Aktien des Tages

Tesla Aktie: Wells Fargo bleibt weiter sehr pessimistisch

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Tesla-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Thomas Bergmann vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie von Tesla Inc. (ISIN: US88160R1014, WKN: A1CX3T, Ticker-Symbol: TL0, NASDAQ-Symbol: TSLA) unter die Lupe.

Die schwindenden Inflationssorgen würden am Mittwoch auch der Tesla-Aktie unter die Arme helfen. Der Kurs steigein den ersten Handelsstunden um mehr als 5%, obwohl ein Analysehaus sehr skeptisch sei, was die weitere Entwicklung des Elektroauto-Pioniers angehe. Demnach müssten sich die Anleger auf einiges gefasst machen.

Die Analysten von Wells Fargo seien weiter sehr pessimistisch gegenüber der Tesla-Aktie gestimmt und würden einen Kursrückgang auf 125 USD innerhalb des nächsten Jahres prognostizieren - das wäre ein Minus von 70%. Trotz eines beeindruckenden Kursanstiegs im Jahr 2024 bleibe das Unternehmen mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert.

Tesla kämpfe weiterhin mit schwachen Geschäftszahlen, so Wells Fargo. Trotz zahlreicher Preisnachlässe sei es dem Unternehmen nicht gelungen, die Fahrzeugauslieferungen signifikant zu steigern. Gleichzeitig wachse der Druck durch chinesische Wettbewerber, die mit attraktiveren Preisen und innovativen Modellen Marktanteile gewinnen würden.

Zusätzlich könnte eine mögliche Abschaffung der Subventionen aus dem Inflation Reduction Act die Lage verschärfen. Laut Wells Fargo müsste Tesla die Preise für seine Modelle in den USA um bis zu 12% erhöhen, was die Nachfrage weiter schwächen dürfte. Ein Blick nach Deutschland zeige, welche Folgen reduzierte Förderungen haben können: Nach der Kürzung staatlicher Zuschüsse seien die Tesla-Verkäufe dort um 41% im Jahresvergleich eingebrochen.

Neben den operativen Problemen setze Tesla auf ambitionierte Zukunftsprojekte wie das autonome Taxi "CyberCab" und den humanoiden Roboter "Optimus". Diese Entwicklungen würden zwar die Marktwertfantasien antreiben, könnten aber ebenso schnell enttäuschen. Laut den Wells-Fargo-Analysten berge insbesondere das CyberCab-Projekt erhebliche Risiken, etwa durch regulatorische oder sicherheitstechnische Rückschläge, die Teslas Glaubwürdigkeit schaden könnten.

Die negative Studie von Well Fargo verpuffe in einem starken Gesamtmarktumfeld, das Momentum liege klar auf Seiten von Tesla. Anleger sollten jedoch die Herausforderungen und Risiken, die genannt würden, im Hinterkopf behalten, gerade wenn einmal das Sentiment drehe. Tesla sei wie berichtet sehr hoch bewertet und dürfe sich keine Ausrutscher erlauben, so Thomas Bergmann vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse. (Analyse vom 15.01.2025)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link. (15.01.2025/ac/a/n)

Archivbeitrag vom 15.01.2025. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

Märkte im Blick
Weiterlesen
Börsenradar