Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Tesla-Aktienanalyse von XTB:
Jens Klatt, Marktanalyst bei XTB in Deutschland, nimmt die Aktie von Tesla Inc. (ISIN: US88160R1014, WKN: A1CX3T, Ticker-Symbol: TL0, NASDAQ-Symbol: TSLA) in einer aktuellen Marktanalyse unter die Lupe.
Eine der spektakulärsten Aktien der vergangenen Wochen sei mit Sicherheit die Aktie von Tesla gewesen, die ausgehend von ihren Tiefs um rund 215 USD am 07.04. in den vergangenen drei Wochen mehr als 30% habe zulegen können und nun in eine signifikante Widerstandsregion um rund 290/300 USD vorstoße.
Die Bullishness möge überraschen, die vorgelegten Quartalszahlen vergangene Woche seien eigentlich weniger ein Grund zum "Frohjauchzen" gewesen: So hätten die Zahlen aufgezeigt, dass Teslas Gewinn pro Aktie und Umsatz jeweils unter der Erwartung der Wall Street gelegen habe, resultierend aus einem Einbruch im Automobilbereich um rund 20%.
Tesla habe einen Gewinn pro Aktie von 27 Cent bereinigt gegenüber erwarteten 39 Cent ausgewiesen und dass bei einem Umsatz von 19,34 Mrd. USD gegenüber erwarteter 21,11 Mrd. USD. Der Gesamtumsatz sei somit um 9% gegenüber 21,3 Mrd. USD im Vorjahr gesunken, der Umsatz im Automobilbereich sei um 20% auf 14 Mrd. USD zurückgegangen, nach 17,4 Mrd. USD im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Wie bereits früher thematisiert, dürfte ein Hauptgrund in der Umstellung der Produktionslinien in seinen vier Fahrzeugwerken gewesen sein, die besonders Tesla Verkaufsschlager, das Modell Y, betroffen habe, habe aber zudem auf niedrigere durchschnittliche Verkaufspreise und Verkaufsanreize als Belastungsfaktoren für Umsatz und Gewinn verwiesen.
Ganz ignorieren können habe man Musks Verbindungen zum Weißen Haus nicht, auch wenn man sich diesbezüglich hauptsächlich auf den eskalierenden Handelskrieg und die Importzölle fokussiert habe. So habe Tesla Investoren gewarnt, dass "die Unsicherheit auf den Automobil- und Energiemärkten weiter zunimmt, da sich die sich rasch verändernde Handelspolitik negativ auf die globale Lieferkette und die Kostenstruktur von Tesla und unseren Mitbewerbern auswirkt" und weiter erklärt, dass diese "dynamische" und "sich wandelnde politische Stimmung" kurzfristig erhebliche Auswirkungen auf die Nachfrage nach seinen Produkten haben könnte.
Woher also der Optimismus (Optimus? 😉) in der Tesla Aktie? Eine sehr grobe Antwort könnte lauten: Ein Großteil dieses negativen Quartalsberichts sei bereits eingepreist gewesen. Jens Klatt, Marktanalyst bei XTB, glaube aber, dass das zu kurz greife, besonders, wenn man sich die Outperformance der Aktie am Freitag in Relation zu einem insgesamt starken Markt anschaue.
Hier hätten nämlich Meldungen am Donnerstag bzw. Freitag die Runde gemacht, wonach das US-Verkehrsministerium Lockerungen der Vorschriften für selbstfahrende Fahrzeuge im Rahmen eines neuen Regelwerks, das Bürokratie abbauen und einen einheitlichen nationalen Standard für selbstfahrende Fahrzeuge schaffen solle, angekündigt habe.
So habe US-Verkehrsminister Sean Duffy gesagt, dass der neue Rahmen zur Förderung autonomer Fahrzeuge den US-Autoherstellern helfen werde, mit chinesischen Konkurrenten zu konkurrieren, konkret: "Diese Regierung ist sich bewusst, dass wir uns in einem Wettlauf mit China um Innovationen befinden und dass der Einsatz nicht höher sein könnte".
Tesla habe angekündigt, bereits im Juni sein erstes fahrerloses Ride-Hailing-Angebot in Austin, Texas, auf den Markt zu bringen, während des Earnings Calls versichert, dass es hier weiterhin auf Kurs sei, bis dahin einen "Pilotstart" in Austin zu erreichen und darüber hinaus noch in diesem Jahr mit dem Bau seiner humanoiden Roboter in einer Pilotproduktionslinie in Fremont, Kalifornien, zu beginnen.
Das könnte der Aktie zu einem starken Push auf der Oberseite verhelfen, vorausgesetzt, es komme zeitnah zu einer Rückeroberung und Halten über 290/300 USD, dem Bereich um die 200-Tagelinie. "Kurzfristig kann ich mir nach dem jüngsten Run zunächst das Finden eines Widerstands in eben diesen Gefilden vorstellen, das Ausbilden eines höheren Tiefs mit anschließendem Volumen-getragenen Bruch zurück über 300 USD wäre dann in den kommenden Monaten aber ein potenzieller Trigger für einen Lauf zurück in Gefilde um 350 USD", so Jens Klatt, Marktanalyst bei XTB, in einer aktuellen Marktanalyse. (Analyse vom 28.05.2025)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link. (28.04.2025/ac/a/n)
Jens Klatt, Marktanalyst bei XTB in Deutschland, nimmt die Aktie von Tesla Inc. (ISIN: US88160R1014, WKN: A1CX3T, Ticker-Symbol: TL0, NASDAQ-Symbol: TSLA) in einer aktuellen Marktanalyse unter die Lupe.
