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Kolumnist: Redaktion boerse-frankfurt.de

Wochenausblick: Größeres Risikobewusstsein




22.03.21 11:51
Redaktion boerse-frankfurt.de

Die dritte Pandemiewelle und zu erwartende zusätzliche Beschränkungen lassen Anleger vorsichtiger werden. Übergeordnet sehen Charttechniker den DAX weiter im Aufwind.



22. März 2021. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Nach einer Woche mit frischem Rekord und einem schwächeren Ausklang scheinen Anleger sich zunächst zurückzuhalten. Der DAX startet mit 14.551 Punkten etwas schwächer in den Handel. Vor dem Hintergrund der dritten Pandemiewelle ist unklar, ob es weitere Beschränkungen gibt.


Für Cyrus de la Rubia von der Hamburg Commercial Bank bestehen Chancen, dass die jüngsten Pandemie-Lockerungen nicht wieder rückgängig gemacht werden. Mit den Impflieferungen im zweiten Quartal werde man auf dem Weg zur Herdenimmunität einen großen Schritt vorankommen. Bis dahin helfe eine vernünftige Teststrategie, die es zu beschließen gelte. 


Heimische Unternehmen gut positioniert


Finanzinvestoren sehen den Konjunkturaufschwung lediglich aufgeschoben, wie Robert Halver feststellt. Die nicht für übertriebenen Optimismus bekannte Zunft gehe von einer breiten Erholung der deutschen Wirtschaft aus. Die Auslandsorientierung vieler Unternehmen schütze vor der inländischen Corona-Misere. Zudem würden die Wirtschaftshilfen im Euroraum bis Ende 2022 verlängert und die EU-Kommission empfehle, die Schuldenobergrenze auch für das kommende Jahr auszusetzen. Vor diesem Hintergrund gewinnen Halver zufolge zyklische Aktien als Alternative gegenüber den IT-Werten an Bedeutung. Da diese vor allem in Europa und Deutschland zuhause seien, würden DAX und Euro Stoxx an relativer Stärke etwa gegenüber dem technologielastigen Nasdaq gewinnen.


Robert Havler

Halver


Kurzfristige Störungen mit einkalkulieren


Bei allem Optimismus täten Investoren nach Ansicht von Beat Thoma von Fisch Asset Management gut daran, die Risiken für die Wirtschaft und die Finanzmärkte nicht ganz aus den Augen zu verlieren. Zum Beispiel könne sinkendes Konsumentenvertrauen aufgrund von Impfstoffproblemen durchaus eine Double-Dip-Rezession nach sich ziehen. Auch eine konjunkturelle Überhitzung, ausgelöst von einer zu starken Stimulierung durch die staatlichen Hilfspakete wäre demnach denkbar.


Generell überwiegen nach Ansicht Thomas derzeit die positiven Treiber. Steigende langfristige Zinsen oder Inflationsraten hätten aber das Zeug, plötzliche Schwankungen und temporäre Korrekturen an den Finanzmärkten auszulösen. Aktienmärkte tendierten zudem bei einem Zinsanstieg ausgehend von einem tiefen Niveau eher zur Schwäche.


DAX zunächst anfällig


Charttechnisch wertet die Helaba den kleinen DAX-Rücksetzer am Freitag als Gewinnmitnahmen. Der Aufwärtsimpuls sei intakt und vonseiten der quantitativen Indikatoren gebe es keine Signale, die auf eine längere Schwächephase hinweisen. MACD und DMI lägen oberhalb ihrer Signallinien und der ADX steige. Eine überkaufte und korrekturbedürftige Marktlage zeige der Stochastic an, der somit zur Vorsicht mahne.


Nach Auffassung von Christoph Geyer geben die Indikatoren derzeit keine Hinweise auf die weitere Entwicklung. Eine Korrektur nach dem Ausbruch aus dem Seitwärtstrend schließt der Commerzbank-Charttechniker für die kommenden Tage nicht aus. Der Bereich um 14.000 Punkte dürfe allerdings in dem Fall gehalten werden, da die Zyklik in den kommenden Wochen eher für steigende Notierungen spreche.


Wichtige Konjunktur- und Wirtschaftsdaten


Montag, 22. März


Deutschland: Neue Indexzusammensetzungen werden wirksam. So kommen z. B. Siemens Energy in den DAX und Porsche SE in den MDAX.


Mittwoch, 24. März


10.00 Uhr. Euroraum: Einkaufsmanagerindizes März. Die Stimmungsindikatoren der Unternehmen spiegeln die Corona-Entwicklungen und ihre wirtschaftlichen Folgen wider. Während die Industrie auch im März klare Wachstumssignale sendet, leiden die Dienstleister weiterhin spürbar unter der Corona-Pandemie.


Freitag, 26. März


10.00 Uhr. Deutschland: ifo-Geschäftsklimaindex März. Die ersten Lockerungen sollten sich nach Ansicht von Analysten in der Lageeinschätzung und den Geschäftserwartungen der ifo-Umfrage wiederfinden. Nach 92,4 Punkten im Vormonat liegt der Konsens für März bei 93,0 Punkten


13.30 Uhr. USA: Private Konsumausgaben Februar. Analysten rechnen mit einem Rückgang, nachdem der Verbrauch zum Jahresbeginn von direkten staatlichen Hilfen für jeden Bürger profitierte.


von: Iris Merker
22. März 2021, © Deutsche Börse AG




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