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UmweltBank Aktie: Umbau schreitet planmäßig voran - Q3 im Rahmen der Erwartungen

Hamburg (www.aktiencheck.de) - UmweltBank-Aktienanalyse von der Montega AG:

Christoph Hoffmann, Analyst der Montega AG, stuft die Aktie der UmweltBank AG (ISIN: DE0005570808, WKN: 557080, Ticker-Symbol: UBK) weiterhin mit dem Votum "kaufen" ein.

Die UmweltBank habe jüngst ein Update zu den Entwicklungen in Q3 gegeben. Dabei habe sich das Privatkundengeschäft weiter erfreulich entwickelt, während die Kreditvergabe erwartungsgemäß auf insgesamt niedrigem Niveau verblieben sei. Die Guidance für das laufende Jahr sei indes bestätigt worden. Kurz- bis mittelfristig sehe Hoffmann weiterhin diverse Trigger, die das Ergebnisniveau der Bank ab 2025 wieder deutlich erhöhen sollten.

Leichter Verlust in Q3 erzielt: Mit einem Zinsergebnis von 10,9 Mio. EUR (Q2/24: 10,3 Mio. EUR) habe die Bank zwar eine leichte Verbesserung im Vergleich zu den beiden Vorquartalen, insgesamt jedoch weiterhin ein im Vergleich zu den Verwaltungskosten zu niedriges Zinsergebnis erzielt. Das Finanzergebnis habe in Q3 nach Erachten des Analysten aufgrund geringerer laufender Erträge sowie ihres Erachtens nur marginalen Buchgewinnen aus Beteiligungs veräußerungen bei 0,1 Mio. EUR gelegen. Das Provisions- und Handelsergebnis habe bei 0,8 Mio. EUR gelegen. Angesichts der im Vergleich zum Vj. von 11,1 auf 16,0 Mio. EUR gestiegenen Personal und Verwaltungskosten, die nach Erachten des Analysten Einmalkosten im niedrigen siebenstelligen Bereich enthalten würden, sei in Q3 ein negatives EBT von 4,9 Mio. EUR erzielt worden. Um das Zinsergebnis ab 2025 weiter zu verbessern, werde die Bank in Q4 500 Mio. EUR seines Treasury-Buchs zu höheren Renditen neupositionieren. Signifikante Kreditrisiken und damit einhergehende Aufwendungen zur Risikovorsorge sehe die Bank derzeit nicht.

Wachstum im Retail-Geschäft setze sich in Q3 fort: Im abgelaufenen Quartal habe die Kundenzahl um 4.000 auf 149.000 gesteigert werden können (+2,8% qoq; +14% yoy). Der Kundenzuwachs habe damit knapp unter dem Niveau des Vorquartals (+5.000 Kunden) gelegen. Die Kundeneinlagen hätten sich erneut positiv entwickelt und in Q3 von 3,4 Mrd. EUR auf 3,7 Mrd. EUR zugelegt sodass nach 9M ein Plus von 27% yoy (+790 Mio. EUR yoy) erreicht worden sei. Wie erwartet habe die Bank die letzten Zinssenkungen an seine Kunden weitergegeben und so die Zinsmarge im Passivgeschäft bei 100BP halten können. In 2025 dürfte nach Erachten des Analysten der für Q2/25 geplante Launch des Girokontos sowie die Intensivierung der Marketings zu einem hohen Wachstum der Kundenzahl und des Einlagevolumens führen.

Aufgrund der zu Q2 unverändert hohen Eigenmittelanforderung i.H.v. 15,55% könnten trotz einer weiter gesteigerten Eigenmittelquote (Q3/24: +0,2PP auf 16,9%) und Finanzierungsanfragen von 600 Mio. EUR nur ausgewählte Projekte finanziert werden. Dementsprechend habe sich das Kreditneugeschäft mit 69 Mio. EUR in Q3 erwartungsgemäß weiter auf niedrigem Niveau bewegt. Das gesamte Kreditvolumen der Bank habe mit 3,5 Mrd. EUR auf dem Level von Q2/24 gelegen. Für Q4 erwarte der Vorstand ein Brutto Neugeschäft i.H.v. rd. 140 Mio. EUR. Für eine weitere Stärkung der Eigenmittelquote, die Voraussetzung für ein höheres Kreditneugeschäft sei, avisiere der Vorstand für Q4 weitere Veräußerungen von Beteiligungen. Bereits in Q3 hätten zwei Windparks sowie eine Immobiliengesellschaft veräußert werden können. Wie bereits im letzten Comment beschrieben, würde ebenso der Wegfall der zusätzlichen Eigenmittelanforderungen eine deutliche Belebung des Kreditneugeschäfts ermöglichen und könnte zu einem zusätzlichen jährlichen EBT-Beitrag im hohen einstelligen Millionenbereich führen. Der Analyst rechne derzeit unverändert mit einer partiellen Senkung der Zusatzanforderungen in H2 2025 und mit dem gänzlichen Wegfall in 2026.

Die Q3-Zahlen der UmweltBank hätten insgesamt im Rahmen der Erwartungen des Analysten gelegen und würden seines Erachtens das ergebnisseitige Tal markieren. In den nächsten Quartalen sollte sich das hohe Wachstum der Kundeneinlagen fortsetzen und den zentralen Ergebnistreiber darstellen. Gleichzeitig könnte die partielle Aufhebung der erhöhten Eigenmittelanforderungen eine deutlich höhere Kreditvergabe ermöglichen und dementsprechend die Erträge erhöhen. Nicht zuletzt dürften in 2025 Einmalkosten für die Umstrukturierung etc. im hohen siebenstelligen Bereich entfallen und neue Produkte wie das Girokonto zusätzlich zum Wachstum sowie der Ergebnisverbesserung beitragen.

Christoph Hoffmann, Analyst der Montega AG, bestätigt seine Kaufempfehlung für die UmweltBank-Aktie und sein Kursziel von 8,00 EUR. (Analyse vom 12.11.2024)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link. (12.11.2024/ac/a/nw)

Archivbeitrag vom 12.11.2024. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

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