Paris (www.aktiencheck.de) - Rheinmetall-Aktienanalyse der BNP Paribas:
Mit einem deutlichen Kurssprung nach oben reagiert die Aktie von Rheinmetall (ISIN: DE0007030009, WKN: 703000, Ticker-Symbol: RHM, NASDAQ OTC-Symbol: RNMBF) auf die Veröffentlichung der 9-Monats-Zahlen, so Egmond Haidt von der BNP Paribas.
Dabei seien sie lediglich gemischt ausgefallen, während die Aufträge von der Bundesregierung weiterhin auf sich haben warten lassen würden. Umso mehr würden Investoren auf die Ankündigung von Vorstandschef Armin Papperger zum Auftragseingang setzen.
Im dritten Quartal sei der Umsatz von Deutschlands größtem Rüstungskonzern um 13 Prozent auf 2,78 Milliarden Euro gestiegen. Das habe allerdings leicht unter den Schätzungen der Analysten von 2.82 Milliarden Euro gelegen. Zudem sei der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) um 19 Prozent auf 360 Millionen Euro geklettert, damit habe sich die Marge von 12,3 auf 12,9 Prozent etwas verbessert. Damit seien die Erwartungen von 355 Millionen Euro leicht übertroffen worden.
Wenig berauschend würden allerdings die Zahlen zur "Nomination" aussehen, sie sei um 36 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro eingebrochen, vor allem weil die Auftragsvergabe der Bundesregierung aufgrund der verzögerten Verschiebung des Bundeshaushalts nach dem Regierungswechsel weiter auf sich warten lassen habe. "Nomination umfasst sowohl den klassischen Auftragseingang als auch das Volumen aus neu abgeschlossenen Rahmenverträgen mit militärischen Kunden sowie aus neuen Kundenvereinbarungen (Nominierungen) im zivilen Geschäft über zukünftige Abrufe", heiße es in der Pressemeldung.
Hingegen habe das "Backlog" um 23 Prozent auf 63,8 Milliarden Euro zugelegt. "Der [sic!] Backlog umfasst neben dem Auftragsbestand auch die erwarteten Abrufe aus bestehenden Rahmenverträgen mit militärischen Kunden sowie die Potentiale aus Kundenvereinbarungen im zivilen Geschäft", so die Pressemeldung weiter.
Prognose bestätigt
Bei der Zahlenvorlage habe sich Papperger dennoch zufrieden gegeben und "mindestens" die Prognose fürs Gesamtjahr bestätigt. Demnach solle der Umsatz 2025 um 25 bis 30 Prozent gegenüber dem 2024er-Wert von 9,75 Milliarden Euro steigen. Zudem solle die bereinigte Ebit-Marge leicht verbessert werden, von 15,2 auf 15,5 Prozent.
Für Zuversicht bei Investoren dürfte vor allem gesorgt haben, dass der Konzern laut der Präsentation zu den Quartalszahlen einen "Rekord bei der Nomination für das vierte Quartal erwartet", also quasi beim Auftragseingang plus die obigen zusätzlichen Faktoren. Dabei solle das Backlog von 63,8 Milliarden Euro per Ende September bis zum Jahresende auf rund 80 Milliarden Euro nach oben schießen.
Wie gehe es weiter mit der Aktie?
Nach dem Sprung nach oben nach der Zahlenvorlage liege der Börsenwert bei 81,4 Milliarden Euro. Inklusive der Nettoschulden von 1,9 Milliarden Euro liege der Enterprise Value (EV) bei 83,3 Milliarden Euro. Das entspreche dem 28,8-Fachen des von Analysten für 2026 prognostizierten Ebit und zeige damit, welch rasantes Wachstum in der Aktie eingepreist sei. Allerdings solle sich das Umsatzwachstum laut den Schätzungen der Analysten 2026 von erwarteten 30 Prozent für 2025 auf 35 Prozent beschleunigen. Zudem solle die Ebit-Marge 2026 deutlich verbessert werden, auf den Rekord von 17 Prozent. Und das 2026er-KGV liege bei herben 39,6.
Wie sich die Rheinmetall-Aktie in den nächsten Tagen und Wochen entwickele, dürfte vor allem von der heutigen Analystenkonferenz abhängen. Sollte Papperger die Finanzprofis und damit die Investoren überzeugen können, dass die Nomination im vierten Quartal tatsächlich auf einen Rekordwert steigen und es 2026 weiter nach oben gehen sollte, dürfte das Papier nachhaltig nach oben drehen.
Die nächsten wichtigen Kursimpulse werde dann der Kapitalmarkttag am 18. November liefern, zumal falls in der Zwischenzeit die ersten Aufträge von der Bundesregierung eingehen sollten. Umso gespannter würden Investoren in den nächsten Tagen und Wochen die Nachrichten zur Auftragslage verfolgen. (Analyse vom 06.11.2025)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link. (11.11.2025/ac/a/d)
Mit einem deutlichen Kurssprung nach oben reagiert die Aktie von Rheinmetall (ISIN: DE0007030009, WKN: 703000, Ticker-Symbol: RHM, NASDAQ OTC-Symbol: RNMBF) auf die Veröffentlichung der 9-Monats-Zahlen, so Egmond Haidt von der BNP Paribas.
