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Polen: Frühindikatoren sprechen für robuste Konjunktur, Geldpolitik bleibt dennoch wohl unverändert




15.02.17 10:25
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.aktiencheck.de) - Gestern wurden in Polen die Schnellschätzungen für das BIP im 4. Quartal 2016 veröffentlicht, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Für Polens Konjunktur zeichne sich eine Belebung ab: Nachdem die Wirtschaft im 3. Quartal 2016 um 0,4% gegenüber dem Vorquartal gewachsen sei, habe diese im 4. Quartal um 1,7% gegenüber dem Vorquartal zugelegt. Damit habe man in Polen den höchsten Quartalszuwachs seit dem Schlussquartal 2007 erzielt. Insgesamt habe das BIP-Plus der polnischen Volkswirtschaft im Jahr 2016 bei 2,8% gelegen. Dennoch habe sich im Vergleich zu 2015 (3,8%) eine deutliche Verlangsamung ergeben. Grund dafür sei vor allem der Rückgang der Investitionen um durchschnittlich 5,5%. Jedoch würden die jüngsten Frühindikatoren für die kommenden Monate eine robuste Konjunktur erwarten lassen. Auf Basis einer mit 2,5% etwa auf Höhe des Vorjahres wachsenden Inlandsnachfrage würden die Analysten 2017 in Polen mit einem Wirtschaftswachstum von 2,9% rechnen.

Auch in der polnischen Ökonomie sei die Teuerung jüngst gestiegen: Im Januar hätten die allgemeinen Verbraucherpreise um 1,8% höher als im Vorjahresmonat gelegen. Damit sei die Inflation erstmals seit 2013 wieder in die von der Zentralbank Polens erwünschte Zielzone von 2,5% ±1% geklettert. Allerdings beruhe der jüngste Preisanstieg vor allem auf einem Basiseffekt, der sich durch die vergleichsweise niedrige Bemessungsgrundlage für Rohstoffpreise ergebe. Mit den stärksten Auswirkungen dieser Effekte rechnen die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt im laufenden und im kommenden Monat. Danach würden sie bis zum Jahresende indes wieder eine sukzessive Verlangsamung der Inflation bis auf 1,5% erwarten. In diesem Umfeld würden geldpolitische Straffungen der Währungshüter unwahrscheinlich erscheinen. Die Analysten würden daher bis weit in das kommende Jahr hinein einen unveränderten Leitzins von 1,50% unterstellen. (15.02.2017/ac/a/m)





 
 
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