Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Munich Re-Aktienanalyse von "Der Aktionär":
Michael Herrmann vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt die Aktie der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG (ISIN: DE0008430026, WKN: 843002, Ticker-Symbol: MUV2, NASDAQ OTC-Symbol: MURGF) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.
Die Rückversicherer hätten ein starkes Jahr hinter sich und würden daran auch 2024 anknüpfen. Insbesondere Weltmarktführer Munich Re habe dadurch hohe Kapitalpolster aufgebaut. CEO Joachim Wenning wolle dennoch von sinkenden Preisen für 2025 nichts wissen - und stelle stattdessen neue Übernahmen und Fusionen in den Raum.
Rückversicherer hätten 2023 hohe Gewinne eingefahren, nicht zuletzt weil die Preise erheblich gestiegen seien und strukturelle Änderungen vorgenommen worden seien. Auch 2024 laufe es bisher gut für Hannover Rück, Munich Re und Co. Vor allem der Marktführer aus München habe für das erste Halbjahr bärenstarke Zahlen präsentiert.
Einige Erstversicherer würden dies offenbar zum Anlass nehmen wollen, um bei den anstehenden Preiserneuerungen zum Jahreswechsel sinkende Preise zu fordern. Joachim Wenning habe solchen Forderungen in einem Interview mit der Financial Times prompt eine Absage erteilt.
"Ich höre nie das Gegenteil dieser Äußerungen, wenn der Marktzyklus etwas schwächer ist", so Wenning. Entsprechend habe er Forderungen nach sinkenden Preisen in besseren Marktzyklen als "asymmetrisch, Lärm und Nonsens" bezeichnet.
Wenning zufolge sei der Rückversicherungssektor immer noch dabei, die katastrophalen Jahre von 2017 bis 2022 aufzuholen. Damals hätten die Rückversicherer zu kämpfen gehabt und angesichts der hohen Schadenskosten ihre Kapitalkosten nicht verdienen können.
Sollten Erstversicherer die Rückversicherung als zu teuer empfinden, sollten sie laut Wenning einfach weniger Deckung kaufen oder die Preise für die Verbraucher erhöhen.
Dass der Chef des größten Rückversicherers der Welt sich gegen sinkende Rückversicherungspreise ausspreche, sei wenig überraschend. Überraschend seien hingegen seine Aussagen zu möglichen Fusionen und Übernahmen gewesen.
Angesichts der hohen Solvabilitätsquote von 287 Prozent im ersten Halbjahr 2024 habe Wenning angedeutet, dass weitere Fusionen und Übernahmen eine Option sein könnten. Realistisch seien dabei Deals zwischen einer und fünf Milliarden Euro.
"Wir könnten systematisch und proaktiv prüfen, welche Unternehmen in unser Portfolio passen", habe Wenning erklärt. Konkret könnten Übernahmen und Fusionen vor allem bei US-Spezialversicherungen oder zum Ausbau des Erstversicherers ERGO eine Option sein.
Munich Re habe in der Tat eine ordentlich gefüllte Kriegskasse. Gezielte Übernahmen im Volumen von ein bis fünf Milliarden Euro wären finanziell problemlos stemmbar. Gerade im Erstversicherungsbereich gebe es allein im Heimatmarkt dafür auch noch reichlich Kandidaten. Hinter dem Marktführer Allianz sei der Markt relativ kleinteilig. Die Tochter Ergo liege mit einem Marktanteil von 5,8 Prozent auf Platz 4 und könnte mit einer Übernahme auf Platz 2 vorstoßen. Das dürfte am Ende auch den Anlegern gefallen. Die Aktie bleibt ein Kauf. (Analyse vom 16.09.2024)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.
Hinweis auf Interessenkonflikte:
Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Munich Re.
Hinweis auf Interessenkonflikte: Aktien der Munich Re befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.
