Wien (www.aktiencheck.de) - Procter & Gamble-Aktienanalyse der Raiffeisen Bank International AG:
Andreas Schiller, Analyst der Raiffeisen Bank International AG (RBI), rät in einer aktuellen Aktienanalyse, die Aktie von Procter & Gamble Co. (P&G) (ISIN: US7427181091, WKN: 852062, Ticker-Symbol: PRG, NYSE-Symbol: PG) weiterhin zu kaufen.
Der Nettoumsatz von Procter & Gamble habe sich im vierten Geschäftsquartal 2025/26 auf USD 21,20 Mrd. belaufen und sei damit um 1,5% gegenüber dem Vorjahresquartal gestiegen.
Damit sei der Konzern hinter den durchschnittlichen Erwartungen von USD 21,38 Mrd. zurückgeblieben. Das organische Umsatzwachstum, also das Wachstum ohne Währungs-, Akquisitions- und Veräußerungseffekte, habe stagniert. Volumen und Preise hätten jeweils keinen Wachstumsbeitrag geliefert, womit die positive Mengendynamik des dritten Geschäftsquartals nicht angehalten habe. Das bereinigte Ergebnis je Aktie sei um 3,4% auf USD 1,43 gesunken, habe damit aber leicht die durchschnittlichen Erwartungen in Höhe von USD 1,41 übertroffen. Auf währungsbereinigter Basis habe es sich um 4,7% auf USD 1,41 verringert. Das berichtete verwässerte Ergebnis je Aktie sei um 14,9% auf USD 1,26 zurückgegangen und deutlich hinter den durchschnittlichen Erwartungen von USD 1,40 zurückgeblieben. Belastend hätten Restrukturierungskosten von USD 0,16 je Aktie gewirkt.
Die Umsatzentwicklung habe im abgelaufenen Quartal deutlich an Breite verloren. Beauty habe sich mit einem organischen Wachstum von 4% und einem Mengenzuwachs von 3% klar vom übrigen Portfolio abgehoben. Hair Care und Personal Care seien jeweils im mittleren einstelligen Prozentbereich gewachsen. Skin Care habe dagegen stagniert, weil ein günstiger Produktmix mit Wachstum bei SK-II durch rückläufige Mengen in Greater China ausgeglichen worden sei. In den übrigen Segmenten habe die Wachstumsdynamik weitgehend gefehlt. Grooming und Fabric & Home Care hätten organisch stagniert, während Health Care um 1% und Baby, Feminine & Family Care um 2% zurückgegangen seien. Besonders schwach habe sich das Volumen bei Health Care mit einem Rückgang von 3% entwickelt. Bei Baby, Feminine & Family Care hätten sowohl ein geringeres Volumen als auch niedrigere Preise belastet. Insgesamt sei das organische Konzernvolumen unverändert geblieben.
Bei den US-Zöllen habe sich die Unsicherheit teilweise aufgelöst. P&G habe rund USD 200 Mio. an später für ungültig erklärten Zöllen entrichtet und im vierten Geschäftsquartal die Hälfte dieses Betrags bilanziell als Erstattung erfasst. Nach Verrechnung mit höheren Zollkosten habe sich daraus ein positiver Beitrag von 0,4 Prozentpunkten zur bereinigten Bruttomarge ergeben.
Für das Geschäftsjahr 2027 bleibe der Kostendruck hoch. P&G erwarte aus höheren Rohstoff-, Energie- und Transportkosten eine Belastung von rund USD 1 Mrd. nach Steuern. Hinzu würden jeweils USD 150 Mio. aus höheren Nettozinsaufwendungen und geringeren nicht operativen Erträgen sowie USD 50 Mio. aus negativen Wechselkurseffekten kommen. Insgesamt ergebe sich ein erwarteter Gegenwind von USD 0,56 je Aktie.
