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Wie umweltfreundliche Firmen der angeschlagenen Wirtschaft helfen




19.04.21 21:30
aktiencheck.de

Bad Marienberg (www.aktiencheck.de) - Das Coronavirus (Covid-19) hat die Wirtschaft weltweit auf die Probe gestellt. Der IWF befürchtet, dass die Weltwirtschaft durch Covid-19 um 5% schrumpfen wird. Allein für Deutschland bedeutet das eine fehlende Wirtschaftsleistung von circa 200 Milliarden Euro. Besonders die großen Autobauer mussten sinkende Absätze verkraften: Der größte deutsche Autobauer VW konnte von der gleichnamigen Kernmarke 15% weniger Autos verkaufen als noch 2019. Auch BMW und Daimler mussten ordentlich einstecken, BMWs Verkäufe sanken um 8,4%, die von Daimler um 7,5%.

Unstabile Währungen


Im Zuge der schwächelnden Wirtschaft wurden von den USA und vielen europäischen Ländern wortwörtlich die Gelddrucker angeschlossen. Mit milliardenschweren Hilfspaketen sollte die Wirtschaft angekurbelt und die Pandemie überbrückt werden. Das wirkt sich natürlich auf die Währungen der Länder aus, unter anderem Kryptowährungen erlebten im Zuge der schwächelnden klassischen Währungen einen regelrechten Boom. Bitcoin und Ethereum konnten sich seit dem Corona-Crash im März mehr als verzehnfachen. Die unsichere Wirtschaftslage und die Hilfspakete sorgen für eine hohe Volatilität in vielen Forex-Paaren. Viele Trader konnten mit Live-Nachrichten und Markteinsichten von den Forex Experten wie IronFX auf diese Volatilität reagieren. Während ein Euro im März 2020 noch circa 1,1 US-Dollar entsprachen, entspricht inzwischen ein Euro circa 1,2 USD. Der sinkende Wert des US-Dollars ist unter anderem auf den Plan von US-Präsident Joe Biden zurückzuführen, der plant über 2 Billionen Dollar "in Amerika zu investieren". Biden möchte dabei besonders in die grüne Zukunft der amerikanischen Wirtschaft investieren, also in umweltfreundliche Lösungen wie Elektroautos, öffentlichen Nahverkehr, erneuerbare Energien und einiges mehr.

Bild: Pixabay

Wie umweltfreundliche Firmen die Wirtschaft ankurbeln


Der aktuelle Trend in der Wirtschaft ist der Klimaschutz. Die Aktien von umweltfreundlichen, zukunftsorientierten Unternehmen steigen rasant an, vegane und vegetarische Ernährung wird immer beliebter, es werden immer mehr Elektroautos entwickelt, produziert und gekauft und für die Forschung werden Milliarden ausgegeben. Die Entwicklung hin zu einer umweltfreundlichen, nachhaltigen Wirtschaft wird von staatlichen Subventionen weiter angetrieben. Natürlich möchten die Unternehmen die zukünftige Generation Kunden ansprechen, besonders junge Menschen sind im Bereich Umweltschutz besonders engagiert.

Der iShares MSCI Europe SRI UCITS ETF ist z. B. ein ETF, der aus Aktien von Unternehmen besteht, die besonderen Wert auf Umweltschutz, Klimaschutz und soziale Verantwortung legen. Im letzten Jahr konnte der ETF um über 30% zulegen, eine ähnlich gute Entwicklung sieht man bei fast allen diesen ETFs.

Der wertvollste Autobauer der Welt - Tesla


Fast jeder sollte es in den Nachrichten gehört haben: Toyota ist nicht mehr der wertvollste Automobilhersteller der Welt. Im Juli 2020 schaffte es der US-amerikanische Autohersteller Tesla unter der Leitung seines CEOs und Besitzers Elon Musk an die Spitze der Automobilbranche. Für kurze Zeit war Elon Musk der reichste Mensch der Welt und Tesla ist noch immer mehr wert als VW, Daimler und BMW zusammen. Die Tesla-Aktie ist einerseits so beliebt, da viele Anleger glauben, dass die Zukunft der Mobilität CO2-neutral ist und Tesla diesen Weg am konsequentesten beschreitet. Andererseits profitiert Tesla natürlich von den Subventionen für Elektroautos, die es inzwischen in nahezu der ganzen westlichen Welt gibt.

