Aktien des Tages

Munich Re Aktie: Teure Naturkatastrophen und Ausblick auf Rekordhoch

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Munich Re-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Michael Herrmann vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt die Aktie der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG (ISIN: DE0008430026, WKN: 843002, Ticker-Symbol: MUV2, NASDAQ OTC-Symbol: MURGF) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.

Naturkatastrophen hätten für 2024 eine teure Bilanz hinterlassen. Mit Gesamtschäden von 133 Milliarden Dollar zähle die Sturmsaison zu den teuersten seit 2017. Das würden neue Zahlen des Rückversicherungsriesen Munich Re zeigen. Dafür sei insbesondere eine Naturkatastrophe verantwortlich gewesen.

Hurrikane und Taifune hätten in diesem Jahr laut vorläufigen Schätzungen Gesamtschäden in Höhe von 133 Milliarden Dollar verursacht. Damit zähle die Sturmsaison 2023 zu den teuersten seit 2017, wie die Geowissenschaftler von Munich Re berichten würden. Von diesen Schäden seien lediglich 51 Milliarden Dollar versichert gewesen, was weniger als die Hälfte der Gesamtsumme ausmache.

Die wirtschaftlichen Verluste hätten deutlich über dem zehnjährigen Durchschnitt von 89,2 Milliarden Dollar und auch über dem 30-Jahres-Durchschnitt von 62,6 Milliarden Dollar gelegen. Hauptgrund für die hohen Schäden sei die intensive Hurrikansaison im Nordatlantik gewesen, die allein in Nordamerika Schäden von 110 Milliarden Dollar verursacht habe.

Im Nordatlantik seien insgesamt 18 Wirbelstürme registriert worden, von denen elf Hurrikanstärke erreicht hätten. Damit habe die Zahl der Stürme über dem langjährigen Durchschnitt von zwölf gelegen. Der verheerendste Sturm des Jahres war Hurrikan "Helene", der mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 225 Kilometern pro Stunde mehr als 200 Menschen das Leben gekostet habe und Schäden in Höhe von 56 Milliarden Dollar in mehreren US-Bundesstaaten angerichtet habe.

Im westlichen Pazifik, wo Taifune oft Taiwan, Japan, die Philippinen, den Südosten Chinas und Vietnam treffen würden, habe die Zahl der Stürme mit 25 etwas unter dem Durchschnitt gelegen. Die Schäden hingegen hätten mit 22 Milliarden Dollar ein leicht überdurchschnittliches Niveau erreicht.

Nach Berechnungen von Munich Re hätten die weltweit versicherten Schäden durch Naturkatastrophen, einschließlich Hochwasser, Stürme und Erdbeben, in diesem Jahr bereits vor Jahresende die Marke von 100 Milliarden Euro überschritten.

Die Aktie des Rückversicherers reagiere zunächst kaum auf die Katastrophenzahlen von Munich Re. Zu Recht, denn Munich Re habe trotz allem seine bisherige Jahresprognose aufrechterhalten. Zudem würden sie zu anderen bisherigen Schätzungen zum Katastrophenjahr 2024 passen.

Die Chancen auf ein neues Rekordhoch im Dezember stehen weiterhin gut und Munich Re ist damit unverändert ein Kauf, so Michael Herrmann von "Der Aktionär". (Analyse vom 03.12.2024)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link. (03.12.2024/ac/a/d)

Archivbeitrag vom 03.12.2024. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

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