Aktien des Tages

Volkswagen: Pläne für den Umstieg auf vollelektrische Fahrzeuge aufgegeben - Aktienanalyse

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Volkswagen-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Philipp Schleu vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt die Vorzugsaktie der Volkswagen AG (VW) (ISIN: DE0007664039, WKN: 766403, Ticker-Symbol: VOW3, NASDAQ OTC-Symbol: VLKPF) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.

Kaum habe die Bundesregierung die Förderung für Elektroautos im Dezember 2023 gestrichen, sei die Nachfrage nach den Stromern deutlich eingebrochen. Um nicht den Anschluss an den Rest der Branche zu verlieren, habe nun auch Volkswagen seine Pläne für den Umstieg auf vollelektrische Fahrzeuge aufgegeben.

Der Wolfsburger Konzern, der seine Elektroauto-Familie ID als Schlüssel für seine Zukunft angepriesen habe, habe vergangene Woche eingeräumt, dass er mehr Plug-in-Hybride brauche, um die sinkenden Verkäufe von reinen Elektroautos auszugleichen, wie Bloomberg berichtet habe.

Diese Änderung sei Teil einer größeren Überarbeitung der Elektrifizierungspläne von VW, die auf verpfuschte Modellanläufe und einen Rückstand in China zurückzuführen seien, so der Bericht. Das Unternehmen habe auch seine Bemühungen um externe Investitionen in seine Batterieeinheit aufgegeben und Pläne für eine zwei Milliarden Euro teure Elektroauto-Fabrik in Deutschland gestrichen.

Trotz der Umstellung auf Elektroautos verkaufe VW immer noch viele Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren und werde voraussichtlich im nächsten Jahr seine Emissionsgrenzwerte überschreiten. Vorstandschef Oliver Blume habe die europäischen Regulierer um Nachsicht gebeten. Eine drastische Kehrtwende im Vergleich zum aggressiven Lobbying für Elektroautos vor drei Jahren.

Doch Blume gebe die E-Autos nicht auf, sondern gehe Partnerschaften ein, zum Beispiel mit Xpeng, und bereite eine neue E-Marke in China vor, um junge Verbraucher anzusprechen. Die Gespräche von VW mit Renault über die Entwicklung von günstigeren E-Autos für den Massenmarkt seien dagegen laut Insidern gescheitert.

Nachdem bereits mehrere Automobilhersteller ihre E-Auto-Ziele nach unten korrigiert hätten, sei nun auch Volkswagen eingeknickt. Dieser Schritt sei jedoch zwingend notwendig gewesen, um die Nachfrage am Markt weiterhin bedienen zu können.

Investierte Anleger bleiben an Bord, so Philipp Schleu von "Der Aktionär". (Analyse vom 17.05.2024)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.

Hinweis auf Interessenkonflikte:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Volkswagen Vz.

Börsenplätze VW-Vorzugsaktie:

Tradegate-Aktienkurs VW-Vorzugsaktie:
120,20 EUR -0,17% (17.05.2024, 14:57)

XETRA-Aktienkurs VW-Vorzugsaktie:
120,00 EUR -0,29% (17.05.2024, 14:41)

ISIN VW-Vorzugsaktie:
DE0007664039

WKN VW-Vorzugsaktie:
766403

Ticker-Symbol VW-Vorzugsaktie:
VOW3

NASDAQ OTC-Symbol VW-Vorzugsaktie:
VLKPF

Kurzprofil Volkswagen AG:

Die Volkswagen Group (ISIN: DE0007664039, WKN: 766403, Ticker-Symbol: VOW3, NASDAQ OTC-Symbol: VLKPF) ist einer der weltweit führenden Automobilhersteller mit Hauptsitz in Wolfsburg, Deutschland. Sie ist global tätig und verfügt über 114 Produktionsstätten in 19 europäischen Ländern und zehn Ländern in Nord- und Südamerika, Asien und Afrika. Der Konzern beschäftigt rund 684.000 Mitarbeiter. Die Fahrzeuge der Gruppe werden in über 150 Ländern verkauft.

Mit einem konkurrenzlosen Portfolio starker globaler Marken, führenden Technologien im industriellen Maßstab, innovativen Ideen zur Erschließung künftiger Profit Pools und einem unternehmerisch denkenden Führungsteam setzt sich der Volkswagen Konzern dafür ein, die Zukunft der Mobilität durch Investitionen in elektrische und autonom fahrende Fahrzeuge, Digitalisierung und Nachhaltigkeit zu gestalten.

Zehn Marken aus fünf europäischen Ländern gehören zum Konzern: Volkswagen, Volkswagen Nutzfahrzeuge, ŠKODA, SEAT, CUPRA, Audi, Lamborghini, Bentley, Porsche und Ducati. Darüber hinaus bietet der Volkswagen Konzern ein breites Spektrum an weiteren Marken und Geschäftsbereichen an. Darunter auch Finanzdienstleistungen, wozu die Händler- und Kundenfinanzierung, das Leasing, das Bank- und Versicherungsgeschäft sowie das Flottenmanagement zählen. (17.05.2024/ac/a/d)

Archivbeitrag vom 17.05.2024. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

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