Hamburg (www.aktiencheck.de) - Masterflex-Aktienanalyse von der Montega AG:
Miguel Lago Mascato und Bastian Brach, Aktienanalysten der Montega AG, raten in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der Masterflex SE (ISIN: DE0005492938, WKN: 549293, Ticker-Symbol: MZX) unverändert zu kaufen.
Masterflex habe vergangenen Donnerstag den Geschäftsbericht für das Gesamtjahr 2023 vorgelegt. Bereits Anfang März seien vorläufige Zahlen sowie ein erster Ausblick für Umsatz und EBIT bekannt gegeben worden. Dieser sei mit den finalen Zahlen nochmals konkretisiert worden.
Deutliche EBIT-Verbesserung trotz schwacher Top Line-Dynamik: Der Konzernumsatz sei im vergangenen Jahr von einem anspruchsvollen Konjunkturumfeld geprägt gewesen, was sich besonders im zweiten Halbjahr 2023 negativ auf das Verarbeitende Gewerbe ausgewirkt habe (siehe Comment vom 9. Februar 2024). Masterflex habe im Gesamtjahr nichtsdestotrotz eine leichte Erlössteigerung auf 101,1 Mio. EUR (+0,8% yoy) erreicht, angetrieben von den Bereichen Medizintechnik und Luftfahrt. So habe der Medizintechnik-Anteil am Gesamtumsatz von 17% auf 19% ausgebaut werden können, was zweistellige Wachstumsraten in diesem Segment impliziere. Das operative Ergebnis habe hingegen signifikant zulegen können. Grund hierfür sei vor allem die starke Steigerung der Rohertragsmarge auf 68,2% (2022: 66,4%) infolge von Effizienzmaßnahmen und Produktmix-Effekten gewesen, während inflationsbedingt gestiegene Personalkosten (Personalkostenquote: 35,1%, 2022: 33,9%) gegenläufig gewirkt hätten. Unterhalb des EBIT hätten die gestiegenen Zinskosten (1,2 Mio. EUR, 2022: 0,6 Mio. EUR) eine noch stärkere Ausweitung des Konzernergebnisses verhindert.
Aktuelles Bewertungsniveau historisch günstig: Ungeachtet der starken operativen Performance (inkl. frühzeitig erreichtem Mittelfristziel) notiere MZX aktuell signifikant unterhalb der historischen Bewertungskennzahlen. In den Jahren 2016-19 habe das EV/EBITDA bei Wachstumsraten, die - mit Ausnahme vom Jahr 2017 - bei 3-4% gelegen hätten, konstant zwischen Werten von 11 und 13 gelegen. Für das laufende Jahr betrage dieser Wert weniger als die Hälfte (2024e: 5,8x). Dies liege nach Erachten der Analysten (1) am erhöhten Zinsniveau und (2) am leicht geringeren Top Line-Wachstum in den Jahren 2023/24. Beide Faktoren sollten sich aus ihrer Sicht innerhalb der nächsten zwei Monate positiv entwickeln. Zum einen scheine die EZB die erste Zinssenkung spätestens im Juni durchzuführen, zum anderen würden die Analysten für Masterflex mit einem deutlich positiven Umsatzwachstum ab H2/24 rechnen. Diese Entwicklungen könnten die Bewertungskennziffern mittelfristig wieder näher in Richtung der historischen Vor-Corona-Niveaus bringen.
Prognose konkretisiert: Mit der Vorlage des Geschäftsberichts habe Masterflex die Guidance für 2024 quantifiziert. Bei einem Umsatz in der Bandbreite von 100 bis 107 Mio. EUR (2023: 101,1 Mio. EUR) erwarte der Konzern ein EBIT i.H.v. 12-15 Mio. EUR (2023: 12,4 Mio. EUR). Ähnlich wie im abgelaufenen Jahr peile das Unternehmen damit am Mittelpunkt der Prognose eine leichte Erlössteigerung und ein deutliches EBIT-Wachstum an. Zudem habe CFO Mark Becks im CONNECT-Call bei der Ergebnisprognose das Erreichen der oberen Hälfte in Aussicht gestellt. Neben den bereits erwähnten Faktoren Produkt-Mix und Effizienzmaßnahmen solle auch der Ausbau der Wertschöpfungstiefe zu einer Margenverbesserung führen. Ziel der Masterflex sei es dabei, den Anteil der komplexen, hochmargigen Verbundsysteme mittelfristig deutlich zu steigern. Die Analysten würden sich aufgrund der anhaltend schwachen Konjunkturlage weiterhin leicht unterhalb des Guidance-Mittelpunkts positionieren.