Börsenplätze Munich Re-Aktie:
Tradegate-Aktienkurs Munich Re-Aktie:
483,10 EUR -0,39% (16.09.2024, 14:22)
XETRA-Aktienkurs Munich Re-Aktie:
483,80 EUR -0,39% (16.09.2024, 14:14)
ISIN Munich Re-Aktie:
DE0008430026
WKN Munich Re-Aktie:
843002
Ticker-Symbol Munich Re-Aktie:
MUV2
NASDAQ OTC-Symbol Munich Re-Aktie:
MURGF
Kurzprofil Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG:
Munich Re (ISIN: DE0008430026, WKN: 843002, Ticker-Symbol: MUV2, NASDAQ OTC-Symbol: MURGF) ist ein weltweit führender Anbieter von Rückversicherung, Erstversicherung und versicherungsnahen Risikolösungen. Die Unternehmensgruppe besteht aus den Geschäftsfeldern Rückversicherung und ERGO sowie dem Vermögensmanager MEAG. Munich Re ist weltweit und in allen Versicherungssparten aktiv. Seit ihrer Gründung im Jahr 1880 zeichnet sich Munich Re durch einzigartiges Risiko-Knowhow und besondere finanzielle Solidität aus. Sie bietet ihren Kunden auch bei außergewöhnlich hohen Schäden finanziellen Schutz - vom Erdbeben in San Francisco 1906 bis zum Hurrikan Ian 2022. Munich Re besitzt herausragende Innovationskraft und ist hierdurch in der Lage, auch außergewöhnliche Risiken wie Raketenstarts, erneuerbare Energien oder Cyberrisiken abzusichern.
Munich Re treibt die digitale Transformation innerhalb ihrer Branche in einer führenden Rolle voran und erweitert hierdurch ihre Risikoanalysefähigkeiten sowie ihr Leistungsangebot. Individuelle Lösungen und große Nähe zu ihren Kunden machen Munich Re zu einem weltweit nachgefragten Risikopartner für Unternehmen, Institutionen und Privatpersonen. (16.09.2024/ac/a/d)
Michael Herrmann vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt die Aktie der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG (ISIN: DE0008430026, WKN: 843002, Ticker-Symbol: MUV2, NASDAQ OTC-Symbol: MURGF) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.
Die Rückversicherer hätten ein starkes Jahr hinter sich und würden daran auch 2024 anknüpfen. Insbesondere Weltmarktführer Munich Re habe dadurch hohe Kapitalpolster aufgebaut. CEO Joachim Wenning wolle dennoch von sinkenden Preisen für 2025 nichts wissen - und stelle stattdessen neue Übernahmen und Fusionen in den Raum.
Rückversicherer hätten 2023 hohe Gewinne eingefahren, nicht zuletzt weil die Preise erheblich gestiegen seien und strukturelle Änderungen vorgenommen worden seien. Auch 2024 laufe es bisher gut für Hannover Rück, Munich Re und Co. Vor allem der Marktführer aus München habe für das erste Halbjahr bärenstarke Zahlen präsentiert.
Einige Erstversicherer würden dies offenbar zum Anlass nehmen wollen, um bei den anstehenden Preiserneuerungen zum Jahreswechsel sinkende Preise zu fordern. Joachim Wenning habe solchen Forderungen in einem Interview mit der Financial Times prompt eine Absage erteilt.
"Ich höre nie das Gegenteil dieser Äußerungen, wenn der Marktzyklus etwas schwächer ist", so Wenning. Entsprechend habe er Forderungen nach sinkenden Preisen in besseren Marktzyklen als "asymmetrisch, Lärm und Nonsens" bezeichnet.
Wenning zufolge sei der Rückversicherungssektor immer noch dabei, die katastrophalen Jahre von 2017 bis 2022 aufzuholen. Damals hätten die Rückversicherer zu kämpfen gehabt und angesichts der hohen Schadenskosten ihre Kapitalkosten nicht verdienen können.
