Augsburg (www.aktiencheck.de) - UmweltBank-Aktienanalyse von der GBC AG:
Cosmin Filker und Marcel Goldmann, Analysten der GBC AG, stufen in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der UmweltBank AG (ISIN: DE0005570808, WKN: 557080, Ticker-Symbol: UBK) weiterhin mit "kaufen" ein.
Die Gesamterträge der UmweltBank AG seien in den ersten sechs Monaten deutlich auf 38,16 Mio. Euro (VJ: 31,20 Mio. Euro) gestiegen. Insbesondere der Sprung des Finanzergebnisses auf 17,95 Mio. Euro (VJ: 1,19 Mio. Euro) habe zu dieser sichtbaren Steigerung beigetragen. Dies stehe im Zusammenhang mit der planmäßigen Umsetzung der Unternehmensstrategie, die u.a. zur Freisetzung von Eigen- und regulatorischem Kapital den Verkauf des Beteiligungsportfolios innerhalb der nächsten drei Geschäftsjahre vorsehe.
In den ersten sechs Monaten 2024 seien insgesamt vier Windparkbeteiligungen sowie zwei Immobilienbeteiligungen veräußert und damit das Finanzergebnis deutlich gesteigert worden. Bei der Veröffentlichung der Q1-Zahlen habe die Umweltbank AG noch einen Veräußerungsverlust in Höhe von rund 10 Mio. Euro ausgewiesen. Im Rahmen einer Prüfung durch den Wirtschaftsprüfer sei der Bilanzansatz der veräußerten Wertpapiere zum 31.12.2023 jedoch nachträglich geändert worden, sodass der Bewertungsverlust vollständig in das abgelaufene Geschäftsjahr 2023 vorgetragen worden sei.
Das Zinsergebnis habe mit 17,88 Mio. Euro (VJ: 25,17 Mio. Euro) erwartungsgemäß unter dem Vorjahreswert gelegen. Obwohl die Gesellschaft eine hohe Kreditnachfrage im Bereich Erneuerbare Energien und im Immobiliengeschäft verzeichnet habe, habe das Neukreditvolumen mit 49 Mio. Euro (VJ: 397 Mio. Euro) noch auf niedrigem Niveau gelegen. Das Gesamtkreditvolumen und damit eine wesentliche Grundlage für die Zinserträge habe sich aufgrund von Tilgungen und Rückführungen auf 3,55 Mrd. Euro (31.12.23: 3,72 Mrd. Euro) reduziert. Darüber hinaus würden sich die Neuanlage von Treasury-Beständen zu verbesserten Konditionen sowie die Zinsmarge aus der Anlage von Kundeneinlagen noch nicht im Zinsergebnis des ersten Halbjahres widerspiegeln.
Die Ausrichtung der UmweltBank AG auf den forcierten Ausbau des Einlagengeschäfts trage bereits Früchte. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2024 sei die Zahl der Kunden um rund 13.000 auf 145.000 gestiegen. Entsprechend hätten sich die Kundeneinlagen auf 3,44 Mrd. Euro (31.12.23: 2,85 Mrd. Euro) erhöht. Produkt- und Prozessoptimierungen wie die Einführung der UmweltBank-App oder die Implementierung digitaler Neukundenprozesse hätten das Wachstum im Privatkundengeschäft unterstützt. Durch die Anlage der Kundeneinlagen (EZB, Anleihen) könnten Zinserträge erwirtschaftet werden, die einen wichtigen Baustein für die zukünftige Entwicklung des Zinsergebnisses darstellen würden.
Der deutliche Anstieg der Gesamterträge spiegele sich auch in der deutlichen Steigerung des Ergebnisses vor Steuern auf 8,53 Mio. Euro (VJ: 3,11 Mio. Euro) und des Periodenergebnisses auf 5,62 Mio. Euro (VJ: 1,49 Mio. Euro) wider. Die Ertragssteigerung habe die auf 29,37 Mio. Euro (VJ: 26,63 Mio. Euro) gestiegenen Aufwendungen aus dem Personal- und Verwaltungsbereich überkompensieren können. In den höheren Aufwendungen würden sich zum einen ein gestiegenes Lohnniveau, aber auch höhere Aufwendungen in den Bereichen IT und Marketing widerspiegeln. Mit dem Abschluss der Migration des Kernbankensystems (Q2 2024) sowie der Transformation der Aufbauorganisation sollten zukünftig wesentliche Kostentreiber entfallen.
