Hamburg (www.aktiencheck.de) - STEICO-Aktienanalyse der Montega AG:
Patrick Speck, Analyst der Montega AG, rät in einer aktuellen Aktienanalyse weiterhin zum Kauf der Aktie der STEICO SE (ISIN: DE000A0LR936, WKN: A0LR93, Ticker-Symbol: ST5).
STEICO habe jüngst den Halbjahresbericht 2026 vorgelegt, der in Bezug auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung in Q2 ein sehr heterogenes Bild abgebe.
Q2 zeige Aufholeffekte: Nachdem STEICO aufgrund des harten Winters im ersten Quartal einen Erlösrückgang von 6,9% gegenüber dem Vorjahr habe hinnehmen müssen, habe der Rückstand durch einen deutlichen Nachfrageanstieg mit Beginn der Bausaison im zweiten Quartal (+8,4% gegenüber dem Vorjahr) wieder ausgeglichen werden können. Insgesamt habe der Konzernumsatz nach dem ersten Halbjahr mit 200,3 Mio. Euro (+0,6% gegenüber dem Vorjahr) im Rahmen der Erwartungen gelegen. Nach Angaben des Unternehmens habe sich insbesondere der Absatz der Holzfaser-Dämmstoffe im Frühjahr deutlich belebt. Zum Halbjahr habe der Umsatz bei STEICOs Kernprodukt mit 136,2 Mio. Euro (-1,1% gegenüber dem Vorjahr) allerdings noch leicht unter dem Vorjahresniveau gelegen. Gleiches gelte für das Konstruktionsprodukt Stegträger (-3,3% auf 23,7 Mio. Euro) sowie den Vertrieb von Furnierschichtholz (-21,1% auf 15,0 Mio. Euro). Überkompensiert worden sei dies jedoch durch einen starken Umsatz mit Spezialprodukten (+66,0% auf 13,6 Mio. Euro), zu denen beispielsweise Holzfaserplatten für industrielle Anwendungen zählten.
Geopolitik zehre an der Profitabilität: Auf der Ertragsseite hätten jedoch starke Kostensteigerungen bei Logistik, Energie und chemischen Produkten sowie Lieferkettenstörungen infolge des Iran-Kriegs deutlich ins Gewicht gefallen. So habe sich die Materialaufwandsquote im ersten Halbjahr auf 57,6% erhöht, nach 54,1% im Vorjahr. Das EBIT des ersten Halbjahres habe sich um 30,8 % gegenüber dem Vorjahr auf 14,7 Mio. Euro verringert. Im zweiten Quartal isoliert betrachtet sei der Rückgang mit 31,1% auf 8,4 Mio. Euro ähnlich hoch ausgefallen. Die EBIT-Marge habe sich im ersten Halbjahr mit 7,5 % bezogen auf die Gesamtleistung leicht unterhalb des Zielkorridors von 8,0 bis 9,5% und deutlich unter dem Vorjahreswert von 10,9% bewegt.
Stabilisierung im zweiten Halbjahr erwartet: Für das zweite Halbjahr erwarte der Vorstand weiteres Wachstum sowie eine Verbesserung der Profitabilität. Unterstützend wirkten die bereits umgesetzten Preiserhöhungen, die mit zeitlicher Verzögerung ihre Wirkung entfalten sollten. Vor diesem Hintergrund stelle STEICO für das Gesamtjahr unverändert eine Umsatzentwicklung zwischen -2% und +4% gegenüber dem Vorjahr (rund 375 bis 398 Mio. Euro) sowie eine EBIT-Marge bezogen auf die Gesamtleistung von 8,0 bis 9,5% (30 bis 38 Mio. Euro) in Aussicht. Montega bleibe auf der Umsatzseite am oberen Ende der Zielbandbreite positioniert, was für das zweite Halbjahr ein Wachstum von rund 7% gegenüber dem Vorjahr impliziere, nehme die Ergebnisprognose jedoch auf das untere Ende der Zielspanne zurück. Damit rechne man für das zweite Halbjahr mit einem operativen Ergebnis, das nur knapp oberhalb des Niveaus des ersten Halbjahres von 14,7 Mio. Euro liegen dürfte.
Fazit: Die Belebung der Nachfrage nach dem schwachen ersten Quartal sei durch die Folgen der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten spürbar geschmälert worden. Da sich die Baukonjunktur insgesamt jedoch robust zeige, gehe Montega von einer Stabilisierung der Erträge im zweiten Halbjahr sowie einer deutlichen Erholung ab dem Jahr 2027 aus. Die aktuelle Bewertung, die mit dem 0,7-Fachen des Buchwerts deutlich unter Buchwert liege, lege dagegen ein defizitäres Szenario nahe, das Montega für sehr unwahrscheinlich halte.
Patrick Speck, Analyst der Montega AG, hat in einer aktuellen Aktienanalyse die Kaufempfehlung für die STEICO-Aktie mit einem unveränderten Kursziel von 30 Euro bestätigt. (Analyse vom 03.08.2026)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link. (03.08.2026/ac/a/nw)
Patrick Speck, Analyst der Montega AG, rät in einer aktuellen Aktienanalyse weiterhin zum Kauf der Aktie der STEICO SE (ISIN: DE000A0LR936, WKN: A0LR93, Ticker-Symbol: ST5).
