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Kolumnist: Performaxx-Anlegerbrief

Wacker Construction: Nach Fusion ein Global-Player mit Potenzial




22.10.07 00:30
Performaxx-Anlegerbrief

Bis dato hatte der Baumaschinenhersteller Wacker Construction Equipment (WAC K01) keine leichte Zeit an der Börse. Nach einem Ausgabekurs von 22 Euro ging es in der Spitze zwar bis auf fast 30 Euro nach oben, das jedoch war im Juli. Seither kannte die Aktie nur einen Weg, und dieser zog sie bis auf 19 Euro herunter. Wir hatten im Mai nur zu einer Zeichnung bis 14,50 Euro geraten. Dies war betont zurückhaltend, aber in der bisherigen schwachen Kursentwicklung sehen wir uns nunmehr bestätigt: Der Ausgabepreis war zu anspruchsvoll gewählt. Nach dem jetzt erfolgten Zusammenschluss mit der österreichischen Neuson Kramer erhält Wacker allerdings Zugang zu neuen Produkten, Regionen und Märkten. Damit ist das Unternehmen wieder eines näheren Blicks wert.


 


Fusion mit Neuson Kramer

 


Wacker ist einer der weltweit führenden Hersteller von Baumaschinen, vor allem von leichten Baugeräten. Das Unternehmen wurde ursprünglich als Schmiede gegründet, was bis auf das Jahr 1848 zurückreicht. Generell bedient Wacker mit ihrem Produktportfolio Kunden aus dem Bauhauptgewerbe, dem Garten- und Landschaftsbau und der Landwirtschaft. Nach dem Börsengang von Wacker Construction war der Zusammenschluss mit der österreichischen Neuson Kramer Baumaschinen AG geplant, was vor kurzem als vollzogen gemeldet wurde.


 


Die Linzer produzieren Mini- und Kompaktbagger sowie Radlader. Sowohl beim Produktangebot als auch bei den Absatzregionen werden sich die beiden Unternehmen sehr gut ergänzen. Nach der Fusion wird die Gesellschaft Wacker Neuson AG heißen und insbesondere im Geschäftsbereich Kompaktbaumaschinen künftig Marktpotenziale in den USA, Europa und Asien nutzen können.


 


Zusammenschluss endlich unter Dach und Fach

 


Nach dem Zusammenschluss ist ein weiterer kurzfristiger Zukauf relativ unwahrscheinlich, da erst einmal die Integration erfolgen muss. Daher bleiben die Ziele, die mit Hilfe des Emissionserlöses von rund 200 Mio. Euro erfolgen sollen, vorerst unkonkret. Vorstandschef Georg Sick will das Geld zur „weltweiten Finanzierung von Wachstumsmöglichkeiten“ verwenden. Das kann vieles oder nichts bedeuten. Der Schwerpunkt bei geplanten Investitionen liegt im Ausbau des Geschäftsfelds Vermietung und im Aufbau des Bereichs Kompakt-Baumaschinen. Geplant sei der Ausbau von Produktionskapazitäten im In- und Ausland, insbesondere in den USA und Manila. Ferner soll in München ein Entwicklungszentrum entstehen.


 


Starke Zahlen, guter Vergleich

 


Schon im letzten Jahr kletterte der Umsatz von Wacker stark um 23 % auf 619 Mio. Euro, der Jahresüberschuss sogar um mehr als die Hälfte auf 48,5 Mio. Euro. Für das 1. Halbjahr präsentierte Wacker einen um 8 % auf 341,7 Mio. Euro gestiegenen Umsatz. Das war plangemäß, aber das Ergebnis ging gegenüber dem Vorjahr um 10 % aufgrund von Sondereffekten zurück. Das organische Wachstum bei den Erlösen lag bei 7,5 %.


 


Hinzu kommt ab sofort Neuson Kramer, die im 1. Halbjahr ihre Erlöse um 30 % auf 181 Mio. Euro steigerte. Der Konzernüberschuss stieg ähnlich stark wie bei Wacker auf 23,6 Mio. Euro. Damit käme Wacker Neuson auf einen kombinierten 2007er Umsatz von rund 1 Mrd. Euro bei einem Jahresgewinn von 90 bis 100 Mio. Euro. Das ergibt ein 2007er KGV von ca. 14, wobei die Synergieeffekte aus dem Zusammenschluss ja erst in den Folgejahren zum Tragen kommen werden. Der KGV-Vergleich mit Manitou, Atlas Copco, Caterpillar oder Komatsu fällt vor allem ab 2008 an aufwärts sehr gut für die neue Wacker aus.


 


Fazit


 


Der Zusammenschluss mit Neuson Kramer bringt Wacker Construction in eine neue Ära. Wir werten die Fusion grundsätzlich positiv, da sie im Gegensatz zu vielen künstlich wirkenden Firmenzusammenschlüssen deutlich identifizierbare Synergieeffekte verspricht und neue Märkte für das Traditionsunternehmen öffnet. Unter 20 Euro kann man sich ein paar Stücke für eine nicht zu kurzfristig gedachte Investition ins Depot legen. Mittelfristig dürften 24 bis 25 Euro leicht wieder drin sein.


 


Für die Inhalte ist die Redaktion des Performaxx-Anlegerbriefs verantwortlich. Der Performaxx-Anlegerbrief zählt mit einer Musterdepotperformance von über 702 % seit 1.1.2001 zu Deutschlands erfolgreichsten Börsenbriefen.


 


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