Sollten Erstversicherer die Rückversicherung als zu teuer empfinden, sollten sie laut Wenning einfach weniger Deckung kaufen oder die Preise für die Verbraucher erhöhen.
Dass der Chef des größten Rückversicherers der Welt sich gegen sinkende Rückversicherungspreise ausspreche, sei wenig überraschend. Überraschend seien hingegen seine Aussagen zu möglichen Fusionen und Übernahmen gewesen.
Angesichts der hohen Solvabilitätsquote von 287 Prozent im ersten Halbjahr 2024 habe Wenning angedeutet, dass weitere Fusionen und Übernahmen eine Option sein könnten. Realistisch seien dabei Deals zwischen einer und fünf Milliarden Euro.
"Wir könnten systematisch und proaktiv prüfen, welche Unternehmen in unser Portfolio passen", habe Wenning erklärt. Konkret könnten Übernahmen und Fusionen vor allem bei US-Spezialversicherungen oder zum Ausbau des Erstversicherers ERGO eine Option sein.
Munich Re habe in der Tat eine ordentlich gefüllte Kriegskasse. Gezielte Übernahmen im Volumen von ein bis fünf Milliarden Euro wären finanziell problemlos stemmbar. Gerade im Erstversicherungsbereich gebe es allein im Heimatmarkt dafür auch noch reichlich Kandidaten. Hinter dem Marktführer Allianz sei der Markt relativ kleinteilig. Die Tochter Ergo liege mit einem Marktanteil von 5,8 Prozent auf Platz 4 und könnte mit einer Übernahme auf Platz 2 vorstoßen. Das dürfte am Ende auch den Anlegern gefallen. Die Aktie bleibt ein Kauf. (Analyse vom 16.09.2024)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.
Hinweis auf Interessenkonflikte:
Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Munich Re.
Hinweis auf Interessenkonflikte: Aktien der Munich Re befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.
Börsenplätze Munich Re-Aktie:
Tradegate-Aktienkurs Munich Re-Aktie:
483,10 EUR -0,39% (16.09.2024, 14:22)
XETRA-Aktienkurs Munich Re-Aktie:
483,80 EUR -0,39% (16.09.2024, 14:14)
ISIN Munich Re-Aktie:
DE0008430026
WKN Munich Re-Aktie:
843002
Ticker-Symbol Munich Re-Aktie:
MUV2
NASDAQ OTC-Symbol Munich Re-Aktie:
MURGF
Kurzprofil Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG:
Munich Re (ISIN: DE0008430026, WKN: 843002, Ticker-Symbol: MUV2, NASDAQ OTC-Symbol: MURGF) ist ein weltweit führender Anbieter von Rückversicherung, Erstversicherung und versicherungsnahen Risikolösungen. Die Unternehmensgruppe besteht aus den Geschäftsfeldern Rückversicherung und ERGO sowie dem Vermögensmanager MEAG. Munich Re ist weltweit und in allen Versicherungssparten aktiv. Seit ihrer Gründung im Jahr 1880 zeichnet sich Munich Re durch einzigartiges Risiko-Knowhow und besondere finanzielle Solidität aus. Sie bietet ihren Kunden auch bei außergewöhnlich hohen Schäden finanziellen Schutz - vom Erdbeben in San Francisco 1906 bis zum Hurrikan Ian 2022. Munich Re besitzt herausragende Innovationskraft und ist hierdurch in der Lage, auch außergewöhnliche Risiken wie Raketenstarts, erneuerbare Energien oder Cyberrisiken abzusichern.
Munich Re treibt die digitale Transformation innerhalb ihrer Branche in einer führenden Rolle voran und erweitert hierdurch ihre Risikoanalysefähigkeiten sowie ihr Leistungsangebot. Individuelle Lösungen und große Nähe zu ihren Kunden machen Munich Re zu einem weltweit nachgefragten Risikopartner für Unternehmen, Institutionen und Privatpersonen. (16.09.2024/ac/a/d)
Archivbeitrag vom 16.09.2024. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.