Paris (www.aktiencheck.de) - Der Preis der Nordsee-Sorte Brent ist am Mittwoch wieder über die Marke von 60 Dollar je Fass gestiegen - wahrscheinlich auch angetrieben durch die jüngste Eskalation zwischen den USA und Venezuela, so die Experten der BNP Paribas in einer aktuellen Ausgabe von "Märkte & Zertifikate weekly".
US-Präsident Donald Trump habe eine Blockade sämtlicher sanktionierten Öltanker von und nach Venezuela angeordnet und die Regierung in Caracas als Terrororganisation eingestuft. Zuvor sei Brent erstmals seit mehr als sieben Monaten unter die Marke von 60 Dollar gefallen. Preisbelastend wirke derzeit hingegen die wachsende Hoffnung auf ein Ende des Ukraine-Kriegs, die Spekulationen über eine Lockerung oder sogar Aufhebung der US-Sanktionen gegen den russischen Ölsektor befeuert. In einem solchen Szenario könnte gelagertes russisches Öl wieder leichter Abnehmer finden, während zugleich die Angriffe auf die Energieinfrastruktur nachlassen dürften. Dieser Perspektive messe der Markt derzeit offenbar mehr Bedeutung und Wahrscheinlichkeit zu als der Eskalation zwischen Washington und Caracas: Am Donnerstag sei der Brent-Preis wieder unter 60 Dollar gefallen und habe damit rund 20 Prozent unter dem Niveau zu Jahresbeginn gelegen.
Mögliches Überangebot dämpfe die Preisaussichten
Auch 2026 dürfte das "schwarze Gold" einen schweren Stand haben. Der Ölmarkt zeichne sich zunehmend durch ein strukturelles Überangebot aus: Die OPEC+ verfolge das Ziel, ihre Förderung schrittweise auszuweiten, um verlorene Marktanteile zurückzugewinnen. Dem stehe eine lediglich moderat wachsende Nachfrage gegenüber. Gleichwohl dürfte der Preisdruck nach unten begrenzt bleiben: Ein deutlich niedrigeres Preisniveau würde voraussichtlich zu Förderkürzungen führen und das Angebot erneut verknappen. (Ausgabe vom 19.12.2025) (22.12.2025/ac/a/m)
US-Präsident Donald Trump habe eine Blockade sämtlicher sanktionierten Öltanker von und nach Venezuela angeordnet und die Regierung in Caracas als Terrororganisation eingestuft. Zuvor sei Brent erstmals seit mehr als sieben Monaten unter die Marke von 60 Dollar gefallen. Preisbelastend wirke derzeit hingegen die wachsende Hoffnung auf ein Ende des Ukraine-Kriegs, die Spekulationen über eine Lockerung oder sogar Aufhebung der US-Sanktionen gegen den russischen Ölsektor befeuert. In einem solchen Szenario könnte gelagertes russisches Öl wieder leichter Abnehmer finden, während zugleich die Angriffe auf die Energieinfrastruktur nachlassen dürften. Dieser Perspektive messe der Markt derzeit offenbar mehr Bedeutung und Wahrscheinlichkeit zu als der Eskalation zwischen Washington und Caracas: Am Donnerstag sei der Brent-Preis wieder unter 60 Dollar gefallen und habe damit rund 20 Prozent unter dem Niveau zu Jahresbeginn gelegen.
Mögliches Überangebot dämpfe die Preisaussichten
Auch 2026 dürfte das "schwarze Gold" einen schweren Stand haben. Der Ölmarkt zeichne sich zunehmend durch ein strukturelles Überangebot aus: Die OPEC+ verfolge das Ziel, ihre Förderung schrittweise auszuweiten, um verlorene Marktanteile zurückzugewinnen. Dem stehe eine lediglich moderat wachsende Nachfrage gegenüber. Gleichwohl dürfte der Preisdruck nach unten begrenzt bleiben: Ein deutlich niedrigeres Preisniveau würde voraussichtlich zu Förderkürzungen führen und das Angebot erneut verknappen. (Ausgabe vom 19.12.2025) (22.12.2025/ac/a/m)
Archivbeitrag vom 22.12.2025. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.