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Kolumnist: Feingold-Research

Optionsscheine stehen und fallen mit der Volatilität




24.02.20 13:33
Feingold-Research

Aktie, Optionsschein oder Turbo? Put oder Call? Hebelprodukte mit oder ohne Knock-Out? Wie bitte?” Anleger sehen sich heutzutage einer Vielzahl von Produkttypen gegenüber und gerade für Börseneinsteiger kann diese Angebotsvielfalt sehr erdrückend und unübersichtlich sein. In unserer Produktauswahl finden sich dabei auch immer wieder Optionsscheine, wie beispielsweise das Papier CP59S4 (Call) auf Gold. Wir möchten mit Blick auf die Volatilität Optionsscheine in den Fokus rücken. Diese sind derzeit besonders attraktiv, da die Vola entscheidend ist bei der Preisbildung.




Optionsscheine geben dem Inhaber das Recht eine bestimmte Menge des Basiswerts zu einem bestimmten Basispreis jederzeit während der Laufzeit (amerikanisch) oder am Laufzeitende (europäisch) zu kaufen (Call-Optionsschein) oder zu verkaufen (Put-Optionsschein). In der Praxis findet am Laufzeitende in der Regel ein so genannter Barausgleich statt oder die Optionsscheine werden vor Laufzeitende verkauft.




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Nicht zu verachten ist bei Optionsscheinen der Einfluss der Volatilität. Je höher die Schwankungsbreite der Basiswerte am Markt ist, desto teurer in der Regel die Optionsscheine. Klar, wenn man als Anleger davon ausgeht am Laufzeitende eine Option gewinnbringend einsetzen zu können, verteuert sich diese natürlich.




Aus diesem Grund waren Scheine ab Mitte 2008 bis Anfang 2009 auch nicht von Vorteil, da die Schwankungsbreite der Basiswerte, die Volatilität, einfach zu hoch war. Dies verteuerte über den Volatilitätseinfluss fast sämtliche Optionsscheine immens. Eine niedrige Volatilität sorgt entsprechend dafür, dass die Scheine verhältnismässig günstig zu erwerben sind.




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 Optionsscheine als Alternative zum direkten Investment



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Optionsscheine bieten eine deutlich überproportionale (gehebelte) Teilnahme an Kursentwicklungen des Basiswerts, und zwar in beide Richtungen. Tritt die Markterwartung des Anlegers ein, winkt eine überdurchschnittlich hohe Rendite oder gar eine Vervielfachung des Kapitaleinsatzes. Andernfalls drohen allerdings ebenso deutliche Verluste.




Ein Totalverlust tritt ein, wenn am Laufzeitende der Basispreis unterschritten (Call-Optionsschein) beziehungsweise überschritten (Put-Optionsschein) ist. Der Wert eines Optionsscheins während der Laufzeit wird neben dem Kurs des Basiswerts noch von anderen Preisbildungsfaktoren erheblich beeinflusst.




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Das Wichtigste zusammengefasst…



Markterwartung


Call-Optionsschein - Steigender Basiswert / Steigende Volatilität


Put-Optionsschein - Fallender Basiswert / Steigende Volatilität




Vorteile/Chancen


  • Unbegrenzte Teilnahme an der Kursentwicklung des Basiswerts
  • Überproportionale Gewinne aufgrund der Hebelwirkung möglich
  • Bereits relativ geringer Kapitaleinsatz kann zu hohen Gewinnen führen



Nachteile/Risiken


  • Ständige Überwachung erforderlich
  • Überproportionale Verluste aufgrund der Hebelwirkung möglich
  • Totalverlustrisiko sehr viel höher als bei anderen Zertifikate – Gattungen
  • Unterschiedliche Preisbildungsfaktoren (Basiswertentwicklung /
  • Volatilität/Restlaufzeit/Zinssätze/Dividendenentwicklung)
  • Der Anleger trägt das Emittentenrisiko



Quelle: DDV / eigene Recherche



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