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UmweltBank Aktie: Einlagengeschäft legt im Jahresendspurt deutlich zu, EBT-Guidance bestätigt

Hamburg (www.aktiencheck.de) - UmweltBank-Aktienanalyse von der Montega AG:

Christian Bruns und Nicklas Frers, Aktienanalysten der Montega AG, raten in ihrer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der UmweltBank AG (ISIN: DE0005570808, WKN: 557080, Ticker-Symbol: UBK) weiterhin zu kaufen.

Die UmweltBank habe erste Geschäftszahlen zum FY 2025 vorgelegt und bestätige bereits ihre Guidance von 5 bis 10 Mio. EUR (9M: 9,1 Mio. EUR) Ergebnis vor Steuern. Dies entspreche ebenfalls der Analystenprognose. Während im Privateinlagengeschäft die eher gebremste Entwicklung durch eine Neukundenkampagne habe beschleunigt werden können, liege das Kreditneugeschäft im Jahr 2025 mit rund 120 Mio. EUR unterhalb der bereits angepassten Erwartungen von 200 bis 250 Mio. EUR.

Die im Oktober gestartete Neukundenaktion (3% Tagesgeld-Zinsen für drei Monate bis zu einem Betrag von 50.000 EUR) habe in Q4 erste Früchte getragen. Während zum 30.09.2025 noch ein geringes Retail-Einlagenwachstum zu Buche gestanden habe, habe dies mit der Aktion in Q4 auf insgesamt 800 Mio. EUR erhöht werden können. Somit hätten die Retail-Einlagen auf ein Niveau von 4,3 Mrd. EUR gesteigert werden können, welches der Guidance für 2025 entsprochen habe. Auf Seite des Kundenwachstums sei allerdings das Ziel von 49.000 Neukunden verfehlt worden. Hier hätten in Q4 immerhin 23.000 neue Kunden (netto) gewonnen werden können, was zu einem Gesamtwachstum in 2025 von lediglich 30.000 Kunden geführt habe (ytd +19%). Hierbei gelte es abzuwarten, ob die Neukunden auch nach dem Aktionszeitraum bestehen bleiben würden. Dies werde sich jedoch vermutlich erst in den Q2/26-Zahlen erkennen lassen, da die Aktion beinhalte, dass nach den ersten drei Monaten mit 3% TG-Zinsen drei weitere Monate mit 2% TG-Zinsen folgten. Erst danach erhalte der Neukunde die aktuell geltenden 0,6% Zinsen, die die UmweltBank auf das Tagesgeldkonto zahle. Die Aktion, bei der die UmweltBank bewusst 100bps auf Neuanlagen für drei Monate "draufzahlt" und weitere drei Monate am Tagesgeld nichts verdiene, bleibe als "Investition" in das Kundenwachstum dennoch erst mal bestehen und dürfte das Q1/26-Ergebnis noch belasten.

Kreditneugeschäft unter den Erwartungen: Zwar habe man in Q4 mit neuen Krediten in Höhe von 47 Mio. EUR (Q3/25: 33 Mio. EUR, 9M/25: 73 Mio. EUR) ca. 39% des Jahresgeschäfts tätigen können (FY/25: 120 Mio. EUR), dennoch sei der Jahreswert deutlich unter den bereits angepassten Prognosen des Vorstandes von 200 bis 250 Mio. EUR geblieben. Zum einen habe dies an der bis zur Kapitalerhöhung im September 2025 begrenzenden Kapitalsituation gelegen. Zum anderen an verzögerten Kreditgeschäften, welche nun in H1/2026 durchgeführt werden sollten. Bereits aktuell gebe der Vorstand bezüglich des Bruttokreditneugeschäfts in 2026 eine Guidance von 450 Mio. EUR aus. Begünstigt werde diese Guidance durch die von der UmweltBank in Aussicht gestellte Reduktion der aufsichtsrechtlichen Kapitalanforderungen in 2026. Im optimalen Fall könnte dies nach Erachten der Analysten in Q1 2026 bereits eintreten. Sie würden annehmen, dass die Auflagen stufenweise abnehmen würden und das Kreditgeschäft entsprechend dynamisch wachsen könne.

Die UmweltBank befinde sich aufgrund des steigenden Einlagengeschäfts und der zuversichtlichen Aussichten im Kreditneugeschäft auf einem guten Weg. Jedoch müsse das Geschäftsmomentum in den nächsten Jahren anziehen, um die Mittelfristguidance einer Eigenkapitalrendite >12% vor Steuern bis 2028 zu erreichen.

Mit Verweis auf die weiterhin sehr niedrige Bewertung (KBV: 0,4x) bestätigen Christian Bruns und Nicklas Frers, Analysten der Montega AG, ihr Kursziel von 7,00 EUR und ihre Kaufempfehlung für die UmweltBank-Aktie. (Analyse vom 21.01.2026)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link. (21.01.2026/ac/a/nw)

Archivbeitrag vom 21.01.2026. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

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