Dem starken Ergebnisanstieg und der Mittelfreisetzung aus Beteiligungsverkäufen und Treasury stehe eine nur leichte Ausweitung des Kreditportfolios gegenüber, was zu einem sichtbaren Anstieg der Gesamtkapitalquote (Eigenmittel und Kapitalpuffer) auf 16,7% (31.12.23: 15,6%) geführt habe. Damit sei das aufsichtsrechtliche Eigenmittelerfordernis von 15,55% deutlich übertroffen worden. Nach Abarbeitung der festgestellten Defizite würden die Analysten davon ausgehen, dass zeitnah eine Absenkung des Eigenmittelerfordernisses erfolge, wodurch auch Mittel zur Ausweitung des Kreditgeschäftes freigesetzt würden.
Das Management der UmweltBank AG habe mit der Veröffentlichung der Halbjahreszahlen 2024 die bisher kommunizierte Guidance bestätigt.
Cosmin Filker und Marcel Goldmann, Analysten der GBC AG, vergeben weiterhin das Rating "kaufen" für die UmweltBank-Aktie. Das Kursziel werde von 9,60 auf 9,63 Euro erhöht. (Analyse vom 12.08.2024)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.
Börsenplätze UmweltBank-Aktie:
Tradegate-Aktienkurs UmweltBank-Aktie:
5,72 EUR -0,69% (12.08.2024, 11:29)
XETRA-Aktienkurs UmweltBank-Aktie:
5,72 EUR 0,00% (12.08.2024, 10:54)
ISIN UmweltBank-Aktie:
DE0005570808
WKN UmweltBank-Aktie:
557080
Ticker-Symbol UmweltBank-Aktie:
UBK
Kurzprofil UmweltBank AG:
Die UmweltBank (ISIN: DE0005570808, WKN: 557080, Ticker-Symbol: UBK) ist eine unabhängige Privatbank. Seit mehr als 25 Jahren verbindet sie Finanzen mit ökologischer und sozialer Verantwortung. Dem Umweltschutz hat sie sich nicht nur mit ihrem Namen, sondern auch in ihrer Satzung verpflichtet. Bei keiner anderen Bank können Anleger ihr Geld so konsequent umweltfreundlich arbeiten lassen. Deutschlands grünste Bank hat bereits rund 25.000 Umweltprojekte finanziert. (12.08.2024/ac/a/nw)
Cosmin Filker und Marcel Goldmann, Analysten der GBC AG, stufen in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der UmweltBank AG (ISIN: DE0005570808, WKN: 557080, Ticker-Symbol: UBK) weiterhin mit "kaufen" ein.
Die Gesamterträge der UmweltBank AG seien in den ersten sechs Monaten deutlich auf 38,16 Mio. Euro (VJ: 31,20 Mio. Euro) gestiegen. Insbesondere der Sprung des Finanzergebnisses auf 17,95 Mio. Euro (VJ: 1,19 Mio. Euro) habe zu dieser sichtbaren Steigerung beigetragen. Dies stehe im Zusammenhang mit der planmäßigen Umsetzung der Unternehmensstrategie, die u.a. zur Freisetzung von Eigen- und regulatorischem Kapital den Verkauf des Beteiligungsportfolios innerhalb der nächsten drei Geschäftsjahre vorsehe.
In den ersten sechs Monaten 2024 seien insgesamt vier Windparkbeteiligungen sowie zwei Immobilienbeteiligungen veräußert und damit das Finanzergebnis deutlich gesteigert worden. Bei der Veröffentlichung der Q1-Zahlen habe die Umweltbank AG noch einen Veräußerungsverlust in Höhe von rund 10 Mio. Euro ausgewiesen. Im Rahmen einer Prüfung durch den Wirtschaftsprüfer sei der Bilanzansatz der veräußerten Wertpapiere zum 31.12.2023 jedoch nachträglich geändert worden, sodass der Bewertungsverlust vollständig in das abgelaufene Geschäftsjahr 2023 vorgetragen worden sei.
Das Zinsergebnis habe mit 17,88 Mio. Euro (VJ: 25,17 Mio. Euro) erwartungsgemäß unter dem Vorjahreswert gelegen. Obwohl die Gesellschaft eine hohe Kreditnachfrage im Bereich Erneuerbare Energien und im Immobiliengeschäft verzeichnet habe, habe das Neukreditvolumen mit 49 Mio. Euro (VJ: 397 Mio. Euro) noch auf niedrigem Niveau gelegen. Das Gesamtkreditvolumen und damit eine wesentliche Grundlage für die Zinserträge habe sich aufgrund von Tilgungen und Rückführungen auf 3,55 Mrd. Euro (31.12.23: 3,72 Mrd. Euro) reduziert. Darüber hinaus würden sich die Neuanlage von Treasury-Beständen zu verbesserten Konditionen sowie die Zinsmarge aus der Anlage von Kundeneinlagen noch nicht im Zinsergebnis des ersten Halbjahres widerspiegeln.
