Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Volkswagen-Aktienanalyse von "Der Aktionär":
Jochen Kauper vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt die Vorzugsaktie der Volkswagen AG (VW) (ISIN: DE0007664039, WKN: 766403, Ticker-Symbol: VOW3, NASDAQ OTC-Symbol: VLKPF) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.
Der kriselnde Volkswagen-Konzern habe im dritten Quartal wie erwartet einen herben Gewinneinbruch erlitten. Ein schwaches Branchenumfeld mit weniger Fahrzeugverkäufen sowie der angestoßene Kapazitäts- und Stellenabbau im Konzern hätten für eine Milliardenbelastung gesorgt. Der Konzerngewinn nach Steuern sei um 64 Prozent auf 1,58 Milliarden Euro abgesackt. Der Umsatz sei dagegen nur um ein halbes Prozent auf 78,5 Milliarden Euro gefallen.
Analysten hätten im Vorfeld der Zahlen einen Umsatz in Höhe von 75,3 Milliarden Euro erwartet - knapp 5 Prozent weniger im Vergleich zum Vorjahr. Das operative Ergebnis hätten die Experten auf 3,44 Milliarden Euro geschätzt. Minus 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahreswert.
Die Kernmarke VW Pkw habe zwar im dritten Quartal mit 21,3 Milliarden Euro mehr Umsatz als ein Jahr zuvor gemacht, der operative Gewinn sei jedoch um knapp 23 Prozent auf 375 Millionen Euro gefallen. Die entsprechende Umsatzrendite sei im Jahresvergleich von 2,4 auf 1,8 Prozent gerutscht, wie das Unternehmen am Mittwoch mitgeteilt habe.
Das dritte Quartal sei geprägt gewesen von Restrukturierungslasten, habe J.P. Morgan-Analyst Jose Asumendi in einer ersten Reaktion auf die Zahlen geschrieben. Der Barmittelzufluss aus dem Autogeschäft sei aber stark gewesen und die Liquidität bleibe hoch. Asumendi habe die Einstufung für Volkswagen mit einem Kursziel von 128 Euro auf "neutral" belassen.
Das dritte Quartal sei wie nach der Gewinnwarnung vom September zu vermuten gewesen, habe Analyst Tom Narayan von der kanadische Bank RBC geschrieben. Sein Kursziel für die Aktie laute 102 Euro.
Stifel-Analyst, Daniel Schwarz, erwarte in den nächsten Tagen harte Verhandlungen des Konzerns mit der Arbeitnehmerseite. Für die Anleger seien die Kosteneinschnitte aber positiv. Schwache Resultate im dritten Quartal würden vom Markt angesichts der Gespräche mit den Gewerkschaften wohl nicht negativ gewertet werden.
"Die Ergebnisse des dritten Quartals zeigen, dass es zur geplanten VW-Restrukturierung in Deutschland keine Alternative gibt", sage Auto-Experte, Ferdinand Dudenhöffer vom CAR-Institut.
Trotz der schlechten Zahlen habe die VW-Aktie im Handelsverlauf von 86,12 Euro im Tief auf 91,42 Euro nach oben gedreht. Aktuell notiere das Papier sogar 2,5 Prozent im Plus. Seien alle negativen Nachrichten auf dem Tisch? Wohl kaum.
Im wichtigsten Automarkt der Welt China verliere Volkswagen mehr und mehr an Boden gegenüber den neuen Herausforderern BYD, Nio, Xiaomi oder XPeng. Im Reich der Mitte sei VW mit seinen ID.Modellen nicht konkurrenzfähig. Neue Elektroautos, die durch die Kooperation mit XPeng in China ausgerollt würden, sollten erst 2026 kommen. Die üppigen Gewinne im Reich der Mitte, mit welchen die Probleme und mickrigen Marge innerhalb der Kernmarke hätten kaschiert werden können, seien Vergangenheit. Alle Augen sind nun auf die anstehende Restrukturierung gerichtet, so Jochen Kauper von "Der Aktionär" zur Volkswagen-Vorzugsaktie. (Analyse vom 30.10.2024)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link. (30.10.2024/ac/a/d)
Jochen Kauper vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt die Vorzugsaktie der Volkswagen AG (VW) (ISIN: DE0007664039, WKN: 766403, Ticker-Symbol: VOW3, NASDAQ OTC-Symbol: VLKPF) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.