Procter & Gamble habe im vierten Geschäftsquartal hohe Effizienzgewinne erzielt, habe damit den Margendruck aber nur teilweise auffangen können. Die bereinigte Bruttomarge sei mit 49,1% stabil geblieben, während die bereinigte operative Marge um 1,3 Prozentpunkte auf 19,5% gesunken sei. Belastend hätten vor allem höhere Marketinginvestitionen und ein ungünstiger Produktmix gewirkt. Produkt- und Verpackungsinvestitionen sowie höhere Rohstoffkosten seien hinzugekommen. Die teilweise erfasste Zollerholung habe dagegen positiv gewirkt. Der operative Cashflow habe sich im Quartal auf USD 5,13 Mrd. belaufen. Nach Investitionen von USD 1,02 Mrd. habe der bereinigte Free Cashflow USD 4,11 Mrd. erreicht. Die Umwandlungsquote des bereinigten Free Cashflows habe sich auf 133,0% nach 84,0% im Vorjahresquartal verbessert.
Der Zinsaufwand habe sich im vierten Geschäftsquartal auf USD 236,0 Mio. nach USD 212,0 Mio. im Vorjahresquartal erhöht. Die gesamten Finanzschulden hätten zum Geschäftsjahresende bei USD 34,14 Mrd. gelegen. Nach Abzug der liquiden Mittel von USD 9,94 Mrd. ergebe sich eine Nettofinanzverschuldung von USD 24,20 Mrd. nach USD 24,95 Mrd. im Vorjahr. Der Zinsdeckungsgrad sei von 21,13 auf 18,08 gesunken. Damit habe sich die Ertragsdeckung gegenüber dem Vorjahresquartal abgeschwächt, bleibe aber auf einem sehr soliden Niveau. Positiv falle zudem die leicht gesunkene Nettofinanzverschuldung aus.
Restrukturierung und Portfoliobereinigung: P&G plane bis zum Ende des Geschäftsjahres 2026/27 den Abbau von bis zu 7.000 Stellen außerhalb der Produktion. Darüber hinaus sollten ausgewählte Marken, Produktformen und Vertriebswege eingestellt sowie Lieferkette und Produktion optimiert werden. Für das gesamte Programm erwarte der Konzern Restrukturierungsaufwendungen von USD 1,50 Mrd. bis USD 2,00 Mrd. vor Steuern. Im Geschäftsjahr 2025/26 seien davon bereits USD 903,0 Mio. nach Steuern erfasst worden.
Übernahme des Wellness- und Nahrungsergänzungsunternehmens Thorne für USD 3,80 Mrd. vereinbart. Die Transaktion erweitere das Segment Health Care um wissenschaftlich ausgerichtete Nahrungsergänzungsmittel und personalisierte Gesundheitslösungen. Der Abschluss werde vorbehaltlich der regulatorischen Genehmigungen im zweiten Geschäftsquartal 2026/27 erwartet.
P&G werde aktuell unter dem eigenen langfristigen Bewertungsniveau gehandelt. Ziehe man die jüngste 5-jährige Historie heran, so notiere die Aktie rund 11% unter ihrem Median. Im Vergleich zum breiten Markt beziehungsweise dem eigenen Sektor wäre für gewöhnlich eine Prämie in der Höhe von 15% beziehungsweise 12% angemessen. Derzeit liege diese hingegen nur bei 11% beziehungsweise -1%, was weiteres Kurspotenzial nahelegen würde.
Procter & Gamble schütte seit dem Jahr 1890 ohne Unterbrechung Dividenden an die Anlegerschaft aus. Die jüngste Erhöhung um 3% markiere das 70. Jahr in Folge mit einer Anhebung der Ausschüttung, womit P&G die Definition eines Dividendenaristokraten gemäß Standard & Poor's erfülle. Für das Geschäftsjahr 2026/27 werde eine Ausschüttung von rund USD 4,36 je Aktie erwartet, was einer Dividendenrendite von 3,0% entspreche.
Ausblick: Für das Geschäftsjahr 2026/27 erwarte P&G beim ausgewiesenen und beim organischen Umsatz jeweils ein Wachstum von 1,0% bis 3,0%. Die geplante Einstellung ausgewählter Marken, Produktformen und Vertriebswege dürfte das organische Wachstum dabei um 0,3 bis 0,5 Prozentpunkte belasten. Das bereinigte Ergebnis je Aktie solle gegenüber 2025/26 um 0,0% bis 3,0% auf USD 6,89 bis USD 7,11 steigen. Der Mittelpunkt der Prognosespanne entspreche USD 7,00 beziehungsweise einem Wachstum von 1,5%. Der Jahresbeginn dürfte jedoch schwach ausfallen. Für das erste Geschäftsquartal erwarte P&G einen Rückgang des bereinigten Ergebnisses je Aktie von mindestens 5,0%, bevor sich die Entwicklung im weiteren Jahresverlauf und insbesondere im zweiten Geschäftshalbjahr verbessern solle.
