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RedFish LongTerm Capital Aktie: Gewinnzone erreicht - Schulden sinken - Kaufen!

Augsburg (www.aktiencheck.de) - RedFish LongTerm Capital-Aktienanalyse von der GBC AG:

Matthias Greiffenberger und Cosmin Filker, Analysten der GBC AG, raten in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der Industrie-Holdinggesellschaft RedFish LongTerm Capital S.p.a. (ISIN: IT0005549354, WKN: A3ETH6, Ticker-Symbol: HN5, Borsa Italiana-Symbol: RFLTC) zu kaufen.

RedFish LongTerm Capital S.p.A., gegründet im Jahr 2020 von Paolo Pescetto und Andrea Rossotti in Partnerschaft mit den Familien Bazoli und Gitti, sei eine in Mailand ansässige Industrie-Holdinggesellschaft. Sie fokussiere sich auf den Erwerb italienischer mittelständischer Unternehmen (KMU) in Familienbesitz. RedFish konzentriere sich auf reife Unternehmen mit einem EBITDA von mehr als 2 Mio. EUR, die eine neue Phase starker Entwicklung anstreben und den Akquisitionsmarkt sowohl in Italien als auch auf internationalen Märkten erschließen wollten. RedFish tätige Investitionen mit langfristigem Ansatz und bevorzuge Transaktionsstrukturen, die auf qualifizierte Minderheitsbeteiligungen ausgerichtet seien, führe jedoch auch Mehrheitsübernahmen durch.

Im ersten Halbjahr 2025 habe die RedFish LongTerm Capital-Gruppe einen Gesamtumsatz von 34,76 Mio. EUR erzielt, nach 20,10 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum. Dieses nominelle Wachstum von 73% sei vornehmlich auf die Erweiterung des Konsolidierungskreises, insbesondere auf die ganzjährige Einbeziehung von Six Italia und SAIEP, zurückzuführen gewesen. Für die operative Analyse sei daher die Like-for-Like-Betrachtung maßgeblich. Auf vergleichbarer Basis habe der Umsatz im ersten Halbjahr 2025 bei 34,03 Mio. EUR gelegen, gegenüber 33,58 Mio. EUR im Vorjahr, was einem organischen Wachstum von 3,0% entspreche und ein unverändert solides Marktumfeld innerhalb des konsolidierten Geschäftskreises widerspiegele.

Die inkrementelle Verbesserung habe sich in erster Linie daraus ergeben, dass bestehende Rahmenverträge im Bahnsektor weiter in die Produktion überführt worden seien, was eine stabile Auslastung sichergestellt habe. Gleichzeitig sei es den Gesellschaften gelungen, durch verbesserte interne Abläufe und effizientere Produktionsprozesse Lieferzeiten zu stabilisieren und teilweise zu verkürzen, was eine kontinuierliche Auftragserfüllung ohne signifikante Kapazitätseinbußen ermöglicht habe.

Operativ zeige die Gruppe im ersten Halbjahr 2025 eine deutliche Verbesserung. Auf berichteter Basis habe sie ein EBITDA von 3,33 Mio. EUR erzielt, nachdem im ersten Halbjahr 2024 lediglich 0,42 Mio. EUR erreicht worden seien. Die nominelle Steigerung von über 700% reflektiere allerdings primär die Konsolidierungserweiterung durch Six Italia und SAIEP. Auf Pro-Forma-Basis habe das EBITDA bei 3,33 Mio. EUR gelegen, nach 1,54 Mio. EUR im Vorjahr. Damit ergebe sich ein Like-for-Like-Wachstum des operativen Ergebnisses von 116%, begleitet von einer Ausweitung der EBITDA-Marge auf 9,8% (nach 4,6% im Vorjahr pro forma).

Auch die Eigenkapitalentwicklung zeige im ersten Halbjahr 2025 die zunehmende finanzielle Belastbarkeit des konsolidierten Rail-Segments. Das konsolidierte Eigenkapital sei zum 30. Juni 2025 auf 51,85 Mio. EUR gestiegen, nach 50,27 Mio. EUR zum 31. Dezember 2024, was insbesondere auf den Übergang in die Gewinnzone im Berichtszeitraum zurückzuführen sei. Die Eigenkapitalquote betrage damit 63,9% (31.12.2024: 60,7%), basierend auf einem Gesamtkapital von 81,15 Mio. EUR, das sich aus Eigenkapital und Nettofinanzverschuldung zusammensetze.

Parallel dazu habe sich die Nettofinanzverschuldung spürbar reduziert - von 32,53 Mio. EUR zum 31. Dezember 2024 auf 29,30 Mio. EUR zum Halbjahresstichtag 2025. Dieser Rückgang spiegle einen positiven operativen Cashflow wider, der jenseits der reinen Verschuldungsfinanzierung erste Anzeichen struktureller Selbsttragfähigkeit im konsolidierten Geschäftsbereich erkenne lasse.

Die Analysten der GBC AG hätten einen NAV der Portfoliounternehmen in Höhe von 84,7 Mio. EUR (bisher: 91,5 Mio. EUR) ermittelt. Abzüglich des Net Debt von 17,5 Mio. EUR ergebe sich ein Eigenkapitalwert von 67,2 Mio. EUR (bisher: 77,1 Mio. EUR). Nach Abzug der Holding-Kosten in Höhe von 0,5 Mio. EUR liege der faire Unternehmenswert laut Berechnungen bei 66,7 Mio. EUR (bisher: 76,5 Mio. EUR), was bei 28,1 Mio. ausstehenden Aktien einem fairen Wert von 2,37 EUR (bisher: 2,82 EUR) je Aktie entspreche.

Die Anpassung des Kursziels von 2,82 auf 2,37 EUR resultiere im Wesentlichen aus der Neubewertung der Portfoliowerte, insbesondere der börsennotierten Beteiligungen Solid World und Convergenze, deren externe Kursziele gesenkt worden seien. Infolgedessen sei auch der NAV nach unten angepasst worden.

Vor dem Hintergrund des deutlichen Up-side-Potenzials vergeben Matthias Greiffenberger und Cosmin Filker, Analysten der GBC AG, das Rating "kaufen" für die RedFish LongTerm-Aktie. (Analyse vom 04.11.2025)

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Bezüglich der in der Analyse besprochenen Wertpapiere oder Finanzinstrumente besteht folgender möglicher Interessenskonflikt:

(5a) GBC AG oder eine mit ihr verbundene juristische Person hat in den vorangegangenen 12 Monaten eine Vereinbarung über die Erstellung von Researchberichten gegen Entgelt mit diesem Unternehmen oder Emittenten des analysierten Finanzinstruments getroffen. Im Rahmen dieser Vereinbarung wurde dem Emittent der Entwurf der Finanzanalyse (ohne Bewertungsteil) vor Veröffentlichung zugänglich gemacht.

(11) GBC AG oder eine mit ihr verbundene juristische Person hat bedeutende finanzielle Interessen an dem analysierten Unternehmen, wie z.B. die Gewinnung und/oder Ausübung von Mandaten beim analysierten Unternehmen bzw. die Gewinnung und/oder Erbringung von Dienstleistungen für das analysierte Unternehmen (z.B. Präsentation auf Konferenzen, Roundtables, Roadshows etc.).

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link. (05.11.2025/ac/a/a)

Archivbeitrag vom 05.11.2025. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

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