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Österreichische Post Preview Q2: EBIT-Dämpfer durch Briefschwäche & Auslands-Preiskampf

Hamburg (www.aktiencheck.de) - Österreichische Post-Aktienanalyse von der Montega AG:

Ingo Schmidt, Aktienanalyst der Montega AG, rät in seiner aktuellen Aktienanalyse die Aktie der Österreichischen Post AG (ISIN: AT0000APOST4, WKN: A0JML5, Ticker-Symbol: O3P, Wiener Börse-Symbol: POST) weiterhin zu kaufen.

Die Österreichische Post AG werde in Kürze ihren Zwischenbericht für das zweite Quartal 2026 vorlegen. Nach einem erwartungsgemäß verhaltenen Jahresauftakt rechne Schmidt für Q2 mit einer Fortsetzung der zweigeteilten Ergebnisentwicklung. Während das heimische Paketgeschäft als verlässlicher Ertragsanker agiere, würden die anhaltende Briefvolumenerosion sowie ein intensivierter Preiskampf in Osteuropa und der Türkei das operative Ergebnis kurzfristig belasten. Das fundamentale Investmentnarrativ einer spürbaren Ergebnisbeschleunigung in der zweiten Jahreshälfte bleibe nach Einschätzung von Schmidt jedoch vollkommen intakt.

Für das zweite Quartal kalkuliere Schmidt mit einem Konzernumsatz von 736,0 Mio. EUR (+1,6% yoy) und einem EBIT von ca. 36,0 Mio. EUR (Vj. 45,6 Mio. EUR). Operativ zeichne sich ein heterogenes Bild ab: Im Kernmarkt Österreich entwickle sich das Paketvolumen getrieben von einer anhaltend hohen E-Commerce-Nachfrage weiterhin sehr robust und liege leicht über Schmidts ursprünglichen Erwartungen. Demgegenüber stehe ein struktureller Volumenrückgang im heimischen Briefbereich von ca. -8% yoy aufgrund fortschreitender E-Substitution. Das operative Ergebnis im zweiten Quartal werde zudem durch zwei wesentliche Faktoren belastet: Zum einen verhindere der intensivierte Preiswettbewerb in den internationalen Märkten (insb. CEE/SEE sowie Aras Kargo in der Türkei) kurzfristig eine vollständige Weitergabe der lokalen Kosteninflation. Zum anderen wirke der Wegfall der hochmargigen Telekom-Kooperation im Vorjahresvergleich weiterhin ergebnisdämpfend. Dennoch spiegele die erwartete Halbjahresperformance (H1-EBIT: ca. 73 Mio. EUR) genau den vom Management angekündigten Übergangscharakter der ersten sechs Monate wider.

Die Jahresguidance eines weitgehend stabilen Konzern-EBITs auf Vorjahresniveau (Vj. 196,9 Mio. EUR) halte Schmidt für vollkommen realistisch. Für die zweite Jahreshälfte erwarte er eine deutliche Ergebnisbeschleunigung, die im Wesentlichen auf drei starken Katalysatoren beruhe: Der wirksamen Portoerhöhung beim Premiumbrief in Österreich ab dem 1. August (Erwarteter Zusatzbeitrag: +10 bis 12 Mio. EUR EBIT in H2), greifenden Preisanpassungen in der Türkei ab dem 1. Juli sowie den erstmaligen Ergebnisbeiträgen der konsolidierten euShipments.com.

Der prognostizierte EBIT-Rückgang im zweiten Quartal stelle eine vorübergehende Delle dar und sei operativ gut begründet. Angesichts der ab Jahresmitte greifenden Tarifanpassungen und der soliden fundamentalen Aufstellung sollte die erwartete operative Dynamik in H2 dazu beitragen, die Lücke zum Jahresziel zügig zu schließen.

Ingo Schmidt, Analyst der Montega AG, bestätigt seine Kaufempfehlung für die Österreichische Post-Aktie mit einem Kursziel von 38,00 EUR. (Analyse vom 22.07.2026)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link. (23.07.2026/ac/a/a)

Archivbeitrag vom 23.07.2026. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

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