Bad Marienberg (www.aktiencheck.de) - Das Gaming hat sich längst zur umsatzträchtigsten Branche im Entertainment aufgeschwungen. Wo früher Filme und Musik den Ton angaben, führte heute kein Weg mehr an Videospielen in jeglicher Form vorbei.
Das beweisen auch die Umsatzzahlen, die Branchenexperten für 2025 und die nächsten Jahre prognostizieren. Dieser soll bereits dieses Jahr weltweit ein Volumen von 486,71 Milliarden Dollar erreichen. Für das Jahr 2030 erwarten die Marktbeobachter gar einen Anstieg auf 687,22 Milliarden Dollar.

Quelle: Pixabay.com
Der Aktie von Electronic Arts (WKN: 878372) schoss sofort nach Bekanntwerden der geplanten Übernahme der Aktienmehrheit nach oben. Notierte das Wertpapier mit Ende September dieses Jahres noch bei einem Kurs von 167,35 Dollar, so kletterte die Aktie zwischenzeitlich auf bis zu 203,92 Dollar. Seither bewegt sich das Wertpapier seitwärts.
Dieser erweist sich mit diesem Deal einmal mehr als "Hansdampf in allen Gassen". Schließlich gilt er auch als Mit-Architekt der Friedenslösungen im Nahen Osten. Allerdings wird seine Firma lediglich mit 1,1 Prozent in diesen Deal einsteigen, Silver Lake soll lediglich 5,5 Prozent erwerben. Der saudische Staatsfonds hingegen wird mit 93,4 Prozent den Lauf der Dinge bei Electronic Arts bestimmen.
Schon jetzt wird die Branche von zahlreichen Playern dominiert. Schließlich gliedert sich das Gaming nicht nur in die Publisher und Entwickler, sondern auch in die Hersteller von Hardware, wie Microsoft, Sony und Nintendo. Daneben bestimmen Online-Casinos, E-Sports Veranstalter, Mobile Gaming und In-App-Verkäufe das Bild.
Der Microsoft-Aktie hat die Übernahme von Activision Blizzard nicht geschadet, ganz im Gegenteil. Seit dem Abschluss des Deals im Oktober 2023 ist der Kurs des Software-Giganten deutlich angestiegen. Jetzt soll Electronic Arts diesem Beispiel folgen. Schließlich handelt es sich dabei um einen der größten Deals in der Geschichte dieser Branche. Nach Abschluss soll der Hersteller von EA Sports FC und Battlefield von der Börse genommen werden.
Die insgesamt 56,4 Milliarden Dollar schwere Übernahme setzt sich aus 36,4 Milliarden Dollar an Eigenkapital und 20 Milliarden Dollar neuen Schulden zusammen. Da die Saudis bereits jetzt Aktien von Electronic Arts besitzen, werden jetzt nur noch 29 Milliarden Dollar an Eigenkapital fällig. Für den Staatsfonds ist die Übernahme keineswegs Neuland. Schon jetzt besitzt der Public Investment Fonds Anteile an Take-Two, Nintendo und Capcom.
Im Fall von Electronic Arts versucht der saudische Staatsfonds, seinen Kritikern mit entsprechenden Zusicherungen an das Management von Electronic Arts zu begegnen. Der Publisher soll die kreative Kontrolle behalten und sich auch weiterhin nach den Wünschen und Bedürfnissen der Spieler orientieren können.
Die geplante Übernahme soll jetzt innerhalb eines Zeitraums von fünf bis acht Monaten abgeschlossen werden. Allerdings müssen zuvor noch die Aktionäre und die Regulierungsbehörden zustimmen. Doch zumindest von staatlicher Seite ist kaum Widerstand zu erwarten. (12.01.2026/ac/a/m)
Das beweisen auch die Umsatzzahlen, die Branchenexperten für 2025 und die nächsten Jahre prognostizieren. Dieser soll bereits dieses Jahr weltweit ein Volumen von 486,71 Milliarden Dollar erreichen. Für das Jahr 2030 erwarten die Marktbeobachter gar einen Anstieg auf 687,22 Milliarden Dollar.

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Der nächste Branchenriese wird verkauft
Kein Wunder also, dass die ehemalige Branche für Nerds die Aufmerksamkeit der Finanzgiganten gewonnen hat. Nach der Übernahme von Activision Blizzard durch Microsoft in Höhe von 68,7 Milliarden Dollar, greift jetzt ein Konsortium nach dem Branchengiganten Electronic Arts. Der Staatsfonds von Saudi-Arabien übernimmt mehr als 93 Prozent des Publishers und rückt damit zu einem der mächtigsten Player in der Branche auf.Der Aktie von Electronic Arts (WKN: 878372) schoss sofort nach Bekanntwerden der geplanten Übernahme der Aktienmehrheit nach oben. Notierte das Wertpapier mit Ende September dieses Jahres noch bei einem Kurs von 167,35 Dollar, so kletterte die Aktie zwischenzeitlich auf bis zu 203,92 Dollar. Seither bewegt sich das Wertpapier seitwärts.
