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UmweltBank: Passivgeschäft auch in Q2 mit starker Dynamik - Girokonto für Q2/25 angekündigt - Aktienanalyse

Hamburg (www.aktiencheck.de) - UmweltBank-Aktienanalyse von der Montega AG:

Christoph Hoffmann, Analyst der Montega AG, stuft die Aktie der UmweltBank AG (ISIN: DE0005570808, WKN: 557080, Ticker-Symbol: UBK) weiterhin mit dem Votum "kaufen" ein.

Die UmweltBank habe jüngst Q2-Zahlen vermeldet, die ergebnisseitig über den Analystenerwartungen gelegen hätten. Dies sei einerseits auf hohe Veräußerungsgewinne bei dem Verkauf von vier Windkraft- und zwei Immobilienbeteiligungen und andererseits auf eine nachträglich geänderte Bewertung von Wertpapieren seitens des Wirtschaftsprüfers zurückzuführen, die den Gewinn in 2024 um rd. 10,0 Mio. erhöhen und den Gewinn 2023 rückwirkend um den gleichen Betrag senken werde. Die Guidance sei dementsprechend um 10,0 Mio. EUR auf ein EBT von -5,0 bis -10,0 Mio. EUR erhöht worden.

Nachdem der neue CEO sämtliche Antragsstrecken digitalisiere und eine neue mobile App gelauncht habe, seien in Q2 sowohl das Einlagevolumen (+10,3% qoq) auf den Rekordwert von 3,4 Mrd. EUR als auch die Kundenzahl um 5 Tsd. auf 140 Tsd. Kunden angezogen (+3,7% qoq). Damit habe die Bank die Analystenschätzungen (3,2 Mrd. EUR) des Einlagevolumens deutlich übertroffen.

Auf Seite des Kreditgeschäfts habe das Kreditvolumen ggü. Ende 2023 (3,72 Mrd. EUR) nahezu stabil bei 3,55 Mrd. EUR gehalten werden können. Wie erwartet, sei das Neugeschäft u.a. aufgrund der weiterhin beschränkten Eigenmittel auch in Q2 nicht angezogen (Neugeschäft Q2/24: 23 Mio. EUR nach 25 Mio. EUR in Q1/24), sodass zum Halbjahr 48 Mio. EUR der avisierten 250 Mio. EUR Neugeschäft eingeloggt worden seien. Der Vorstand habe indes das Ziel bestätigt, im FY ein Neugeschäft i.H.v. 250 Mio. EUR abzuschließen. Hoffmann halte dies angesichts der hohen Finanzierungsanfragen (Ende H1: 600 Mio. EUR) weiter für realistisch. Auch die deutlich gestiegene Eigenmittelquote von 16,7% (Ende 2023: 15,6%) dürfte dies zulassen (Mindestanforderung: 15,55%).

In H1 seien die Gesamterträge um 26,9% yoy von 30,1 Mio. EUR auf 38,2 Mio. EUR angestiegen, was auf hohe Veräußerungserlöse (MONe: 17,0 Mio. EUR) zurückzuführen sei. Bereinigt man diese, seien die Gesamterträge nach den Analystenprognosen um 29,5% yoy auf 21,2 Mio. EUR gesunken. Ursächlich sei hierfür primär das niedrigere Zinsergebnis gewesen, was ggü. dem Vj. um 29,0% auf 17,9 Mio. gesunken sei. Aufgrund der erfolgten Neupositionierung des Treasury-Buchs rechne der Analyst in H2 mit einem steigenden Zinsergebnis (MONe: 23,1 Mio. EUR). Auf Kostenseite habe sich auf Ebene der Personalkosten eine Steigerung um 12,1% yoy auf 13,8 Mio. EUR ergeben. Der Analyst gehe weiter davon aus, dass der Personalaufbau nahezu abgeschlossen und die Steigerungen in den Folgejahren im niedrigen einstelligen Prozentbereich liegen würden. Da er in H2 keine Veräußerungsgewinne prognostiziere, rechne er in H2 mit einem negativen Ergebnis von -14,5 Mio. EUR und einem FY-Ergebnis (-8,9 Mio. EUR) im Guidancekorridor.

Gamechanger Girokonto - Launch in Q2/25 geplant: Bereits in unserer Anfang Juli erschienenen Initialstudie wiesen wir daraufhin, dass die Erweiterung der Retail Produktpalette durch den Wechsel des Kernbankensystems möglich sein dürfte, so Christoph Hoffmann, Analyst der Montega AG. Dabei stufe Hoffmann das Potenzial des Girokontos inkl. Karten weiterhin als sehr hoch ein, da viele UmweltBank-Kunden dadurch keinen anderen Banking-Partner mehr benötigen würden und das Gesamtangebot für den Kunden komfortabler werde.

Der Analyst gehe davon aus, dass viele Bestandskunden das neue Konto nutzen werden und das Gesamtangebot der Bank im Wettbewerbsvergleich deutlich attraktiver werde, was die Kundengewinnung seines Erachtens immens erleichtern und beschleunigen dürfte. In der Folge sollte seines Erachtens auch das Einlagevolumen pro Kunde durch Verlagerungen der Konten signifikant steigen. Laut Vorstand könne mit einem durchschnittlichen Break-Even des Girokontos nach zwei Jahren gerechnet werden. Die Kundengewinnungskosten beziffere die Bank auf ein branchenübliches Niveau von 70 bis 100 EUR/Kunde, was der Analyst als realistisch einstufe.

Die UmweltBank habe in Q2 ein starkes Wachstum im Passivgeschäft erzielen können. Die Eigenmittelquote habe durch die in Q1 kommunizierten Maßnahmen wie erwartet deutlich gesteigert werden können, sodass in H2 Opportunitäten im Kreditneugeschäft realisiert werden könnten.

Christoph Hoffmann, Analyst der Montega AG, bestätigt sein Rating "kaufen" für die UmweltBank-Aktie und sein Kursziel von 8,00 EUR. (Analyse vom 05.08.2024)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.

Börsenplätze UmweltBank-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs UmweltBank-Aktie:
5,80 EUR -1,36% (05.08.2024, 15:38)

XETRA-Aktienkurs UmweltBank-Aktie:
5,76 EUR +2,49% (05.08.2024, 17:35)

ISIN UmweltBank-Aktie:
DE0005570808

WKN UmweltBank-Aktie:
557080

Ticker-Symbol UmweltBank-Aktie:
UBK

Kurzprofil UmweltBank AG:

Die UmweltBank (ISIN: DE0005570808, WKN: 557080, Ticker-Symbol: UBK) ist eine unabhängige Privatbank. Seit mehr als 25 Jahren verbindet sie Finanzen mit ökologischer und sozialer Verantwortung. Dem Umweltschutz hat sie sich nicht nur mit ihrem Namen, sondern auch in ihrer Satzung verpflichtet. Bei keiner anderen Bank können Anleger ihr Geld so konsequent umweltfreundlich arbeiten lassen. Deutschlands grünste Bank hat bereits rund 25.000 Umweltprojekte finanziert. (05.08.2024/ac/a/nw)

Archivbeitrag vom 05.08.2024. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

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