Procter & Gamble habe im abgelaufenen Quartal ein gemischtes Bild geliefert. Beauty habe sich solide entwickelt, außerhalb dieses Segments habe dem organischen Wachstum jedoch die nötige Breite gefehlt. Hohe Effizienzgewinne und eine starke Cashflow-Entwicklung hätten das Ergebnis stabilisiert, hätten den Rückgang der bereinigten operativen Marge aber nicht vollständig verhindern können. Für das neue Geschäftsjahr würden die steigenden Rohstoff-, Energie- und Transportkosten eine wesentliche Belastung bleiben, während die zunächst schwache Ergebnisentwicklung erst im weiteren Jahresverlauf an Dynamik gewinnen solle. Strategisch setze P&G auf höhere Investitionen in Marken und Innovationen, eine umfassende Restrukturierung sowie die Bereinigung des Portfolios. Die geplante Übernahme von Thorne erweitere das Gesundheitsgeschäft um wissenschaftlich positionierte Nahrungsergänzungsmittel und personalisierte Gesundheitslösungen. Die leicht gesunkene Nettofinanzverschuldung, der weiterhin sehr hohe Zinsdeckungsgrad und die verlässliche Dividendenpolitik würden zugleich die finanzielle Stabilität des Konzerns unterstreichen.
Andreas Schiller, Analyst der RBI, bestätigt seine KAUF-Einschätzung für die Procter & Gamble-Aktie und belässt das Kursziel bei USD 160. Das Kursziel basiere auf einem Multiple-Ansatz unter Berücksichtigung der eigenen Bewertungshistorie, des Sektor- und Marktvergleichs sowie der erwarteten Dividende. Grundlage seien Konsens- und eigene Schätzungen für die kommenden zwölf Monate. (Analyse vom 18.09.2026)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus:
Offenlegung von Umständen und Interessen, die die Objektivität der RBI gefährden könnten: www.raiffeisenresearch.com/disclosuresobjectivity (18.09.2026/ac/a/n)
Andreas Schiller, Analyst der Raiffeisen Bank International AG (RBI), rät in einer aktuellen Aktienanalyse, die Aktie von Procter & Gamble Co. (P&G) (ISIN: US7427181091, WKN: 852062, Ticker-Symbol: PRG, NYSE-Symbol: PG) weiterhin zu kaufen.
Der Nettoumsatz von Procter & Gamble habe sich im vierten Geschäftsquartal 2025/26 auf USD 21,20 Mrd. belaufen und sei damit um 1,5% gegenüber dem Vorjahresquartal gestiegen.
Damit sei der Konzern hinter den durchschnittlichen Erwartungen von USD 21,38 Mrd. zurückgeblieben. Das organische Umsatzwachstum, also das Wachstum ohne Währungs-, Akquisitions- und Veräußerungseffekte, habe stagniert. Volumen und Preise hätten jeweils keinen Wachstumsbeitrag geliefert, womit die positive Mengendynamik des dritten Geschäftsquartals nicht angehalten habe. Das bereinigte Ergebnis je Aktie sei um 3,4% auf USD 1,43 gesunken, habe damit aber leicht die durchschnittlichen Erwartungen in Höhe von USD 1,41 übertroffen. Auf währungsbereinigter Basis habe es sich um 4,7% auf USD 1,41 verringert. Das berichtete verwässerte Ergebnis je Aktie sei um 14,9% auf USD 1,26 zurückgegangen und deutlich hinter den durchschnittlichen Erwartungen von USD 1,40 zurückgeblieben. Belastend hätten Restrukturierungskosten von USD 0,16 je Aktie gewirkt.
