Hamburg (www.aktiencheck.de) - Sto-Aktienanalyse von der Montega AG:
Patrick Speck, Aktienanalyst der Montega AG, stuft in einer aktuellen Aktienanalyse die Vorzugsaktie der Sto SE & Co. KGaA (ISIN: DE0007274136, WKN: 727413, Ticker-Symbol: STO3) von "halten" auf "kaufen" hoch.
Speck habe vergangene Woche am Capital Markets Day von Sto in Kriftel bei Frankfurt teilgenommen und mit CEO Rainer Hüttenberger, CFO Désirée Konrad, IR Sandra Zeller und den anwesenden Investoren über die aktuelle Lage des Konzerns gesprochen.
Kurzfristiges Krisenmanagement: Angesichts der derzeitigen Nachfrageschwäche (H1 Umsatz: -7% yoy) habe der Vorstand einen Einstellungsstopp verhängt und erwäge die Einführung von Kurzarbeit in Deutschland. Nichtsdestotrotz rechne Sto u.a. aufgrund von Nachholeffekten in H2 mit einer gegenüber H1 besseren Umsatzentwicklung, sodass wie saisonal üblich zum Halbjahr ein leichter Vorratsaufbau betrieben worden sei. Immerhin sei nach Einschätzung des Managements kein Verlust von Marktanteilen auszumachen. Die schwächere Performance gegenüber dem Peer und Zulieferer Rockwool (H1-Umsatz: +8% yoy) habe der Vorstand insbesondere auf dessen geringeres Exposure in Westeuropa (56% vs. Sto: 79%) und die im Gegenzug stärkere Stellung in Osteuropa (19% vs. Sto: 10%) sowie Übersee (25% vs. Sto: 12%) zurückgeführt.
Des Weiteren verzeichne Sto ggü. Rockwool einen höheren Anteil im Bereich von Einfamilienhäusern (EFH), die in der aktuellen Wohnbaukrise noch stärker als der Geschosswohnungsbau unter Druck stünden (DE: Baugenehmigungen EFH Jan.-Mai 2024: -31,5% yoy vs. Mehrfamilienhäuser:-21,7% yoy). Bei potenziellen M&A-Schritten fasse Sto demnach auch Targets abseits der europäischen Kernmärkte ins Auge, um eine stärkere regionale Diversifikation der Erlösströme zu erzielen.
Akquisitionen vor Aktienrückkäufen: Ohnehin scheine der Vorstand entschlossen, die mittlerweile wieder attraktiveren Multiples im Markt für Unternehmenszukäufe zu nutzen, wofür Sto bei einem Cash-Bestand i.H.v. >320 Mio. EUR (inkl. Geldanlagen) bzw. einer Eigenkapitalquote von ca. 61% über mehr als genügend Liquidität und Solidität verfüge. Eine Sonderausschüttung der Barreserven (wie zuletzt 2015) oder ein Aktienrückkaufprogramm erachte der Analyst infolge der Aussagen des Managements hingegen als weniger wahrscheinlich, wenngleich bei seiner Blitzumfrage unter den anwesenden Investoren eine Mehrheit letzteres favorisiert habe.
Konzernstrategie "under review": Neben anorganischen Wachstumschancen diskutiere Sto intern zurzeit auch eine Anpassung der bislang 14 Kerninitiativen umfassenden Konzernstrategie. Die zukünftigen Schwerpunktmaßnahmen sowie eine neue Mittelfristguidance für 2027 dürfte der Konzern spätestens im April 2025 bekannt geben. Zuversichtlich habe sich der Vorstand nach wie vor hinsichtlich kommender Impulse aus dem European Green Deal gezeigt, dessen im April 2024 verabschiedete Gebäudeeffizienzrichtlinie bis Mitte 2026 eine Umsetzung in nationales Recht verlange und eine deutliche Erhöhung der heutigen EU-weiten Dämmfläche von ca. 200 Mio. qm p.a. bedeuten dürfte. Kurzfristig stehe darüber hinaus die Einführung der ERP-Software SAP S/4 HANA im Fokus, die daraus im laufenden Jahr resultierenden finanziellen Belastungen seien in der im Juli angepassten Ergebnis-Guidance bereits berücksichtigt (EBIT 2025e: 62-82 Mio. EUR; H1: 29,3 Mio. EUR).
