Rosenbauer: Kursziel- und Schätzungsreduktion - Aktienanalyse




02.12.22 16:54
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.aktiencheck.de) - Rosenbauer-Aktienanalyse von der Raiffeisen Bank International AG:

Markus Remis, Analyst der Raiffeisen Bank International AG (RBI), nimmt die Aktie der Rosenbauer International AG (ISIN: AT0000922554, WKN: 892502, Ticker-Symbol: ROI, Wiener Börse-Symbol: ROS) unter die Lupe.

Für das Q3 22 habe Rosenbauer einen um 10% höheren Umsatz von EUR 222 Mio. gemeldet und damit nur unwesentlich unter der Analystenprognose von EUR 230 Mio. gelegen. Ähnlich wie in den Vorquartalen hätten Engpässe in den Lieferketten und die verzögerte Weitergabe von Kostensteigerungen bei bestehenden Aufträgen die operative Ertragskraft belastet. Zusätzlich habe Rosenbauer im Quartal Restrukturierungskosten in Höhe von EUR 5,6 Mio. verdaut, welche primär im Zusammenhang mit dem Abgang von CEO Siegel stünden. Das EBIT habe EUR -7,3 Mio. betragen und habe damit auf vergleichbarer Basis geringfügig unter der Analystenschätzung von EUR 0,2 Mio. gelegen.

Der Auftragseingang in Höhe von EUR 244 Mio. sei gegenüber dem Vorjahr rückläufig gewesen, aber die Run-Rate in Q1-3 sei mit EUR 825 Mio. auf hohem Niveau geblieben (Book-to-Bill-Verhältnis von 1,27x). Dementsprechend sei der Auftragsbestand auf einen neuen Rekordwert von EUR 1,36 Mrd. (+17%) geklettert.

Für das Geschäftsjahr 2022 habe das Management am Umsatzziel von ca. EUR 1 Mrd. und am Ausblick eines positiven EBIT festgehalten. Für Ersteres würden rund EUR 350 Mio. in Q4 benötigt (mittleres bis hohes einstelliges Wachstum). Letzteres beinhalte die erwähnten Einmalaufwendungen in Q3 und erfordere daher eine substanzielle Verbesserung auf annähernd EUR 35 Mio. (in der Größenordnung von Q4 19 bzw. Q4 20).

Unter dem neuen CEO Wolf habe der Konzern ein neues Kostensenkungsprogramm mit dem Namen "Refocus, Restart" lanciert. Mit Fokus auf Material- und Personalkosten sollten im Geschäftsjahr 2023 ca. EUR 31 Mio. gegenüber der 2022er Kostenbasis eingespart werden. Rund EUR 14 Mio. bzw. EUR 15 Mio. sollten an den österreichischen bzw. US-Standorten generiert werden. Die für das laufende Jahr budgetierten Kosteneinsparungen im Ausmaß von EUR 21,5 Mio. würden deutlich nicht erreicht werden.

Rosenbauer habe sehr ambitionierte Ziele bis 2030 kommuniziert. Der Umsatz solle auf rund EUR 2 Mrd. verdoppelt und die EBIT-Marge auf 7% verbessert werden. Dieses Profitabilitätsniveau sei zuletzt im Geschäftsjahr 2011 erreicht worden. Umsatzseitig werde der größte Wachstumsanteil von einer Steigerung der Fahrzeuglieferungen von 2.000 auf 3.000 Einheiten getragen. Damit solle der Fahrzeugumsatz von rund EUR 700 Mio. auf EUR 1,4 Mrd. gesteigert werden. Den kleineren Produktesegmenten wie Komponenten, Ausrüstung und Kundenservices werde überproportionales Wachstumspotenzial bescheinigt. Margenseitig sollten vor allem ein höherer Grad an Modularisierung und Vorfertigung für Auftrieb sorgen. Zudem sollte sich der Produktmix stärker in Richtung profitablerer Produkte wie z.B. Ausrüstung und Komponenten entwickeln.

Nach der Markteinführung des elektrisch betriebenen Fahrzeugs RT (bzw. RTX als US-Pendant) habe Rosenbauer nun die E-Flotte komplettiert und damit ein Alleinstellungsmerkmal. Der so genannte AT Electric (Verkaufsstart 2022) sowie die elektrische Version des Flughafenlöschfahrzeugs Panther (ab 2024) und eine Drehleiter seien auf der Interschutz präsentiert worden.