Eine der spektakulärsten Aktien der vergangenen Wochen sei mit Sicherheit die Aktie von Tesla gewesen, die ausgehend von ihren Tiefs um rund 215 USD am 07.04. in den vergangenen drei Wochen mehr als 30% habe zulegen können und nun in eine signifikante Widerstandsregion um rund 290/300 USD vorstoße.
Die Bullishness möge überraschen, die vorgelegten Quartalszahlen vergangene Woche seien eigentlich weniger ein Grund zum "Frohjauchzen" gewesen: So hätten die Zahlen aufgezeigt, dass Teslas Gewinn pro Aktie und Umsatz jeweils unter der Erwartung der Wall Street gelegen habe, resultierend aus einem Einbruch im Automobilbereich um rund 20%.
Tesla habe einen Gewinn pro Aktie von 27 Cent bereinigt gegenüber erwarteten 39 Cent ausgewiesen und dass bei einem Umsatz von 19,34 Mrd. USD gegenüber erwarteter 21,11 Mrd. USD. Der Gesamtumsatz sei somit um 9% gegenüber 21,3 Mrd. USD im Vorjahr gesunken, der Umsatz im Automobilbereich sei um 20% auf 14 Mrd. USD zurückgegangen, nach 17,4 Mrd. USD im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Wie bereits früher thematisiert, dürfte ein Hauptgrund in der Umstellung der Produktionslinien in seinen vier Fahrzeugwerken gewesen sein, die besonders Tesla Verkaufsschlager, das Modell Y, betroffen habe, habe aber zudem auf niedrigere durchschnittliche Verkaufspreise und Verkaufsanreize als Belastungsfaktoren für Umsatz und Gewinn verwiesen.
Ganz ignorieren können habe man Musks Verbindungen zum Weißen Haus nicht, auch wenn man sich diesbezüglich hauptsächlich auf den eskalierenden Handelskrieg und die Importzölle fokussiert habe. So habe Tesla Investoren gewarnt, dass "die Unsicherheit auf den Automobil- und Energiemärkten weiter zunimmt, da sich die sich rasch verändernde Handelspolitik negativ auf die globale Lieferkette und die Kostenstruktur von Tesla und unseren Mitbewerbern auswirkt" und weiter erklärt, dass diese "dynamische" und "sich wandelnde politische Stimmung" kurzfristig erhebliche Auswirkungen auf die Nachfrage nach seinen Produkten haben könnte.
Woher also der Optimismus (Optimus? 😉) in der Tesla Aktie? Eine sehr grobe Antwort könnte lauten: Ein Großteil dieses negativen Quartalsberichts sei bereits eingepreist gewesen. Jens Klatt, Marktanalyst bei XTB, glaube aber, dass das zu kurz greife, besonders, wenn man sich die Outperformance der Aktie am Freitag in Relation zu einem insgesamt starken Markt anschaue.
Hier hätten nämlich Meldungen am Donnerstag bzw. Freitag die Runde gemacht, wonach das US-Verkehrsministerium Lockerungen der Vorschriften für selbstfahrende Fahrzeuge im Rahmen eines neuen Regelwerks, das Bürokratie abbauen und einen einheitlichen nationalen Standard für selbstfahrende Fahrzeuge schaffen solle, angekündigt habe.
So habe US-Verkehrsminister Sean Duffy gesagt, dass der neue Rahmen zur Förderung autonomer Fahrzeuge den US-Autoherstellern helfen werde, mit chinesischen Konkurrenten zu konkurrieren, konkret: "Diese Regierung ist sich bewusst, dass wir uns in einem Wettlauf mit China um Innovationen befinden und dass der Einsatz nicht höher sein könnte".
Tesla habe angekündigt, bereits im Juni sein erstes fahrerloses Ride-Hailing-Angebot in Austin, Texas, auf den Markt zu bringen, während des Earnings Calls versichert, dass es hier weiterhin auf Kurs sei, bis dahin einen "Pilotstart" in Austin zu erreichen und darüber hinaus noch in diesem Jahr mit dem Bau seiner humanoiden Roboter in einer Pilotproduktionslinie in Fremont, Kalifornien, zu beginnen.
Das könnte der Aktie zu einem starken Push auf der Oberseite verhelfen, vorausgesetzt, es komme zeitnah zu einer Rückeroberung und Halten über 290/300 USD, dem Bereich um die 200-Tagelinie. "Kurzfristig kann ich mir nach dem jüngsten Run zunächst das Finden eines Widerstands in eben diesen Gefilden vorstellen, das Ausbilden eines höheren Tiefs mit anschließendem Volumen-getragenen Bruch zurück über 300 USD wäre dann in den kommenden Monaten aber ein potenzieller Trigger für einen Lauf zurück in Gefilde um 350 USD", so Jens Klatt, Marktanalyst bei XTB, in einer aktuellen Marktanalyse. (Analyse vom 28.05.2025)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link. (28.04.2025/ac/a/n)
Archivbeitrag vom 28.04.2025. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.