Aktien des Tages

Palantir Aktie: Ein richtig schlechter Tag

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Palantir-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Lars Friedrich vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie von Palantir Technologies Inc. (ISIN: US69608A1088, WKN: A2QA4J, Ticker-Symbol: PTX, NYSE-Symbol: PLTR) unter die Lupe.

10% habe die Palantir-Aktie gestern im US-Handel verloren. Es sei der größte Intraday-Verlust seit dem 5. August 2024 gewesen. Dabei habe es vor Handelsbeginn noch eine gute Nachricht gegeben. Denn Palantir habe eine mehrjährige Partnerschaft mit der SAUR-Gruppe, einem führenden Player in der globalen Wasserwirtschaft, verkündet. Hinzugekommen sei der Schmusekurs von CEO Alex Karp mit dem US-Präsidenten Donald Trump.

Karp sei es auch gewesen, der indirekt mit für den Kurseinbruch gesorgt habe. Palantir habe via US-Börsenaufsicht SEC Karps neuen Handelsplan veröffentlicht. Dieser sehe vor, dass der Boss bis zu 48,9 Mio. Palantir-Aktien abstoßen könnte - Marktwert: gut 1 Mrd. USD!

Palantir bringe derzeit rund 250 Mrd. USD auf die Börsenwaage. Karps Verkauf sei also eigentlich kein Drama. Zumal Palantir-Führungskräfte ohnehin recht regelmäßig Anteile aus ihren Vergütungsplänen zu Geld machen würden. Anleger würden verständlicherweise trotzdem nicht begeistert reagieren.

Ebenfalls für Unruhe habe ein Bericht der Washington Post gesorgt, wonach Verteidigungsminister Pete Hegseth fordere, dass Pentagon und Co einen Plan zur Kürzung des Verteidigungshaushalts für die nächsten fünf Jahre ausarbeiten würden. Es solle um 8% pro Jahr gehen. Das würde, ausgehend vom aktuellen Budget von 895 Mrd. USD, eine Gesamtkürzung von etwa 300 Mrd. USD bedeuten. Ausgenommen sollten nur U-Boote, Drohnen, Munition und Raketenabwehr sein.

Palantirs US-Regierungsgeschäft sei in den jüngsten Quartalen mehr als 40% gewachsen. Mehr als die Hälfte der Gesamteinnahmen stamme aus dem Regierungsgeschäft. Ein Kürzungsrisiko in diesem Bereich sei dementsprechend dramatisch.

Dass die Palantir-Aktie auch mal deutlich korrigiere, komme angesichts des starken Laufs und der sehr ambitionierten Bewertung nicht überraschend. Die angedachten Sparmaßnahmen müssten sich für Palantir im Endeffekt nicht unbedingt negativ auswirken. Vielmehr heiße es, dass Palantir-Software die Effizienz und Schlagkraft im Rahmen moderner Kriegsführung positiv beeinflussen könne. Zudem pflege das Palantir-Umfeld anscheinend gute Kontakte zur aktuellen US-Regierung, so Lars Friedrich vom Anlegermagazin "Der Aktionär" in einer aktuellen Aktienanalyse. (Analyse vom 17.02.2025)

Hinweis auf Interessenkonflikte:

Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Palantir Technologies.

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link. (20.02.2025/ac/a/n)

Archivbeitrag vom 20.02.2025. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

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