Aktien des Tages

TUI: Die Aktie kratzt an der 7-Euro-Marke - Aktienanalyse

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - TUI-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Carsten Kaletta vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt die Aktie der TUI AG (ISIN: DE000TUAG505, WKN: TUAG50, Ticker-Symbol: TUI1, NASDAQ OTC-Symbol: TUIFF) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.

Die TUI-Aktie ziehe am zweiten Handelstag der Woche weiter gen Norden. Konkret gehe es am Dienstag mehr als zwei Prozent nach oben - der Urlaubstitel kratze aktuell an der 7-Euro-Marke. Die Pleite des Konkurrenten und Nummer Drei in Europa, FTI, dürfte dem Marktführer zusätzliches Geschäft beschweren.

Die Reisebranche stehe aus Sicht des Tourismusexperten Torsten Kirstges trotz der Insolvenz der FTI Group insgesamt gut da. Zwar drückten Schulden und Bankkredite aus der Corona-Krise. "Aber es wird stark gereist, hochpreisige Reisen liegen im Trend, Kreuzfahrten boomen wieder", habe Kirstges der Deutschen Presse-Agentur gesagt. Verbliebene Veranstalter dürften von der FTI-Insolvenz profitieren, erwarte der Tourismusforscher von der Jade-Hochschule in Wilhelmshaven. "Die Leute werden trotz der FTI-Insolvenz reisen und der Milliardenkuchen wird unter den anderen Veranstaltern aufgeteilt." Spätestens im kommenden Jahr dürfte man an der Gesamtzahl nichts mehr von den Turbulenzen merken.

Der Deutsche Reiseverband (DRV) habe gegenüber dem "Aktionär" gesagt, dass es nicht abschätzbar sei, welcher Veranstalter - angesichts 2.330 Playern in Deutschland - in welcher Form und Höhe von der Insolvenz profitiere. "Es gibt hierzulande einen gut funktionierenden Wettbewerb."

Mit Blick auf die bestehenden Buchungen sei momentan allerdings unklar, ob sämtliche Reisen storniert würden oder zunächst nur Abreisen bis Mittwoch. Hinter den Kulissen jedenfalls werde heftig daran gearbeitet, dass ein Teil der Buchungen von einem anderen Veranstalter übernommen werde, berichte die touristik aktuell. Ob das tatsächlich eintrete, sei allerdings fraglich. FTI sei bis zuletzt mit relativ niedrigen Preisen am Markt vertreten gewesen. Das könnte für andere Veranstalter ein finanzielles Risiko darstellen. Zumal erst geprüft werden müsste, ob die Hotels bereits ihr Geld erhalten hätten oder die Kundengelder sich bereits mit Blick auf die FTI-Insolvenz verflüchtigt hätten. Dann müsste ein Veranstalter, der die Buchung übernehme, das Hotel auf eigene Kosten bezahlen.

Die TUI-Aktie gewinne am Dienstag rund 2,5 Prozent auf 6,96 Euro und habe den GD100 (aktuell: 6,71 Euro) und GD50 (6,92 Euro) überwunden - sofern es auf Schlusskurs-Basis dabei bleibe. Auch wenn es derzeit (noch) nicht genau quantifizierbar sei, in welchem Umfang TUI als Marktführer von der FTI-Pleite profitiere, dürfte es den Hannoveranern zu zusätzlichen unverhofften Einnahmen verhelfen.

Kurzum: Wer investiert ist, bleibt weiter dabei und setzt auf eine Fortsetzung des jüngsten Aufwärtstrends, so Carsten Kaletta von "Der Aktionär" zur TUI-Aktie. (Analyse vom 04.06.2024)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.

Börsenplätze TUI-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs TUI-Aktie:
6,916 EUR +1,44% (04.06.2024, 11:15)

XETRA-Aktienkurs TUI-Aktie:
6,87 EUR +1,03% (04.06.2024, 11:00)

ISIN TUI-Aktie:
DE000TUAG505

WKN TUI-Aktie:
TUAG50

Ticker-Symbol TUI-Aktie:
TUI1

NASDAQ OTC-Symbol TUI-Aktie:
TUIFF

Kurzprofil TUI AG:

Die TUI Group (ISIN: DE000TUAG505, WKN: TUAG50, Ticker-Symbol: TUI1, NASDAQ OTC-Symbol: TUIFF) ist einer der führenden Touristikkonzerne der Welt. Sitz des Konzerns ist Deutschland. Der TUI Konzern bietet für seine 21 Millionen Kunden integrierte Services aus einer Hand.

Die gesamte touristische Wertschöpfungskette wird unter einem Dach abgebildet. Dazu gehören über 400 Hotels und Resorts mit Premium-Marken wie RIU, TUI Blue und Robinson und 16 eigene Kreuzfahrtschiffe, von der MS Europa und der MS Europa 2 in der Luxusklasse und Expeditionsschiffen bis zur Mein Schiff-Flotte der TUI Cruises und Kreuzfahrtschiffen bei Marella Cruises in Großbritannien. Zum Konzern zählen außerdem europaweit führende Veranstaltermarken und Online-Vermarktungsplattformen, fünf Fluggesellschaften mit mehr als 130 modernen Mittel- und Langstrecken-Flugzeugen und rund 1.200 Reisebüros. Neben dem Ausbau des Kerngeschäfts mit Hotels, Kreuzfahrten über erfolgreiche Joint Ventures und Aktivitäten in den Urlaubsdestinationen setzt die TUI verstärkt auf den Ausbau digitaler Plattformen. Der Konzern wandelt sich zu einem globalen touristischen Plattformunternehmen.

Die globale Verantwortung für nachhaltiges wirtschaftliches, ökologisches und soziales Handeln ist Kern der Unternehmenskultur. Die von TUI initiierte TUI Care Foundation setzt mit Projekten in 25 Ländern auf die positiven Effekte des Tourismus, auf Bildung und Ausbildung sowie die Stärkung von Umwelt- und Sozial-Standards. Sie unterstützt so Urlaubsdestinationen in ihrer Entwicklung. Die weltweit tätige TUI Care Foundation initiiert Projekte, die neue Chancen für die kommende Generation schaffen. (04.06.2024/ac/a/nw)

Archivbeitrag vom 04.06.2024. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

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