Aktien des Tages

Siemens legt Zahlen zum zweiten Quartal 2023/24 vor - Schwäche der Industrieautomatisierung hält an - Aktienanalyse

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Siemens-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Maximilian Völkl vom Anlegermagazin "Der Aktionär" rät in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der Siemens AG (ISIN: DE0007236101, WKN: 723610, Ticker-Symbol: SIE, NASDAQ OTC-Symbol: SMAWF) weiterhin zu kaufen.

Der Industriekonzern Siemens habe am Donnerstag seine Zahlen zum zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2023/24 veröffentlicht. Vor allem das nach wie vor schwächelnde Geschäft mit Industrieautomation drücke allerdings auf die Stimmung. Die Aktie verliere im frühen Handel knapp vier Prozent an Boden.

Eine bessere Entwicklung in den anderen Bereichen habe die gedämpfte Nachfrage im Automatisierungsgeschäft zwar nahezu ausgleichen können. Die Prognose habe Siemens bestätigt, der Konzern werde aber für seine Sparte Digital Industries pessimistischer. So dürfte sich der Abbau voller Lager bei Kunden im Automatisierungsgeschäft länger hinziehen als erwartet, insbesondere in China, habe es geheißen. Für das Geschäft mit intelligenter Infrastruktur habe Siemens das untere Ende der erwarteten Spanne bei Umsatz und Profitabilität angehoben.

Der Umsatz sei in den drei Monaten per Ende März um ein Prozent auf 19,2 Milliarden Euro gesunken, wie das Unternehmen mitgeteilt habe. Das Ergebnis des industriellen Geschäfts sei um zwei Prozent auf 2,5 Milliarden Euro gesunken. Rückgänge in der Automation habe Siemens mit einer besseren Entwicklung in anderen Bereichen nahezu auffangen können. Unter dem Strich sei der Gewinn um 38 Prozent auf rund 2,2 Milliarden Euro zurückgegangen, wobei Siemens im Vorjahresquartal von einer Wertzubuchung bei seiner Beteiligung Siemens Energy (ISIN DE000ENER6Y0/ WKN ENER6Y) profitiert habe.

Für das laufende Geschäftsjahr 2023/24 erwarte Siemens weiter ein Umsatzwachstum auf vergleichbarer Basis von vier bis acht Prozent. Ausgeklammert seien Währungs- und Portfolioeffekte. Das Ergebnis je Aktie vor bestimmten Kaufpreiseffekten nach Übernahmen erwarte Siemens bei 10,40 bis 11,00 Euro. Im abgelaufenen Jahr habe der entsprechende Gewinn auf 9,93 Euro angezogen. Herausgenommen sei dabei die Beteiligung an Siemens Energy, die nur noch als finanzieller Vermögenswert und nicht mehr in der Gewinn- und Verlustrechnung bilanziert werde.

Derweil habe Siemens einen Käufer für seine Tochter Innomotics gefunden. Die Sparte für Motoren und Großgetriebe mit rund 15.000 Mitarbeitern werde für 3,5 Milliarden Euro an die US-Beteiligungsgesellschaft KPS verkauft, habe das Unternehmen am Donnerstag mitgeteilt. Der Abschluss werde für die erste Hälfte des Geschäftsjahrs 2024/2025 angestrebt. Die Transaktion müsse noch unter anderem von den Fusionskontrollbehörden genehmigt werden. Siemens wolle sich seit längerem von dem Geschäft trennen und habe den Bereich verselbstständigt. Ein Börsengang sei ebenfalls geprüft worden.

Die Schwäche der Industrieautomatisierung halte an, das belaste die Siemens-Aktie. Grund zur Sorge bestehe nach dem jüngst erreichten Rekordhoch aber nicht. In China gebe es für die Wirtschaft erste Anzeichen der Besserung und auf lange Sicht werde sich der Fokus auf die Digitalisierung bei Siemens auszahlen.

Die Aktie bleibt ein Kauf, so Maximilian Völkl von "Der Aktionär" zu Siemens. (Analyse vom 16.05.2024)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.

Börsenplätze Siemens-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs Siemens-Aktie:
182,74 EUR -2,54% (16.05.2024, 09:47)

XETRA-Aktienkurs Siemens-Aktie:
183,88 EUR -2,04% (16.05.2024, 09:33)

ISIN Siemens-Aktie:
DE0007236101

WKN Siemens-Aktie:
723610

Ticker-Symbol Siemens-Aktie:
SIE

NASDAQ OTC-Symbol Siemens-Aktie:
SMAWF

Kurzprofil Siemens AG:

Die Siemens AG (ISIN: DE0007236101, WKN: 723610, Ticker-Symbol: SIE, NASDAQ OTC-Symbol: SMAWF) (Berlin und München) ist ein Technologieunternehmen mit Fokus auf die Felder Industrie, Infrastruktur, Mobilität und Gesundheit. Ressourceneffiziente Fabriken, widerstandsfähige Lieferketten, intelligente Gebäude und Stromnetze, emissionsarme und komfortable Züge und eine fortschrittliche Gesundheitsversorgung - das Unternehmen unterstützt seine Kunden mit Technologien, die ihnen konkreten Nutzen bieten. Durch die Kombination der realen und der digitalen Welten befähigt Siemens seine Kunden, ihre Industrien und Märkte zu transformieren und verbessert damit den Alltag für Milliarden von Menschen.

Siemens ist mehrheitlicher Eigentümer des börsennotierten Unternehmens Siemens Healthineers - einem weltweit führenden Anbieter von Medizintechnik, der die Zukunft der Gesundheitsversorgung gestaltet.

Im Geschäftsjahr 2023, das am 30. September 2023 endete, erzielte der Siemens-Konzern einen Umsatz von 77,8 Milliarden Euro und einen Gewinn nach Steuern von 8,5 Milliarden Euro. Zum 30.09.2023 beschäftigte das Unternehmen weltweit rund 320.000 Menschen. Weitere Informationen im Internet unter www.siemens.com. (16.05.2024/ac/a/d)

Archivbeitrag vom 16.05.2024. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

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