In einem anspruchsvollen Marktumfeld im Jahr 2023 habe Masterflex aufgrund der breiten Branchendiversifikation sehr gute Resultate erzielen und vor allem beim Ergebnis überzeugen können. In H1/24 sollte sich die rückläufige Umsatzdynamik zunächst fortsetzen. Eine Rückkehr zu spürbarem Wachstum im Jahresverlauf könnte nicht nur auf operativer Ebene helfen, sondern auch kapitalmarktseitig eine positive Signalwirkung haben und den Bewertungsabschlag im Vergleich zur Vergangenheit verringern.
Miguel Lago Mascato und Bastian Brach, Analysten der Montega AG, bestätigen ihre Kaufempfehlung für die Masterflex-Aktie mit einem Kursziel von 15,00 EUR je Aktie. (Analyse vom 04.04.2024)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.
Börsenplätze Masterflex-Aktie:
Tradegate-Aktienkurs Masterflex-Aktie:
9,90 EUR +4,65% (04.04.2024, 14:55)
XETRA-Aktienkurs Masterflex-Aktie:
9,90 EUR +2,48% (04.04.2024, 15:01)
ISIN Masterflex-Aktie:
DE0005492938
WKN Masterflex-Aktie:
549293
Ticker-Symbol Masterflex-Aktie:
MZX
Kurzprofil Masterflex SE:
Die Masterflex Group (ISIN: DE0005492938, WKN: 549293, Ticker-Symbol: MZX) ist der Spezialist für die Entwicklung und Herstellung anspruchsvoller Verbindungs- und Schlauchsysteme für vielfältige Anwendungen in fast allen Industrien. Über 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten in Deutschland, Europa und der Welt in den unterschiedlichsten Bereichen.
Unter dem Dach der Masterflex Group sind sechs Spezialisten als Markenunternehmen für die verschiedensten Verbindungsanforderungen vereint. Neben Masterflex sind dies Matzen & Timm, Novoplast Schlauchtechnik, Fleima-Plastic, Masterduct und APT. Mit weiteren operativen Einheiten in Europa, Amerika und Asien ist die Masterflex Group nahezu weltweit vertreten. (04.04.2024/ac/a/nw)
Miguel Lago Mascato und Bastian Brach, Aktienanalysten der Montega AG, raten in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der Masterflex SE (ISIN: DE0005492938, WKN: 549293, Ticker-Symbol: MZX) unverändert zu kaufen.
Masterflex habe vergangenen Donnerstag den Geschäftsbericht für das Gesamtjahr 2023 vorgelegt. Bereits Anfang März seien vorläufige Zahlen sowie ein erster Ausblick für Umsatz und EBIT bekannt gegeben worden. Dieser sei mit den finalen Zahlen nochmals konkretisiert worden.
Deutliche EBIT-Verbesserung trotz schwacher Top Line-Dynamik: Der Konzernumsatz sei im vergangenen Jahr von einem anspruchsvollen Konjunkturumfeld geprägt gewesen, was sich besonders im zweiten Halbjahr 2023 negativ auf das Verarbeitende Gewerbe ausgewirkt habe (siehe Comment vom 9. Februar 2024). Masterflex habe im Gesamtjahr nichtsdestotrotz eine leichte Erlössteigerung auf 101,1 Mio. EUR (+0,8% yoy) erreicht, angetrieben von den Bereichen Medizintechnik und Luftfahrt. So habe der Medizintechnik-Anteil am Gesamtumsatz von 17% auf 19% ausgebaut werden können, was zweistellige Wachstumsraten in diesem Segment impliziere. Das operative Ergebnis habe hingegen signifikant zulegen können. Grund hierfür sei vor allem die starke Steigerung der Rohertragsmarge auf 68,2% (2022: 66,4%) infolge von Effizienzmaßnahmen und Produktmix-Effekten gewesen, während inflationsbedingt gestiegene Personalkosten (Personalkostenquote: 35,1%, 2022: 33,9%) gegenläufig gewirkt hätten. Unterhalb des EBIT hätten die gestiegenen Zinskosten (1,2 Mio. EUR, 2022: 0,6 Mio. EUR) eine noch stärkere Ausweitung des Konzernergebnisses verhindert.