STEICO habe jüngst den Halbjahresbericht 2026 vorgelegt, der in Bezug auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung in Q2 ein sehr heterogenes Bild abgebe.
Q2 zeige Aufholeffekte: Nachdem STEICO aufgrund des harten Winters im ersten Quartal einen Erlösrückgang von 6,9% gegenüber dem Vorjahr habe hinnehmen müssen, habe der Rückstand durch einen deutlichen Nachfrageanstieg mit Beginn der Bausaison im zweiten Quartal (+8,4% gegenüber dem Vorjahr) wieder ausgeglichen werden können. Insgesamt habe der Konzernumsatz nach dem ersten Halbjahr mit 200,3 Mio. Euro (+0,6% gegenüber dem Vorjahr) im Rahmen der Erwartungen gelegen. Nach Angaben des Unternehmens habe sich insbesondere der Absatz der Holzfaser-Dämmstoffe im Frühjahr deutlich belebt. Zum Halbjahr habe der Umsatz bei STEICOs Kernprodukt mit 136,2 Mio. Euro (-1,1% gegenüber dem Vorjahr) allerdings noch leicht unter dem Vorjahresniveau gelegen. Gleiches gelte für das Konstruktionsprodukt Stegträger (-3,3% auf 23,7 Mio. Euro) sowie den Vertrieb von Furnierschichtholz (-21,1% auf 15,0 Mio. Euro). Überkompensiert worden sei dies jedoch durch einen starken Umsatz mit Spezialprodukten (+66,0% auf 13,6 Mio. Euro), zu denen beispielsweise Holzfaserplatten für industrielle Anwendungen zählten.
Geopolitik zehre an der Profitabilität: Auf der Ertragsseite hätten jedoch starke Kostensteigerungen bei Logistik, Energie und chemischen Produkten sowie Lieferkettenstörungen infolge des Iran-Kriegs deutlich ins Gewicht gefallen. So habe sich die Materialaufwandsquote im ersten Halbjahr auf 57,6% erhöht, nach 54,1% im Vorjahr. Das EBIT des ersten Halbjahres habe sich um 30,8 % gegenüber dem Vorjahr auf 14,7 Mio. Euro verringert. Im zweiten Quartal isoliert betrachtet sei der Rückgang mit 31,1% auf 8,4 Mio. Euro ähnlich hoch ausgefallen. Die EBIT-Marge habe sich im ersten Halbjahr mit 7,5 % bezogen auf die Gesamtleistung leicht unterhalb des Zielkorridors von 8,0 bis 9,5% und deutlich unter dem Vorjahreswert von 10,9% bewegt.
Stabilisierung im zweiten Halbjahr erwartet: Für das zweite Halbjahr erwarte der Vorstand weiteres Wachstum sowie eine Verbesserung der Profitabilität. Unterstützend wirkten die bereits umgesetzten Preiserhöhungen, die mit zeitlicher Verzögerung ihre Wirkung entfalten sollten. Vor diesem Hintergrund stelle STEICO für das Gesamtjahr unverändert eine Umsatzentwicklung zwischen -2% und +4% gegenüber dem Vorjahr (rund 375 bis 398 Mio. Euro) sowie eine EBIT-Marge bezogen auf die Gesamtleistung von 8,0 bis 9,5% (30 bis 38 Mio. Euro) in Aussicht. Montega bleibe auf der Umsatzseite am oberen Ende der Zielbandbreite positioniert, was für das zweite Halbjahr ein Wachstum von rund 7% gegenüber dem Vorjahr impliziere, nehme die Ergebnisprognose jedoch auf das untere Ende der Zielspanne zurück. Damit rechne man für das zweite Halbjahr mit einem operativen Ergebnis, das nur knapp oberhalb des Niveaus des ersten Halbjahres von 14,7 Mio. Euro liegen dürfte.
Fazit: Die Belebung der Nachfrage nach dem schwachen ersten Quartal sei durch die Folgen der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten spürbar geschmälert worden. Da sich die Baukonjunktur insgesamt jedoch robust zeige, gehe Montega von einer Stabilisierung der Erträge im zweiten Halbjahr sowie einer deutlichen Erholung ab dem Jahr 2027 aus. Die aktuelle Bewertung, die mit dem 0,7-Fachen des Buchwerts deutlich unter Buchwert liege, lege dagegen ein defizitäres Szenario nahe, das Montega für sehr unwahrscheinlich halte.
Patrick Speck, Analyst der Montega AG, hat in einer aktuellen Aktienanalyse die Kaufempfehlung für die STEICO-Aktie mit einem unveränderten Kursziel von 30 Euro bestätigt. (Analyse vom 03.08.2026)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link. (03.08.2026/ac/a/nw)
Archivbeitrag vom 03.08.2026. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.