des DAX®Future-, STOXX® 50 Future-, EURO STOXX® 50 Future-, STOXX 600 Banking Sector Future-, EURO STOXX Banking Sector Future- und Global Titans Future-Kontrakts und Eurex Zinssatz Derivaten) stehen derzeit nicht zum Angebot, Verkauf oder Handel in den Vereinigten Staaten zur Verfügung noch dürfen Bürger, die den US-amerikanischen Steuergesetzen unterliegen, diese Wertpapiere anbieten, verkaufen oder handeln. 

Die in XTF Exchange Traded Funds® gelisteten Fondsanteile sind zum Handel an der FWB Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen. Nutzer dieses Informationsangebotes mit Wohnsitz außerhalb von Deutschland weisen wir darauf hin, dass der Vertrieb der in XTF Exchange Traded Funds gelisteten Fondsanteile in diesem Land möglicherweise nicht zulässig ist. Die Verwendung der Informationen geschieht auf eigene Verantwortung des Nutzers. Verweise und Links Bei direkten oder indirekten Verweisen auf fremde Internetseiten ("Links"), die außerhalb des Verantwortungsbereiches des Autors liegen, würde eine Haftungsverpflichtung ausschließlich in dem Fall in Kraft treten, in dem der Autor von den Inhalten Kenntnis hat und es ihm technisch möglich und zumutbar wäre, die Nutzung im Falle rechtswidriger Inhalte zu verhindern. Der Autor erklärt daher ausdrücklich, dass zum Zeitpunkt der Linksetzung keine illegalen Inhalte auf der verlinkten Seiten erkennbar waren. 

Der Autor hat keinerlei Einfluss auf die aktuelle und zukünftige Gestaltung und auf die Inhalte der gelinkten/verknüpften Seiten. Deshalb distanziert er sich hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten /verknüpften Seiten, die nach der Linksetzung verändert wurden. 

Diese Feststellung gilt für alle innerhalb des eigenen Internetangebotes gesetzten Links und Verweise sowie für Fremdeinträge in vom Autor eingerichteten Mailinglisten. Für illegale, fehlerhafte oder unvollständige Inhalte und insbesondere für Schäden, die aus der Nutzung oder Nichtnutzung solcherart dargebotener Informationen entstehen, haftet allein der Anbieter der Seite, auf welche verwiesen wurde, nicht derjenige, der über Links auf die jeweilige Veröffentlichung lediglich verweist. Rechtswirksamkeit des Disclaimers Dieser Disclaimer ist ein Teil des Internetangebots, von dem aus auf diese Seite verwiesen wurde. Sofern einzelne Teile oder einzelne Formulierungen dieses Textes der geltenden Rechtslage nicht, nicht mehr oder nicht vollständig entsprechen sollten, bleiben die übrigen Teile des Dokumentes in ihrem Inhalt und ihrer Gültigkeit davon unberührt. Einbindung von weiteren Inhalten Dritter Es ist möglich, dass innerhalb unserer Website Inhalte Dritter unter anderem im Form von sog. iFrames eingebunden werden. Die Anbieter dieser Inhalte werden technisch bedingt Ihre IP-Adresse erfahren, um ihre Inhalte an ihren Browser zu senden, eventuell Cookies setzen wollen oder Analyse-Tools einsetzen. Für den datenschutzgerechten Umgang mit ihren Daten sind diese Drittanbieter eigenverantwortlich. Zu den Kontaktmöglichkeiten des Anbieters, dessen Datenschutzbestimmungen und eventuell eingeräumte Widerspruchsmöglichkeiten verweisen wir auf das Impressum und die Datenschutzerklärung des jeweiligen Drittanbieters.




powered by stock-world.de




 

 

Aktien des Tages
  

Jetzt für den kostenfreien Newsletter "Aktien des Tages" anmelden und keinen Artikel unseres exklusiven Labels AC Research mehr verpassen.

Das Abonnement kann jederzeit wieder beendet werden.

RSS Feeds




Bitte warten...