Auch Tesla-CEO Elon Musk spielte eine gewisse Rolle bei dem starken Kursanstieg der Aktie. Im Gegensatz zu anderen CEOs großer Automarken steht er deutlich mehr in der Öffentlichkeit. Auf Twitter teilt er seine Gedanken regelmäßig mit über 50 Millionen Followern. Dabei ist er auch nicht immer nur professionell unterwegs, sondern postet auch Witze, die in der Twitter-Community besonders beliebt sind.

Bild: Pixabay

Vegane Ernährung - Beyond Meat


Die Lebensmittelmarke Beyond Meat ist spezialisiert auf vegane Produkte, die nach Fleisch aussehen und (sogar besser) schmecken sollen. Als Produkte bieten sie vegane Burger, Fleischbällchen, Würstchen und vieles mehr. Die Fleischproduktion trägt eine große Mitschuld am Klimawandel, da besonders in Südamerika hektarweise Regenwald abgeholzt oder abgebrannt werden, um dort Weideflächen für Rinder zu schaffen. Der Regenwald wird oft auch als "Lunge der Welt" bezeichnet, da dort tonnenweise CO2 von den Pflanzen in Sauerstoff umgewandelt wird.

Konsumenten von Beyond Meat Produkten tragen daher nicht nur zum Tierschutz bei, sondern auch zum Umwelt- und Klimaschutz. Der Mythos, dass solche Produkte umweltschädlicher sind als ihre Gegenstücke aus Fleisch, ist übrigens genau das: ein Mythos. Für die Futtermittel der Tiere wird deutlich mehr Fläche verbraucht, als für den Anbau der Ersatzprodukte (wie z.B. Soja). Die Aktien des Unternehmens liefen entsprechend gut: Anleger konnten ihren Einsatz verdoppeln. Die Aktie stieg von circa 67 EUR auf zwischenzeitlich über 160 EUR, inzwischen liegt sie bei 114 EUR (Stand 16.04.2021).

Die gesamte Branche im Bereich nicht-fleischliches Protein boomt, in die Forschung werden Milliarden investiert. Neben pflanzlichen Proteinen kommen auch aus Insekten gewonnene Proteine als Lösung infrage. Auch an Fleisch aus dem Labor wird inzwischen geforscht. Dabei braucht man lediglich die Stammzellen des Tieres, das Fleisch wird dabei im Labor gezüchtet. Das Tier muss für diesen Vorgang nicht geschlachtet werden. Aktuell sind die Verfahren noch sehr teuer, aber es ist bereits möglich echtes Fleisch im Labor zu züchten.

Umweltfreundlicher Stahl - Boston Metal


Die Produktion von Stahl ist weltweit für circa 10% der CO2-Emissionen verantwortlich. Zum Vergleich: Die gesamten USA sind für 14,5% der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich, Deutschland nur für circa 2%. Stahl wird aktuell in immer größeren Mengen benötigt, besonders zum Bau von Hochhäusern und generell zum Bau von großen Gebäuden. Eine Firma namens Boston Metal hat ein Verfahren entwickelt, um Stahl komplett emissionsfrei herzustellen. Bill Gates unterstützt das Projekt, damit das Verfahren weltweit Anwendung findet und preislich mit den CO2-ausstoßenden Methoden mithalten kann. In einer neuen Finanzierungsrunde konnte das Unternehmen über 50 Millionen US-Dollar beschaffen, um die Weiterentwicklung der Technologie zu beschleunigen.

Eine Modernisierung der Stahlproduktion ist dringend notwendig, da diese ein wichtiger Wirtschaftszweig vieler Länder ist. Im Zuge der wachsenden Städte, besonders in Afrika und Asien, werden hunderttausende Tonnen an Stahl benötigt. Zum Vergleich: Im höchsten Wolkenkratzer der Welt, dem Burj Khalifa, wurden circa 39.000 Tonnen Stahl verbaut. Da pro Jahr in nahezu jedem entwickelten Land mehrere Wolkenkratzer dazukommen, ist die Zukunft dieser Industrie gesichert.

Fazit


Wenn Deutschland, Europa und die Welt ihre Klimaziele einhalten wollen, müssen neue Technologien genutzt werden. Diese Innovationen bringen einen wirtschaftlichen Aufschwung mit sich, der nach der Pandemie dringend nötig ist. Die Innovationen, die wir in diesem Artikel thematisiert haben können die Bereiche Verkehr (25%), Herstellung von Stahl (10%) und Landwirtschaft (25%) umweltfreundlicher machen. Ebenfalls wichtig sind Energiegewinnung und natürlich Industrie generell. (19.04.2021/ac/a/m)








 
 
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