Trump-Schwiegersohn Jared Kushner ist mit dabei
Hinter der Übernahme stehen nicht nur der saudische Staatsfonds Public Investment Fund, sondern auch die Technologie-Investmentfirma Silver Lake und die Investmentfirma Affinity Partners. Diese gehört Jared Kushner, dem Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump.Dieser erweist sich mit diesem Deal einmal mehr als "Hansdampf in allen Gassen". Schließlich gilt er auch als Mit-Architekt der Friedenslösungen im Nahen Osten. Allerdings wird seine Firma lediglich mit 1,1 Prozent in diesen Deal einsteigen, Silver Lake soll lediglich 5,5 Prozent erwerben. Der saudische Staatsfonds hingegen wird mit 93,4 Prozent den Lauf der Dinge bei Electronic Arts bestimmen.
Der saudische Staatsfonds steigt groß ein
Der Öffentlichkeit wurde die Übernahme allerdings ein wenig anders kommuniziert. Dabei war die Rede von einem Konsortium aus US-Investoren, die diese 56,4 Milliarden Dollar schwere Übernahme stemmen möchten. Damit erfährt die Gaming-Branche neuerlich einen aufsehenerregenden Eigentümerwechsel.Schon jetzt wird die Branche von zahlreichen Playern dominiert. Schließlich gliedert sich das Gaming nicht nur in die Publisher und Entwickler, sondern auch in die Hersteller von Hardware, wie Microsoft, Sony und Nintendo. Daneben bestimmen Online-Casinos, E-Sports Veranstalter, Mobile Gaming und In-App-Verkäufe das Bild.
Rechtlicher Gegenwind
Je nach Marktsegment gilt es, jene Angebote zu definieren, die bei Kunden am besten ankommen. Sind es bei Spielbanken die Online Casinos mit schnellen Auszahlungen, so gilt bei Publishern eine breite Auswahl an attraktiven Games mit breiter Verfügbarkeit als zentraler Erfolgsfaktor. Doch in Ländern wie Österreich bläst der Branche ein starker Wind entgegen. Online-Casinos müssen mit scharfen Sanktionen rechnen, wenn sie nicht aus dem Inland sind. Electronic Arts musste in Österreich zuletzt mehrere Niederlagen vor Gerichten hinnehmen. Diese hatten die Lootboxen im Gaming-Superhit EA Sports FC (ehemals FIFA) zu Glücksspiel und damit für illegal erklärt.Der Microsoft-Aktie hat die Übernahme von Activision Blizzard nicht geschadet, ganz im Gegenteil. Seit dem Abschluss des Deals im Oktober 2023 ist der Kurs des Software-Giganten deutlich angestiegen. Jetzt soll Electronic Arts diesem Beispiel folgen. Schließlich handelt es sich dabei um einen der größten Deals in der Geschichte dieser Branche. Nach Abschluss soll der Hersteller von EA Sports FC und Battlefield von der Börse genommen werden.
Finanzielle Verflechtung der neuen Eigentümer
Interessant dabei ist die finanzielle Verflechtung der neuen Partner. So soll der saudische Staatsfonds selbst ein wichtiger Investor in den Fonds von Silver Lake sein. Damit wäre der Public Investment Fonds über Umwege auch an seinen Partnern beteiligt. Die Finanzierung des Deals soll sich wie folgt aufteilen:Die insgesamt 56,4 Milliarden Dollar schwere Übernahme setzt sich aus 36,4 Milliarden Dollar an Eigenkapital und 20 Milliarden Dollar neuen Schulden zusammen. Da die Saudis bereits jetzt Aktien von Electronic Arts besitzen, werden jetzt nur noch 29 Milliarden Dollar an Eigenkapital fällig. Für den Staatsfonds ist die Übernahme keineswegs Neuland. Schon jetzt besitzt der Public Investment Fonds Anteile an Take-Two, Nintendo und Capcom.
Kritiker befürchten Einschränkungen der kreativen Freiheit
Kritiker des Deals sehen es als problematisch an, wenn Saudi-Arabien zunehmend die Kontrolle über große westliche Unterhaltungsproduzenten gewinnt. Sie befürchten nicht nur Zensur, sondern auch politische Einflussnahme. Daneben gilt der Deal als Erweiterung von "Sportswashing". Dabei handelt es sich um den Versuch, mit sportlichen Großereignissen sein eigenes Image aufzupolieren. So kauften die Saudis bereits vor mehr als zwei Jahren den englischen Traditionsklub Newcastle United. In diesem Zusammenhang ist auch die Fußball-Weltmeisterschaft 2034 zu sehen, die in Saudi-Arabien stattfinden wird.Im Fall von Electronic Arts versucht der saudische Staatsfonds, seinen Kritikern mit entsprechenden Zusicherungen an das Management von Electronic Arts zu begegnen. Der Publisher soll die kreative Kontrolle behalten und sich auch weiterhin nach den Wünschen und Bedürfnissen der Spieler orientieren können.
Die geplante Übernahme soll jetzt innerhalb eines Zeitraums von fünf bis acht Monaten abgeschlossen werden. Allerdings müssen zuvor noch die Aktionäre und die Regulierungsbehörden zustimmen. Doch zumindest von staatlicher Seite ist kaum Widerstand zu erwarten. (12.01.2026/ac/a/m)
Archivbeitrag vom 12.01.2026. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.