Der Analyst erwarte, dass Rosenbauer heuer lediglich ein ausgeglichenes EBIT erreiche und sei damit konservativer als der Firmenausblick. Angesichts des prognostizierten Nettoverlusts erscheine auch ein Dividendenausfall als durchaus möglich. Dank höherer Preise, zusätzlicher Kosteneinsparungen, geringerer Materialkosten, besser funktionierender Lieferketten und dem Wegfall von Einmalkosten sollte die Ertragskurve im GJ 2023 wieder nach oben zeigen. Allerdings erwarte der Analyst die Profitabilität weiter unter dem vorpandemischen Niveau. Neben einer stärkeren Profitabilitätssteigerung und höheren Kapitalrenditen sei seiner Meinung nach der damit verbundene verbesserte Track Record ein wichtiger Faktor für eine höhere Bewertung der Aktie.

Markus Remis, Analyst der RBI, senkt das Kursziel von EUR 39 auf EUR 38 und bestätigt die "Halten"-Empfehlung für die Rosenbauer-Aktie. (Analyse vom 02.11.2022)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus:

Offenlegungen

3. RBI oder eine mit ihr verbundene juristische Person ist Market Maker oder Specialist oder Designated Sponsor oder Stabilisierungsmanager oder sonstiger Liquiditätsspender in den Finanzinstrumenten des Emittenten.

5. Zwischen RBI oder einer mit ihr verbundenen juristischen Person und dem Emittenten war in den vorangegangenen zwölf Monaten eine Vereinbarung über die Erbringung von Wertpapierdienstleistungen gemäß Anhang I Abschnitte A (Wertpapierdienstleistungen und Anlagetätigkeiten) und B (Nebendienstleistungen) der Richtlinie 2014/65/EU des Europäischen Parlaments und des Rates in Kraft bzw. ergab sich in diesem Zusammenhang die Verpflichtung zu einer Zahlung oder zum Erhalt einer Entschädigung; wobei eine Offenlegung nur dann erfolgt, wenn dadurch die Vertraulichkeit von Geschäftsinformationen nicht verletzt wird.

12. RBI erbrachte für den Emittenten in den vorangegangenen zwölf Monaten Wertpapierdienstleistungen gemäß Anhang I Abschnitte A (Wertpapierdienstleistungen und Anlagetätigkeiten) und B (Nebendienstleistungen) der Richtlinie 2014/65/EU des Europäischen Parlaments und des Rates.

Offenlegung von Umständen und Interessen, die die Objektivität der RBI gefährden könnten: www.raiffeisenresearch.com/disclosuresobjectivity

Börsenplätze Rosenbauer-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs Rosenbauer-Aktie:
33,40 EUR -2,05% (01.12.2022, 22:26)

Wiener Börse-Aktienkurs Rosenbauer-Aktie:
33,30 EUR 0,00% (02.12.2022, 15:37)

ISIN Rosenbauer-Aktie:
AT0000922554

WKN Rosenbauer-Aktie:
892502

Ticker-Symbol Rosenbauer-Aktie:
ROI

Wiener Börse-Symbol Rosenbauer-Aktie:
ROS

Kurzprofil Rosenbauer International AG:

Rosenbauer (ISIN: AT0000922554, WKN: 892502, Ticker-Symbol: ROI, Wiener Börse-Symbol: ROS) ist ein international tätiger Konzern und verlässlicher Partner der Feuerwehren auf der ganzen Welt. Das Unternehmen entwickelt und produziert Fahrzeuge, Löschtechnik, Ausrüstung und digitale Lösungen für Berufs-, Betriebs-, Werk- und freiwillige Feuerwehren sowie Anlagen für den vorbeugenden Brandschutz. Produkte aus europäischer, US-amerikanischer und asiatischer Fertigung decken alle wichtigen Normenwelten ab. Mit einem Umsatz von 975,1 Mio. Euro, rund 4.100 Mitarbeitern (Stand: 31. Dezember 2021) und einem Vertriebs- und Servicenetzwerk in ungefähr 120 Ländern ist der Konzern der größte Feuerwehrausstatter der Welt.

Das börsennotierte Familienunternehmen besteht in der sechsten Generation und ist seit mehr als 150 Jahren im Dienste der Feuerwehren tätig. Kundenorientierung, Innovationskraft und Zuverlässigkeit sind die zentralen Stärken von Rosenbauer. (02.12.2022/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.







 
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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
32,90 € 33,70 € -0,80 € -2,37% 01.02./13:10
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
AT0000922554 892502 48,50 € 28,60 €
Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
 
Tradegate (RT)
32,90 € -2,37%  10:51
Hamburg 32,90 € +3,79%  08:03
Hannover 32,90 € +3,79%  08:03
Berlin 33,10 € +3,44%  08:02
Frankfurt 33,00 € +2,80%  09:15
Stuttgart 32,30 € +0,31%  12:35
Xetra 32,30 € 0,00%  30.01.23
München 31,70 € -0,94%  31.01.23
Düsseldorf 32,30 € -2,71%  13:01
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