Die Umsatzentwicklung habe im abgelaufenen Quartal deutlich an Breite verloren. Beauty habe sich mit einem organischen Wachstum von 4% und einem Mengenzuwachs von 3% klar vom übrigen Portfolio abgehoben. Hair Care und Personal Care seien jeweils im mittleren einstelligen Prozentbereich gewachsen. Skin Care habe dagegen stagniert, weil ein günstiger Produktmix mit Wachstum bei SK-II durch rückläufige Mengen in Greater China ausgeglichen worden sei. In den übrigen Segmenten habe die Wachstumsdynamik weitgehend gefehlt. Grooming und Fabric & Home Care hätten organisch stagniert, während Health Care um 1% und Baby, Feminine & Family Care um 2% zurückgegangen seien. Besonders schwach habe sich das Volumen bei Health Care mit einem Rückgang von 3% entwickelt. Bei Baby, Feminine & Family Care hätten sowohl ein geringeres Volumen als auch niedrigere Preise belastet. Insgesamt sei das organische Konzernvolumen unverändert geblieben.
Bei den US-Zöllen habe sich die Unsicherheit teilweise aufgelöst. P&G habe rund USD 200 Mio. an später für ungültig erklärten Zöllen entrichtet und im vierten Geschäftsquartal die Hälfte dieses Betrags bilanziell als Erstattung erfasst. Nach Verrechnung mit höheren Zollkosten habe sich daraus ein positiver Beitrag von 0,4 Prozentpunkten zur bereinigten Bruttomarge ergeben.
Für das Geschäftsjahr 2027 bleibe der Kostendruck hoch. P&G erwarte aus höheren Rohstoff-, Energie- und Transportkosten eine Belastung von rund USD 1 Mrd. nach Steuern. Hinzu würden jeweils USD 150 Mio. aus höheren Nettozinsaufwendungen und geringeren nicht operativen Erträgen sowie USD 50 Mio. aus negativen Wechselkurseffekten kommen. Insgesamt ergebe sich ein erwarteter Gegenwind von USD 0,56 je Aktie.
Procter & Gamble habe im vierten Geschäftsquartal hohe Effizienzgewinne erzielt, habe damit den Margendruck aber nur teilweise auffangen können. Die bereinigte Bruttomarge sei mit 49,1% stabil geblieben, während die bereinigte operative Marge um 1,3 Prozentpunkte auf 19,5% gesunken sei. Belastend hätten vor allem höhere Marketinginvestitionen und ein ungünstiger Produktmix gewirkt. Produkt- und Verpackungsinvestitionen sowie höhere Rohstoffkosten seien hinzugekommen. Die teilweise erfasste Zollerholung habe dagegen positiv gewirkt. Der operative Cashflow habe sich im Quartal auf USD 5,13 Mrd. belaufen. Nach Investitionen von USD 1,02 Mrd. habe der bereinigte Free Cashflow USD 4,11 Mrd. erreicht. Die Umwandlungsquote des bereinigten Free Cashflows habe sich auf 133,0% nach 84,0% im Vorjahresquartal verbessert.
Der Zinsaufwand habe sich im vierten Geschäftsquartal auf USD 236,0 Mio. nach USD 212,0 Mio. im Vorjahresquartal erhöht. Die gesamten Finanzschulden hätten zum Geschäftsjahresende bei USD 34,14 Mrd. gelegen. Nach Abzug der liquiden Mittel von USD 9,94 Mrd. ergebe sich eine Nettofinanzverschuldung von USD 24,20 Mrd. nach USD 24,95 Mrd. im Vorjahr. Der Zinsdeckungsgrad sei von 21,13 auf 18,08 gesunken. Damit habe sich die Ertragsdeckung gegenüber dem Vorjahresquartal abgeschwächt, bleibe aber auf einem sehr soliden Niveau. Positiv falle zudem die leicht gesunkene Nettofinanzverschuldung aus.
Restrukturierung und Portfoliobereinigung: P&G plane bis zum Ende des Geschäftsjahres 2026/27 den Abbau von bis zu 7.000 Stellen außerhalb der Produktion. Darüber hinaus sollten ausgewählte Marken, Produktformen und Vertriebswege eingestellt sowie Lieferkette und Produktion optimiert werden. Für das gesamte Programm erwarte der Konzern Restrukturierungsaufwendungen von USD 1,50 Mrd. bis USD 2,00 Mrd. vor Steuern. Im Geschäftsjahr 2025/26 seien davon bereits USD 903,0 Mio. nach Steuern erfasst worden.
Übernahme des Wellness- und Nahrungsergänzungsunternehmens Thorne für USD 3,80 Mrd. vereinbart. Die Transaktion erweitere das Segment Health Care um wissenschaftlich ausgerichtete Nahrungsergänzungsmittel und personalisierte Gesundheitslösungen. Der Abschluss werde vorbehaltlich der regulatorischen Genehmigungen im zweiten Geschäftsquartal 2026/27 erwartet.