Sto befinde sich zurzeit in einer herausfordernden Phase, die die fundamentalen Qualitäten des Unternehmens aber unberührt lasse und dem Management auch Chancen biete. Investoren mit Weitsicht finden auf dem aktuellen Bewertungsniveau (KGV 2025e: 12,0x; cash-bereinigt: 6,7x) nach Erachten von Patrick Speck eine attraktive Einstiegsgelegenheit vor, sodass der Analyst der Montega AG die Sto-Vorzugsaktie mit einem unveränderten Kursziel von 150,00 EUR nun auf "kaufen" hochstuft. (Analyse vom 10.09.2024)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.
Börsenplätze Sto-Vorzugsaktie:
Tradegate-Aktienkurs Sto-Vorzugsaktie:
116,40 EUR -0,17% (10.09.2024, 16:15)
XETRA-Aktienkurs Sto-Vorzugsaktie:
116,00 EUR -0,34% (10.09.2024, 16:17)
ISIN Sto-Vorzugsaktie:
DE0007274136
WKN Sto-Vorzugsaktie:
727413
Ticker-Symbol Sto-Vorzugsaktie:
STO3
Kurzprofil Sto SE & Co. KGaA:
Sto (ISIN: DE0007274136, WKN: 727413, Ticker-Symbol: STO3) ist einer der international bedeutenden Hersteller von Produkten und Systemen für Gebäudebeschichtungen. Führend ist das Unternehmen im Geschäftsfeld Wärmedämm-Verbundsysteme. Zum Kernsortiment gehören außerdem hochwertige Fassadenelemente sowie Putze und Farben, die sowohl für den Außenbereich als auch für das Innere von Gebäuden angeboten werden. Weitere Schwerpunkte sind die Bereiche Betoninstandsetzung/Bodenbeschichtungen, Akustik- und vorgehängte Fassadensysteme. (10.09.2024/ac/a/nw)
Patrick Speck, Aktienanalyst der Montega AG, stuft in einer aktuellen Aktienanalyse die Vorzugsaktie der Sto SE & Co. KGaA (ISIN: DE0007274136, WKN: 727413, Ticker-Symbol: STO3) von "halten" auf "kaufen" hoch.
Speck habe vergangene Woche am Capital Markets Day von Sto in Kriftel bei Frankfurt teilgenommen und mit CEO Rainer Hüttenberger, CFO Désirée Konrad, IR Sandra Zeller und den anwesenden Investoren über die aktuelle Lage des Konzerns gesprochen.
Kurzfristiges Krisenmanagement: Angesichts der derzeitigen Nachfrageschwäche (H1 Umsatz: -7% yoy) habe der Vorstand einen Einstellungsstopp verhängt und erwäge die Einführung von Kurzarbeit in Deutschland. Nichtsdestotrotz rechne Sto u.a. aufgrund von Nachholeffekten in H2 mit einer gegenüber H1 besseren Umsatzentwicklung, sodass wie saisonal üblich zum Halbjahr ein leichter Vorratsaufbau betrieben worden sei. Immerhin sei nach Einschätzung des Managements kein Verlust von Marktanteilen auszumachen. Die schwächere Performance gegenüber dem Peer und Zulieferer Rockwool (H1-Umsatz: +8% yoy) habe der Vorstand insbesondere auf dessen geringeres Exposure in Westeuropa (56% vs. Sto: 79%) und die im Gegenzug stärkere Stellung in Osteuropa (19% vs. Sto: 10%) sowie Übersee (25% vs. Sto: 12%) zurückgeführt.
Des Weiteren verzeichne Sto ggü. Rockwool einen höheren Anteil im Bereich von Einfamilienhäusern (EFH), die in der aktuellen Wohnbaukrise noch stärker als der Geschosswohnungsbau unter Druck stünden (DE: Baugenehmigungen EFH Jan.-Mai 2024: -31,5% yoy vs. Mehrfamilienhäuser:-21,7% yoy). Bei potenziellen M&A-Schritten fasse Sto demnach auch Targets abseits der europäischen Kernmärkte ins Auge, um eine stärkere regionale Diversifikation der Erlösströme zu erzielen.
