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TSMC Aktie: KI-Boom sorgt für erneute Prognoseanhebung

Paris (www.aktiencheck.de) - TSMC-Aktienanalyse der BNP Paribas:

Auf Höhenflug ist die Aktie von Taiwan Semiconductor Manufacturing Company Ltd. (TSMC) (ISIN: US8740391003, WKN: 909800, Ticker-Symbol: TSFA, NYSE-Symbol: TSM), so Egmond Haidt, Finanzjournalist, in einer aktuellen Veröffentlichung bei BNP Paribas.

Für weiteren Rückenwind habe zuletzt die Vorlage der Quartalszahlen am 16. Oktober gesorgt, woraufhin Vorstandschef C.C. Wei den Ausblick erneut angehoben habe. Im dritten Quartal sei der Umsatz des Auftragsfertigers, der unter anderem Apple, NVIDIA und Advanced Micro Devices zu seinen Kunden zähle, um 30,3 Prozent auf 989,92 Milliarden Taiwan-Dollar (33,10 Milliarden US-Dollar) gestiegen. Das habe leicht über den Schätzungen der Analysten von 977,46 Milliarden Taiwan-Dollar gelegen.

Dabei sei der Umsatzanteil des Bereichs High Performance Computing, zu dem KI- und G5-Lösungen gehören würden, von 51 auf 57 Prozent der Konzernerlöse geklettert. Hingegen sei der Anteil aus dem Bereich Smartphones - trotz guter Geschäfte - auf 30 Prozent zurückgegangen, während die Bereiche Internet of Things (Internet der Dinge) und Auto auf jeweils 5 Prozent gekommen seien.

Dabei sei die operative Marge auf Konzernebene gemessen am Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 47,5 Prozent auf 50,6 Prozent nach oben geschossen.

Prognose angehoben

Auf der Analystenkonferenz habe Wei eingeräumt, dass es zunehmende politische Unsicherheit gebe, die das Geschäft beeinträchtige. China habe zuletzt die Exportbeschränkungen von seltenen Erden verschärft, während die USA zusätzliche Strafzölle auf chinesische Produkte und Beschränkungen beim Software-Export verhängt hätten.

Zudem beobachte der Konzern, wie die Verhandlungen Taiwans mit den USA über eine mögliche Senkung der US-Strafzölle laufen würden, während die US-Regierung über industriespezifische Strafzölle für Chips nachdenke.

Dennoch solle die erfreuliche Geschäftsentwicklung bei TSMC anhalten. "Die Überzeugung für den Megatrend KI nimmt zu", habe Wie gesagt. "Die Nachfrage nach KI ist eigentlich weiterhin sehr stark, stärker als wir vor drei Monaten gedacht haben."

Für das vierte Quartal habe er einen Umsatz von 32,2 bis 33,4 Milliarden US-Dollar in Aussicht gestellt, die Mitte der Spanne (32,8 Milliarden Dollar) entspreche einem Wachstum von 22 Prozent. Das habe etwas über den Erwartungen von 31,55 Milliarden Dollar gelegen.

Zudem habe der Vorstandschef für das Gesamtjahr ein Erlösplus im "mittleren 30-Prozent-Bereich" auf US-Dollar-Basis in Aussicht gestellt, nachdem er bereits bei der Vorlage der Halbjahreszahlen den Ausblick nach oben geschraubt und damals "rund 30 Prozent" angekündigt habe.

Wei habe diesmal außerdem die Investitionsprognose auf 40 bis 42 Milliarden US-Dollar erhöht, gegenüber den zuvor avisierten 38 bis 42 Milliarden Dollar.

Analysten hätten nach der Zahlenvorlage ihre Umsatzschätzung für 2025 leicht und jene für 2026 deutlich angehoben, während die EBIT-Schätzungen für beide Jahre jeweils deutlich nach oben geschraubt worden seien.

Wie gehe es weiter mit der Aktie?

Nach der Rekordfahrt liege der Börsenwert bei 37,6 Billionen Taiwan-Dollar (1,23 Billionen US-Dollar). Abzüglich des Netto-Cash-Bestands von 1,76 Billionen Taiwan-Dollar liege der Enterprise Value (EV) bei 35,86 Billionen Taiwan-Dollar.

Das entspreche dem 16,1-Fachen des von Analysten für 2026 prognostizierten EBIT. Vor dem Hintergrund des erwartungsgemäß starken Umsatzwachstums und der hervorragenden operativen Marge sei das nach Meinung von Egmond Haidt keine zu hohe Bewertung, sondern lasse vielmehr weiterhin Spielraum nach oben - schließlich sei TSMC einer der größten Profitiere des KI-Booms. Und das 2026er-KGV liege bei 19,1.

Meiner Meinung nach dürfte die Rekordfahrt der TSMC-Aktie erst einmal weitergehen, schließlich ist derzeit kein Ende des KI-Hypes in Sicht, so Egmond Haidt, Finanzjournalist, in einer aktuellen Veröffentlichung bei BNP Paribas. (Analyse vom 20.10.2025)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link. (21.10.2025/ac/a/n)

Archivbeitrag vom 21.10.2025. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

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