P&G werde aktuell unter dem eigenen langfristigen Bewertungsniveau gehandelt. Ziehe man die jüngste 5-jährige Historie heran, so notiere die Aktie rund 11% unter ihrem Median. Im Vergleich zum breiten Markt beziehungsweise dem eigenen Sektor wäre für gewöhnlich eine Prämie in der Höhe von 15% beziehungsweise 12% angemessen. Derzeit liege diese hingegen nur bei 11% beziehungsweise -1%, was weiteres Kurspotenzial nahelegen würde.
Procter & Gamble schütte seit dem Jahr 1890 ohne Unterbrechung Dividenden an die Anlegerschaft aus. Die jüngste Erhöhung um 3% markiere das 70. Jahr in Folge mit einer Anhebung der Ausschüttung, womit P&G die Definition eines Dividendenaristokraten gemäß Standard & Poor's erfülle. Für das Geschäftsjahr 2026/27 werde eine Ausschüttung von rund USD 4,36 je Aktie erwartet, was einer Dividendenrendite von 3,0% entspreche.
Ausblick: Für das Geschäftsjahr 2026/27 erwarte P&G beim ausgewiesenen und beim organischen Umsatz jeweils ein Wachstum von 1,0% bis 3,0%. Die geplante Einstellung ausgewählter Marken, Produktformen und Vertriebswege dürfte das organische Wachstum dabei um 0,3 bis 0,5 Prozentpunkte belasten. Das bereinigte Ergebnis je Aktie solle gegenüber 2025/26 um 0,0% bis 3,0% auf USD 6,89 bis USD 7,11 steigen. Der Mittelpunkt der Prognosespanne entspreche USD 7,00 beziehungsweise einem Wachstum von 1,5%. Der Jahresbeginn dürfte jedoch schwach ausfallen. Für das erste Geschäftsquartal erwarte P&G einen Rückgang des bereinigten Ergebnisses je Aktie von mindestens 5,0%, bevor sich die Entwicklung im weiteren Jahresverlauf und insbesondere im zweiten Geschäftshalbjahr verbessern solle.
Procter & Gamble habe im abgelaufenen Quartal ein gemischtes Bild geliefert. Beauty habe sich solide entwickelt, außerhalb dieses Segments habe dem organischen Wachstum jedoch die nötige Breite gefehlt. Hohe Effizienzgewinne und eine starke Cashflow-Entwicklung hätten das Ergebnis stabilisiert, hätten den Rückgang der bereinigten operativen Marge aber nicht vollständig verhindern können. Für das neue Geschäftsjahr würden die steigenden Rohstoff-, Energie- und Transportkosten eine wesentliche Belastung bleiben, während die zunächst schwache Ergebnisentwicklung erst im weiteren Jahresverlauf an Dynamik gewinnen solle. Strategisch setze P&G auf höhere Investitionen in Marken und Innovationen, eine umfassende Restrukturierung sowie die Bereinigung des Portfolios. Die geplante Übernahme von Thorne erweitere das Gesundheitsgeschäft um wissenschaftlich positionierte Nahrungsergänzungsmittel und personalisierte Gesundheitslösungen. Die leicht gesunkene Nettofinanzverschuldung, der weiterhin sehr hohe Zinsdeckungsgrad und die verlässliche Dividendenpolitik würden zugleich die finanzielle Stabilität des Konzerns unterstreichen.
Andreas Schiller, Analyst der RBI, bestätigt seine KAUF-Einschätzung für die Procter & Gamble-Aktie und belässt das Kursziel bei USD 160. Das Kursziel basiere auf einem Multiple-Ansatz unter Berücksichtigung der eigenen Bewertungshistorie, des Sektor- und Marktvergleichs sowie der erwarteten Dividende. Grundlage seien Konsens- und eigene Schätzungen für die kommenden zwölf Monate. (Analyse vom 18.09.2026)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus:
Offenlegung von Umständen und Interessen, die die Objektivität der RBI gefährden könnten: www.raiffeisenresearch.com/disclosuresobjectivity (18.09.2026/ac/a/n)
Archivbeitrag vom 18.09.2026. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.