Dabei seien sie lediglich gemischt ausgefallen, während die Aufträge von der Bundesregierung weiterhin auf sich haben warten lassen würden. Umso mehr würden Investoren auf die Ankündigung von Vorstandschef Armin Papperger zum Auftragseingang setzen.
Im dritten Quartal sei der Umsatz von Deutschlands größtem Rüstungskonzern um 13 Prozent auf 2,78 Milliarden Euro gestiegen. Das habe allerdings leicht unter den Schätzungen der Analysten von 2.82 Milliarden Euro gelegen. Zudem sei der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) um 19 Prozent auf 360 Millionen Euro geklettert, damit habe sich die Marge von 12,3 auf 12,9 Prozent etwas verbessert. Damit seien die Erwartungen von 355 Millionen Euro leicht übertroffen worden.
Wenig berauschend würden allerdings die Zahlen zur "Nomination" aussehen, sie sei um 36 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro eingebrochen, vor allem weil die Auftragsvergabe der Bundesregierung aufgrund der verzögerten Verschiebung des Bundeshaushalts nach dem Regierungswechsel weiter auf sich warten lassen habe. "Nomination umfasst sowohl den klassischen Auftragseingang als auch das Volumen aus neu abgeschlossenen Rahmenverträgen mit militärischen Kunden sowie aus neuen Kundenvereinbarungen (Nominierungen) im zivilen Geschäft über zukünftige Abrufe", heiße es in der Pressemeldung.
Hingegen habe das "Backlog" um 23 Prozent auf 63,8 Milliarden Euro zugelegt. "Der [sic!] Backlog umfasst neben dem Auftragsbestand auch die erwarteten Abrufe aus bestehenden Rahmenverträgen mit militärischen Kunden sowie die Potentiale aus Kundenvereinbarungen im zivilen Geschäft", so die Pressemeldung weiter.
Prognose bestätigt
Bei der Zahlenvorlage habe sich Papperger dennoch zufrieden gegeben und "mindestens" die Prognose fürs Gesamtjahr bestätigt. Demnach solle der Umsatz 2025 um 25 bis 30 Prozent gegenüber dem 2024er-Wert von 9,75 Milliarden Euro steigen. Zudem solle die bereinigte Ebit-Marge leicht verbessert werden, von 15,2 auf 15,5 Prozent.
Für Zuversicht bei Investoren dürfte vor allem gesorgt haben, dass der Konzern laut der Präsentation zu den Quartalszahlen einen "Rekord bei der Nomination für das vierte Quartal erwartet", also quasi beim Auftragseingang plus die obigen zusätzlichen Faktoren. Dabei solle das Backlog von 63,8 Milliarden Euro per Ende September bis zum Jahresende auf rund 80 Milliarden Euro nach oben schießen.
Wie gehe es weiter mit der Aktie?
Nach dem Sprung nach oben nach der Zahlenvorlage liege der Börsenwert bei 81,4 Milliarden Euro. Inklusive der Nettoschulden von 1,9 Milliarden Euro liege der Enterprise Value (EV) bei 83,3 Milliarden Euro. Das entspreche dem 28,8-Fachen des von Analysten für 2026 prognostizierten Ebit und zeige damit, welch rasantes Wachstum in der Aktie eingepreist sei. Allerdings solle sich das Umsatzwachstum laut den Schätzungen der Analysten 2026 von erwarteten 30 Prozent für 2025 auf 35 Prozent beschleunigen. Zudem solle die Ebit-Marge 2026 deutlich verbessert werden, auf den Rekord von 17 Prozent. Und das 2026er-KGV liege bei herben 39,6.
Wie sich die Rheinmetall-Aktie in den nächsten Tagen und Wochen entwickele, dürfte vor allem von der heutigen Analystenkonferenz abhängen. Sollte Papperger die Finanzprofis und damit die Investoren überzeugen können, dass die Nomination im vierten Quartal tatsächlich auf einen Rekordwert steigen und es 2026 weiter nach oben gehen sollte, dürfte das Papier nachhaltig nach oben drehen.
Die nächsten wichtigen Kursimpulse werde dann der Kapitalmarkttag am 18. November liefern, zumal falls in der Zwischenzeit die ersten Aufträge von der Bundesregierung eingehen sollten. Umso gespannter würden Investoren in den nächsten Tagen und Wochen die Nachrichten zur Auftragslage verfolgen. (Analyse vom 06.11.2025)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link. (11.11.2025/ac/a/d)
Archivbeitrag vom 11.11.2025. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.