Paris (www.aktiencheck.de) - Die Schwankungen an den Ölmärkten haben zuletzt deutlich zugenommen, so die Experten der BNP Paribas in einer aktuellen Ausgabe von "Märkte & Zertifikate weekly".
So habe sich über das vergangene Wochenende die Nordsee-Sorte Brent um mehr als 13 Prozent auf rund 85 Dollar je Barrel verbilligt, während US-amerikanisches WTI von gut 90 auf rund 82 Dollar je Fass abgerutscht sei. Auslöser sei die zwischenzeitliche Waffenruhe am Golf nach 13 aufeinanderfolgenden Tagen mit Angriffen gewesen. Als es am Dienstag zu neuen iranischen Angriffen auf US-Stützpunkte in der Golfregion gekommen sei, sei der Abwärtstrend jäh beendet worden: Binnen zwei Tagen hätten die Preise für Brent und WTI um rund 10 Prozent angezogen. Erschwerend komme hinzu, dass Teheran mit Hilfe der Huthi-Milizen nun auch noch den südlichen Zugang ins Rote Meer blockiere - und damit eine wichtige Ausweichroute für saudisches Öl in Richtung Asien. Der Konflikt am Persischen Golf bleibe damit aktuell wohl der wichtigste Taktgeber für die Preise des wichtigsten Schmierstoffs der Weltwirtschaft. Ein Grund, warum die Ölpreise zumindest bislang noch nicht ihre Hochs von Anfang April erreicht hätten, dürfte China sein. Schließlich seien die Ölimporte nach Kriegsstart von 12 Millionen unter 7 Millionen Fass pro Tag gefallen.
US-Ölreserven auf historischem Tief
Zugleich würden einige Produzenten wegen der höheren Preise mehr Öl fördern, allen voran in den USA, Brasilien und Kanada. Die Crux: Trotz höherer US-Förderung seien die strategischen Reserven so niedrig wie seit 1983 nicht mehr. Um Lieferengpässe infolge des Konflikts und der Blockade der Straße von Hormus abzufedern, habe die Trump-Regierung im März die Freigabe von 172 Millionen Barrel genehmigt - rund 105 Millionen seien bereits auf den Markt gelangt. (Ausgabe vom 31.07.2026) (31.07.2026/ac/a/m)
So habe sich über das vergangene Wochenende die Nordsee-Sorte Brent um mehr als 13 Prozent auf rund 85 Dollar je Barrel verbilligt, während US-amerikanisches WTI von gut 90 auf rund 82 Dollar je Fass abgerutscht sei. Auslöser sei die zwischenzeitliche Waffenruhe am Golf nach 13 aufeinanderfolgenden Tagen mit Angriffen gewesen. Als es am Dienstag zu neuen iranischen Angriffen auf US-Stützpunkte in der Golfregion gekommen sei, sei der Abwärtstrend jäh beendet worden: Binnen zwei Tagen hätten die Preise für Brent und WTI um rund 10 Prozent angezogen. Erschwerend komme hinzu, dass Teheran mit Hilfe der Huthi-Milizen nun auch noch den südlichen Zugang ins Rote Meer blockiere - und damit eine wichtige Ausweichroute für saudisches Öl in Richtung Asien. Der Konflikt am Persischen Golf bleibe damit aktuell wohl der wichtigste Taktgeber für die Preise des wichtigsten Schmierstoffs der Weltwirtschaft. Ein Grund, warum die Ölpreise zumindest bislang noch nicht ihre Hochs von Anfang April erreicht hätten, dürfte China sein. Schließlich seien die Ölimporte nach Kriegsstart von 12 Millionen unter 7 Millionen Fass pro Tag gefallen.
US-Ölreserven auf historischem Tief
Zugleich würden einige Produzenten wegen der höheren Preise mehr Öl fördern, allen voran in den USA, Brasilien und Kanada. Die Crux: Trotz höherer US-Förderung seien die strategischen Reserven so niedrig wie seit 1983 nicht mehr. Um Lieferengpässe infolge des Konflikts und der Blockade der Straße von Hormus abzufedern, habe die Trump-Regierung im März die Freigabe von 172 Millionen Barrel genehmigt - rund 105 Millionen seien bereits auf den Markt gelangt. (Ausgabe vom 31.07.2026) (31.07.2026/ac/a/m)
Archivbeitrag vom 31.07.2026. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.