Akquisitionen vor Aktienrückkäufen: Ohnehin scheine der Vorstand entschlossen, die mittlerweile wieder attraktiveren Multiples im Markt für Unternehmenszukäufe zu nutzen, wofür Sto bei einem Cash-Bestand i.H.v. >320 Mio. EUR (inkl. Geldanlagen) bzw. einer Eigenkapitalquote von ca. 61% über mehr als genügend Liquidität und Solidität verfüge. Eine Sonderausschüttung der Barreserven (wie zuletzt 2015) oder ein Aktienrückkaufprogramm erachte der Analyst infolge der Aussagen des Managements hingegen als weniger wahrscheinlich, wenngleich bei seiner Blitzumfrage unter den anwesenden Investoren eine Mehrheit letzteres favorisiert habe.
Konzernstrategie "under review": Neben anorganischen Wachstumschancen diskutiere Sto intern zurzeit auch eine Anpassung der bislang 14 Kerninitiativen umfassenden Konzernstrategie. Die zukünftigen Schwerpunktmaßnahmen sowie eine neue Mittelfristguidance für 2027 dürfte der Konzern spätestens im April 2025 bekannt geben. Zuversichtlich habe sich der Vorstand nach wie vor hinsichtlich kommender Impulse aus dem European Green Deal gezeigt, dessen im April 2024 verabschiedete Gebäudeeffizienzrichtlinie bis Mitte 2026 eine Umsetzung in nationales Recht verlange und eine deutliche Erhöhung der heutigen EU-weiten Dämmfläche von ca. 200 Mio. qm p.a. bedeuten dürfte. Kurzfristig stehe darüber hinaus die Einführung der ERP-Software SAP S/4 HANA im Fokus, die daraus im laufenden Jahr resultierenden finanziellen Belastungen seien in der im Juli angepassten Ergebnis-Guidance bereits berücksichtigt (EBIT 2025e: 62-82 Mio. EUR; H1: 29,3 Mio. EUR).
Sto befinde sich zurzeit in einer herausfordernden Phase, die die fundamentalen Qualitäten des Unternehmens aber unberührt lasse und dem Management auch Chancen biete. Investoren mit Weitsicht finden auf dem aktuellen Bewertungsniveau (KGV 2025e: 12,0x; cash-bereinigt: 6,7x) nach Erachten von Patrick Speck eine attraktive Einstiegsgelegenheit vor, sodass der Analyst der Montega AG die Sto-Vorzugsaktie mit einem unveränderten Kursziel von 150,00 EUR nun auf "kaufen" hochstuft. (Analyse vom 10.09.2024)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.
Börsenplätze Sto-Vorzugsaktie:
Tradegate-Aktienkurs Sto-Vorzugsaktie:
116,40 EUR -0,17% (10.09.2024, 16:15)
XETRA-Aktienkurs Sto-Vorzugsaktie:
116,00 EUR -0,34% (10.09.2024, 16:17)
ISIN Sto-Vorzugsaktie:
DE0007274136
WKN Sto-Vorzugsaktie:
727413
Ticker-Symbol Sto-Vorzugsaktie:
STO3
Kurzprofil Sto SE & Co. KGaA:
Sto (ISIN: DE0007274136, WKN: 727413, Ticker-Symbol: STO3) ist einer der international bedeutenden Hersteller von Produkten und Systemen für Gebäudebeschichtungen. Führend ist das Unternehmen im Geschäftsfeld Wärmedämm-Verbundsysteme. Zum Kernsortiment gehören außerdem hochwertige Fassadenelemente sowie Putze und Farben, die sowohl für den Außenbereich als auch für das Innere von Gebäuden angeboten werden. Weitere Schwerpunkte sind die Bereiche Betoninstandsetzung/Bodenbeschichtungen, Akustik- und vorgehängte Fassadensysteme. (10.09.2024/ac/a/nw)
Archivbeitrag vom 10.09.2024. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.