Aktuelles Bewertungsniveau historisch günstig: Ungeachtet der starken operativen Performance (inkl. frühzeitig erreichtem Mittelfristziel) notiere MZX aktuell signifikant unterhalb der historischen Bewertungskennzahlen. In den Jahren 2016-19 habe das EV/EBITDA bei Wachstumsraten, die - mit Ausnahme vom Jahr 2017 - bei 3-4% gelegen hätten, konstant zwischen Werten von 11 und 13 gelegen. Für das laufende Jahr betrage dieser Wert weniger als die Hälfte (2024e: 5,8x). Dies liege nach Erachten der Analysten (1) am erhöhten Zinsniveau und (2) am leicht geringeren Top Line-Wachstum in den Jahren 2023/24. Beide Faktoren sollten sich aus ihrer Sicht innerhalb der nächsten zwei Monate positiv entwickeln. Zum einen scheine die EZB die erste Zinssenkung spätestens im Juni durchzuführen, zum anderen würden die Analysten für Masterflex mit einem deutlich positiven Umsatzwachstum ab H2/24 rechnen. Diese Entwicklungen könnten die Bewertungskennziffern mittelfristig wieder näher in Richtung der historischen Vor-Corona-Niveaus bringen.
Prognose konkretisiert: Mit der Vorlage des Geschäftsberichts habe Masterflex die Guidance für 2024 quantifiziert. Bei einem Umsatz in der Bandbreite von 100 bis 107 Mio. EUR (2023: 101,1 Mio. EUR) erwarte der Konzern ein EBIT i.H.v. 12-15 Mio. EUR (2023: 12,4 Mio. EUR). Ähnlich wie im abgelaufenen Jahr peile das Unternehmen damit am Mittelpunkt der Prognose eine leichte Erlössteigerung und ein deutliches EBIT-Wachstum an. Zudem habe CFO Mark Becks im CONNECT-Call bei der Ergebnisprognose das Erreichen der oberen Hälfte in Aussicht gestellt. Neben den bereits erwähnten Faktoren Produkt-Mix und Effizienzmaßnahmen solle auch der Ausbau der Wertschöpfungstiefe zu einer Margenverbesserung führen. Ziel der Masterflex sei es dabei, den Anteil der komplexen, hochmargigen Verbundsysteme mittelfristig deutlich zu steigern. Die Analysten würden sich aufgrund der anhaltend schwachen Konjunkturlage weiterhin leicht unterhalb des Guidance-Mittelpunkts positionieren.
In einem anspruchsvollen Marktumfeld im Jahr 2023 habe Masterflex aufgrund der breiten Branchendiversifikation sehr gute Resultate erzielen und vor allem beim Ergebnis überzeugen können. In H1/24 sollte sich die rückläufige Umsatzdynamik zunächst fortsetzen. Eine Rückkehr zu spürbarem Wachstum im Jahresverlauf könnte nicht nur auf operativer Ebene helfen, sondern auch kapitalmarktseitig eine positive Signalwirkung haben und den Bewertungsabschlag im Vergleich zur Vergangenheit verringern.
Miguel Lago Mascato und Bastian Brach, Analysten der Montega AG, bestätigen ihre Kaufempfehlung für die Masterflex-Aktie mit einem Kursziel von 15,00 EUR je Aktie. (Analyse vom 04.04.2024)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.
Börsenplätze Masterflex-Aktie:
Tradegate-Aktienkurs Masterflex-Aktie:
9,90 EUR +4,65% (04.04.2024, 14:55)
XETRA-Aktienkurs Masterflex-Aktie:
9,90 EUR +2,48% (04.04.2024, 15:01)
ISIN Masterflex-Aktie:
DE0005492938
WKN Masterflex-Aktie:
549293
Ticker-Symbol Masterflex-Aktie:
MZX
Kurzprofil Masterflex SE:
Die Masterflex Group (ISIN: DE0005492938, WKN: 549293, Ticker-Symbol: MZX) ist der Spezialist für die Entwicklung und Herstellung anspruchsvoller Verbindungs- und Schlauchsysteme für vielfältige Anwendungen in fast allen Industrien. Über 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten in Deutschland, Europa und der Welt in den unterschiedlichsten Bereichen.
Unter dem Dach der Masterflex Group sind sechs Spezialisten als Markenunternehmen für die verschiedensten Verbindungsanforderungen vereint. Neben Masterflex sind dies Matzen & Timm, Novoplast Schlauchtechnik, Fleima-Plastic, Masterduct und APT. Mit weiteren operativen Einheiten in Europa, Amerika und Asien ist die Masterflex Group nahezu weltweit vertreten. (04.04.2024/ac/a/nw)
Archivbeitrag vom 04.04.2024. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.