Die Ausrichtung der UmweltBank AG auf den forcierten Ausbau des Einlagengeschäfts trage bereits Früchte. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2024 sei die Zahl der Kunden um rund 13.000 auf 145.000 gestiegen. Entsprechend hätten sich die Kundeneinlagen auf 3,44 Mrd. Euro (31.12.23: 2,85 Mrd. Euro) erhöht. Produkt- und Prozessoptimierungen wie die Einführung der UmweltBank-App oder die Implementierung digitaler Neukundenprozesse hätten das Wachstum im Privatkundengeschäft unterstützt. Durch die Anlage der Kundeneinlagen (EZB, Anleihen) könnten Zinserträge erwirtschaftet werden, die einen wichtigen Baustein für die zukünftige Entwicklung des Zinsergebnisses darstellen würden.
Der deutliche Anstieg der Gesamterträge spiegele sich auch in der deutlichen Steigerung des Ergebnisses vor Steuern auf 8,53 Mio. Euro (VJ: 3,11 Mio. Euro) und des Periodenergebnisses auf 5,62 Mio. Euro (VJ: 1,49 Mio. Euro) wider. Die Ertragssteigerung habe die auf 29,37 Mio. Euro (VJ: 26,63 Mio. Euro) gestiegenen Aufwendungen aus dem Personal- und Verwaltungsbereich überkompensieren können. In den höheren Aufwendungen würden sich zum einen ein gestiegenes Lohnniveau, aber auch höhere Aufwendungen in den Bereichen IT und Marketing widerspiegeln. Mit dem Abschluss der Migration des Kernbankensystems (Q2 2024) sowie der Transformation der Aufbauorganisation sollten zukünftig wesentliche Kostentreiber entfallen.
Dem starken Ergebnisanstieg und der Mittelfreisetzung aus Beteiligungsverkäufen und Treasury stehe eine nur leichte Ausweitung des Kreditportfolios gegenüber, was zu einem sichtbaren Anstieg der Gesamtkapitalquote (Eigenmittel und Kapitalpuffer) auf 16,7% (31.12.23: 15,6%) geführt habe. Damit sei das aufsichtsrechtliche Eigenmittelerfordernis von 15,55% deutlich übertroffen worden. Nach Abarbeitung der festgestellten Defizite würden die Analysten davon ausgehen, dass zeitnah eine Absenkung des Eigenmittelerfordernisses erfolge, wodurch auch Mittel zur Ausweitung des Kreditgeschäftes freigesetzt würden.
Das Management der UmweltBank AG habe mit der Veröffentlichung der Halbjahreszahlen 2024 die bisher kommunizierte Guidance bestätigt.
Cosmin Filker und Marcel Goldmann, Analysten der GBC AG, vergeben weiterhin das Rating "kaufen" für die UmweltBank-Aktie. Das Kursziel werde von 9,60 auf 9,63 Euro erhöht. (Analyse vom 12.08.2024)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.
Börsenplätze UmweltBank-Aktie:
Tradegate-Aktienkurs UmweltBank-Aktie:
5,72 EUR -0,69% (12.08.2024, 11:29)
XETRA-Aktienkurs UmweltBank-Aktie:
5,72 EUR 0,00% (12.08.2024, 10:54)
ISIN UmweltBank-Aktie:
DE0005570808
WKN UmweltBank-Aktie:
557080
Ticker-Symbol UmweltBank-Aktie:
UBK
Kurzprofil UmweltBank AG:
Die UmweltBank (ISIN: DE0005570808, WKN: 557080, Ticker-Symbol: UBK) ist eine unabhängige Privatbank. Seit mehr als 25 Jahren verbindet sie Finanzen mit ökologischer und sozialer Verantwortung. Dem Umweltschutz hat sie sich nicht nur mit ihrem Namen, sondern auch in ihrer Satzung verpflichtet. Bei keiner anderen Bank können Anleger ihr Geld so konsequent umweltfreundlich arbeiten lassen. Deutschlands grünste Bank hat bereits rund 25.000 Umweltprojekte finanziert. (12.08.2024/ac/a/nw)
Archivbeitrag vom 12.08.2024. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.