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Kolumnist: Stock-World Redaktion

Wiener Börse: Anhaltend hohes Interesse von internationalen Fonds an rot-weiß-roten Aktien (Streubesitz-Studie)




19.04.21 13:27
Stock-World Redaktion

 
  • US-amerikanische Investoren bleiben klare Spitzenreiter unter den institutionellen Investoren
  • Heimische Aktionärsbasis wächst
  • Top 3 institutionelle Investoren: Norges Staatsfonds, BlackRock und Vanguard
  • Erste Asset Management, BlackRock und Norges haben ihre Positionen erhöht
  (Wien) Im prime market, dem Top Segment der Wiener Börse, bleiben institutionelle Anleger wie Fondsgesellschaften oder Staatsfonds die größte Investorengruppe. Sie halten zwei Drittel (33,7 Mrd. EUR) der frei handelbaren österreichischen Aktien (Streubesitz). Davon sind 28,1 Mrd. EUR in der Hand von internationalen Gesellschaften sowie 5,6 Mrd. EUR bei heimischen Fondsgesellschaften veranlagt. Ein Drittel (16,5 Mrd. EUR) befindet sich im Besitz österreichischer Privatanleger und nicht-finanzieller Unternehmen. Das ergibt die Untersuchung des Streubesitzes von prime market Unternehmen, welche IHS Markit (vormals Ipreo) seit über zehn Jahren im Auftrag der Wiener Börse durchführt. Mit 50,9 Mrd. EUR ist rund die Hälfte der Gesamtmarkt-Kapitalisierung des prime market (per Ende 2020: 94,3 Mrd. EUR) im Streubesitz. Im Rahmen der Studie konnte IHS Markit 98,6 % der Eigentümer identifizieren und einer Investorengruppe zuordnen.   „Von großen Staatsfonds ins Portfolio aufgenommen zu werden ist für jedes Unternehmen ein Gütesiegel. Gleichzeitig ist es zur Standortsicherung wichtig, sich auf treue heimische Anlegerschichten verlassen zu können. Die Stärkung der nationalen Investorenbasis sollte daher ganz oben auf die politische Agenda. Steuererleichterungen für Österreicherinnen und Österreicher, die investieren und nicht spekulieren, das heißt ihre Aktien längerfristig halten, könnten hier der richtige Anreiz sein,“ sagt Christoph Boschan, CEO der Wiener Börse.

  Heimische Aktionärsbasis wächst   2020 waren wieder drei heimische Fondsgesellschaften im Ranking der Top 10 institutionellen Investoren vertreten. Wachsendes Interesse der Österreicherinnen und Österreicher belegt auch die Statistik der Oesterreichischen Nationalbank zum Geldvermögen der Privathaushalte. Dieses ist im Jahr 2020 kräftig angewachsen. Demnach investierten österreichische Privatpersonen eine Rekordsumme in Aktien (2,4 Mrd. EUR) sowie in Fonds (4 Mrd. EUR). Das ist, die letzten 20 Jahre betrachtet, ein Spitzenwert.

  Internationale Fonds setzen weiter auf österreichische Aktien   US-amerikanische Investoren bleiben klare Spitzenreiter unter den institutionellen Anlegern. Ende 2020 stieg ihr Anteil im Vergleich zu 2018 von 24,5 % auf 28,4 %. Auf Platz 2 folgen österreichische Institutionelle mit 16,6% nach 23,5 %. Der dritte Platz geht an Großbritannien mit 15,7 %, nach zuvor 16,7 %. Deutschland hat sich im Länderranking mit einem Anteil von 7,3 % gegenüber 6,1 % im Vergleich zu 2018 vor Frankreich (6,6 %) auf Platz 4 geschoben.   Die Top 10 Investoren halten etwa ein Drittel des identifizierten Streubesitzes österreichischer prime market Aktien. Kumuliert man alle Aktienpakete, bleibt der norwegische Staatsfonds größter Einzelinvestor. In den Top 10 tummeln sich vier US-Fonds. Alle drei österreichischen Fondsgesellschaften legten bei Österreich-Positionen wertmäßig zu.
 
 
Profis setzen auf Unternehmenswert und -wachstum – passive Investments weiter im Trend   In Bezug auf Investmentstrategien fokussieren institutionelle Anleger im prime market auf den Unternehmenswert (30,7 %) und auf das Wachstum (30,5 %). Doch auch passive Strategien sind weiter im Vormarsch: Veranlagten 2015 noch 16,1 % über einen Index, waren es 2018 18,3 % und 2020 bereits 22,6 %. Jene Investoren, die ihre Bestände am deutlichsten erhöhten, weisen eine geringe bis mittlere Umschlagshäufigkeit auf. Dies kann als Indiz für langfristiges Interesse an österreichischen Unternehmen gewertet werden.  
 
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Über die Wiener Börse Als zentrale Infrastrukturanbieterin der Region öffnet die Wiener Börse AG Tore zu globalen Märkten. Sie betreibt die Börsenplätze Wien und Prag. Notierte Unternehmen profitieren dort von maximaler Liquidität, Anlegern bietet sie als Marktführerin schnellen und günstigen Handel. Die Wiener Börse sammelt und verteilt Kursdaten und berechnet die wichtigsten Indizes für ein Dutzend Märkte der Region. Dank ihres einzigartigen Know Hows vertrauen auch die Nationalbörsen in Budapest, Laibach und Zagreb auf die IT-Dienstleistungen der Wiener Börse. Darüber hinaus ist sie an weiteren Energiebörsen und Clearinghäusern der Region beteiligt.

  Haftungsausschluss Diese Pressemitteilung kann bestimmte zukunftsgerichtete Aussagen und Prognosen, die auf zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Pressemitteilung gegenwärtigen Annahmen basieren, enthalten. Wir übernehmen keinerlei Gewähr dafür, dass diese zukunftsgerichteten Aussagen eintreten werden. Weiters weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass diese Pressemitteilung nicht als Grundlage für eine Investitionsentscheidung dient und weder eine Aufforderung zum Kauf noch eine Anlageempfehlung der Wiener Börse AG darstellt. Die Angaben in dieser Pressemitteilung erfolgen ohne Gewähr. 


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Der Autor stellt hier lediglich Informationen zur Verfügung, es erfolgt keine Anlageberatung, Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Vermögensanlagen. Anlagegeschäfte beinhalten Risiken, so dass die Konsultierung professioneller Anlagenberater empfohlen wird. Wir möchten in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, dass ein Engagement in Aktien (auch Hot Stocks oder Penny Stocks), Zertifikate, Fonds oder Optionsscheine zum Teil mit erheblichen Risiko verbunden. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals kann nicht ausgeschlossen werden.





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