Der kriselnde Volkswagen-Konzern habe im dritten Quartal wie erwartet einen herben Gewinneinbruch erlitten. Ein schwaches Branchenumfeld mit weniger Fahrzeugverkäufen sowie der angestoßene Kapazitäts- und Stellenabbau im Konzern hätten für eine Milliardenbelastung gesorgt. Der Konzerngewinn nach Steuern sei um 64 Prozent auf 1,58 Milliarden Euro abgesackt. Der Umsatz sei dagegen nur um ein halbes Prozent auf 78,5 Milliarden Euro gefallen.
Analysten hätten im Vorfeld der Zahlen einen Umsatz in Höhe von 75,3 Milliarden Euro erwartet - knapp 5 Prozent weniger im Vergleich zum Vorjahr. Das operative Ergebnis hätten die Experten auf 3,44 Milliarden Euro geschätzt. Minus 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahreswert.
Die Kernmarke VW Pkw habe zwar im dritten Quartal mit 21,3 Milliarden Euro mehr Umsatz als ein Jahr zuvor gemacht, der operative Gewinn sei jedoch um knapp 23 Prozent auf 375 Millionen Euro gefallen. Die entsprechende Umsatzrendite sei im Jahresvergleich von 2,4 auf 1,8 Prozent gerutscht, wie das Unternehmen am Mittwoch mitgeteilt habe.
Das dritte Quartal sei geprägt gewesen von Restrukturierungslasten, habe J.P. Morgan-Analyst Jose Asumendi in einer ersten Reaktion auf die Zahlen geschrieben. Der Barmittelzufluss aus dem Autogeschäft sei aber stark gewesen und die Liquidität bleibe hoch. Asumendi habe die Einstufung für Volkswagen mit einem Kursziel von 128 Euro auf "neutral" belassen.
Das dritte Quartal sei wie nach der Gewinnwarnung vom September zu vermuten gewesen, habe Analyst Tom Narayan von der kanadische Bank RBC geschrieben. Sein Kursziel für die Aktie laute 102 Euro.
Stifel-Analyst, Daniel Schwarz, erwarte in den nächsten Tagen harte Verhandlungen des Konzerns mit der Arbeitnehmerseite. Für die Anleger seien die Kosteneinschnitte aber positiv. Schwache Resultate im dritten Quartal würden vom Markt angesichts der Gespräche mit den Gewerkschaften wohl nicht negativ gewertet werden.
"Die Ergebnisse des dritten Quartals zeigen, dass es zur geplanten VW-Restrukturierung in Deutschland keine Alternative gibt", sage Auto-Experte, Ferdinand Dudenhöffer vom CAR-Institut.
Trotz der schlechten Zahlen habe die VW-Aktie im Handelsverlauf von 86,12 Euro im Tief auf 91,42 Euro nach oben gedreht. Aktuell notiere das Papier sogar 2,5 Prozent im Plus. Seien alle negativen Nachrichten auf dem Tisch? Wohl kaum.
Im wichtigsten Automarkt der Welt China verliere Volkswagen mehr und mehr an Boden gegenüber den neuen Herausforderern BYD, Nio, Xiaomi oder XPeng. Im Reich der Mitte sei VW mit seinen ID.Modellen nicht konkurrenzfähig. Neue Elektroautos, die durch die Kooperation mit XPeng in China ausgerollt würden, sollten erst 2026 kommen. Die üppigen Gewinne im Reich der Mitte, mit welchen die Probleme und mickrigen Marge innerhalb der Kernmarke hätten kaschiert werden können, seien Vergangenheit. Alle Augen sind nun auf die anstehende Restrukturierung gerichtet, so Jochen Kauper von "Der Aktionär" zur Volkswagen-Vorzugsaktie. (Analyse vom 30.10.2024)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link. (30.10.2024/ac/a/d)
Archivbeitrag vom 30.10.2024. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.