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Rheinmetall: Milliardenschwerer Zukauf lässt Aktie auf Rekordhochs nach oben schießen

Paris (www.aktiencheck.de) - Rheinmetall-Aktienanalyse der BNP Paribas:

Auf neue Rekordhochs klettert die Rheinmetall-Aktie (ISIN: DE0007030009, WKN: 703000, Ticker-Symbol: RHM, NASDAQ OTC-Symbol: RNMBF), nachdem der Rüstungskonzern am Sonntagabend, dem 14. September, eine Akquisition angekündigt hat, so Egmond Haidt, Finanzspezialist der BNP Paribas.

Das Unternehmen habe sich mit der Bremer Unternehmensgruppe Lürssen auf den Kauf des militärischen Bereichs der Werftengruppe, genannt Naval Vessels Lürssen (NVL), geeinigt. Nach der erwarteten Zustimmung der Kartellbehörden solle der Deal spätestens Anfang 2026 abgeschlossen werden. "Künftig werden wir zu Lande, zu Wasser, in der Luft und im Weltraum ein relevanter Akteur sein. Rheinmetall entwickelt sich damit zum Domänen-übergreifenden Systemhaus", habe Rheinmetall-Chef Armin Papperger erklärt.

Die beiden Parteien hätten zwar Stillschweigen bezüglich des Kaufpreises vereinbart, allerdings habe NVL laut den Angaben von Rheinmetall 2024 einen Umsatz von rund 1 Milliarde Euro gemacht, deswegen könne man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass es sich um einen milliardenschweren Zukauf handele.

Laut Rheinmetall sei NVL "ein etablierter Akteur sowohl im militärischen Schiffbau wie auch in der Schiffswartung und -reparatur… NVL betreut Flotten über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg und trägt somit dazu bei, die Deutsche Marine und Navies weltweit jederzeit einsatzbereit zu halten."

Enormes Wachstumspotenzial

Rheinmetall habe - wie üblich - eine Präsentation zur Übernahme veröffentlicht und sie lasse aufhorchen, zumal NVL einen Auftragsbestand von mehr als 5 Milliarden Euro habe: Demnach solle der Umsatz von NVL 2025 auf rund 1,3 Milliarden Euro nach oben schießen. Dabei solle eine EBIT-Marge (Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Verhältnis zum Umsatz) von rund 10 Prozent erwirtschaftet werden. Die Marge liege dabei über dem Schnitt der europäischen Player aus dem Marinebereich, wie ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS), oder BAE Maritime. Das bereinigte EBIT von TKMS habe in den per Juni beendeten ersten drei Quartalen 2024/25 bei 72 Millionen Euro gelegen, was einer Marge von 5,1 Prozent entspreche.

Bis 2030 sollten die Erlöse von NVL auf mindestens 5 Milliarden Euro gesteigert werden, davon sollten rund 3 Milliarden Euro auf Deutschland entfallen, der Rest auf das Ausland. Das entspreche zudem einem jährlichen Wachstum von durchschnittlich rund 30 Prozent pro Jahr. Das sei Musik in den Ohren der Investoren.

Im Zuge des wie erwartet kräftigen Umsatzanstiegs solle die EBIT-Marge von NVL bis 2030 auf mehr als 15 Prozent verbessert werden. Bei einem Umsatz von 5 Milliarden Euro entspräche das einem Ebit von mindestens 750 Millionen Euro.

Bei der internationalen Expansion solle NVL vor allem Europa, die USA und die Region Asien-Pazifik ins Visier nehmen. In Europa seien neben Deutschland vor allem Italien, Griechenland und die Türkei die aussichtsreichsten Märkte. In der Region Asien-Pazifik gebe es in Indonesien, Singapur, Neuseeland und anderen Ländern starke Nachfrage, nicht nur vonseiten der Marine, sondern auch der Küstenwache. Rheinmetall erwarte sich zudem Synergieeffekte mit seiner Panzersparte. Sie unterhalte unter anderem Standorte in Kiel und Flensburg.

Vor dem Hintergrund der obigen Zahlen sollte meiner Meinung nach die Rekordfahrt der Rheinmetall-Aktie klar weitergehen, so Egmond Haidt, Finanzspezialist der BNP Paribas. (Analyse vom 15.09.2025)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link. (18.09.2025/ac/a/d)

Archivbeitrag vom 18.09.2025. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

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